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Programm zum Jubiläum

100 Jahre Christuskirche Groß Köris Programm zum Jubiläum

Die Christuskirche in Groß Köris wird in diesem Jahr 100 Jahre alt. Dieses Jubiläum wird mit einem besonderen Jahresprogramm gefeiert, darunter der große Festgottesdienst im September.

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Das sanierte Innere des Gotteshauses.

Quelle: Gerlinde Irmscher

Groß Köris. Für so manchen ist es der schönste Sternenhimmel der Region: Die reich mit Blütenmotiven und eben Sternen ausgemalten Christuskirche in Groß Köris wird in diesem Jahr 100. Geweiht wurde sie am 14. April 1916. Nun, 100 Jahre später, soll mit einem umfangreichen Festprogramm dieses besondere Jubiläum begangenen werden.

Die alte zartblau-gülden-weiße Pracht im Inneren ist erst seit wenigen Jahren wieder sichtbar. Mitte der 1960er Jahre war der Innenraum monochrom übertüncht worden. Bis 2010 wurde die Groß Köriser Kirche aufwendig restauriert. Darüber wird Dagmar Rothen-Nitsche am 23. April ab 15 Uhr berichten. Sie hatte die jahrelange und akribische Restaurierung des Innenraums durchgeführt. Am selben Tag wird es außerdem noch ein Chorkonzert geben.

Der eigentliche Festgottesdienst zur Erinnerung an die Kirchenweihe vor 100 Jahren wird erst im September stattfinden. Dann soll die Feier zugleich mit dem Erntedankfest verknüpft werden. Doch zuvor ist nahezu einmal im Monat eine besondere Veranstaltung geplant. So wird der Senziger Gospelchor unter Leitung von Foster Ebai Agbor am 28. Mai ab 17 Uhr unter dem Sternenhimmel auftreten.

Der ist ein Werk von Georg Büttner, der neben der Innenausmalung auch die Architektur des Gebäudes entwarf. Das Äußere der Kirche ist schlicht und für die Zeit nicht außergewöhnlich, die Ausmalung jedoch ist eine weit über die Region hinaus gerühmte Besonderheit. Mit dem Festprogramm wollen die Organisatoren der Kirchengemeinde interessierten Besuchern vielfach die Gelegenheit geben, dieses faszinierende Gotteshaus kennenzulernen. Ein Kirchenfest mit zahlreichen Aktionen für Kinder ist für den 17. Juli geplant, am 27. August wird Alte Musik in dem Gebäude erklingen. Mit einem Auftritt des Gemischten Chores aus Königs Wusterhausen endet das Festjahr offiziell am 8. Oktober.

Der Architekt Georg Büttner gilt als einer der bedeutenden Baumeister für Sakralbauten Anfang des 20. Jahrhunderts in Berlin und Brandenburg. Insbesondere kleinere Dorfkirchen gehören zu den bis heute von ihm bekannten Werken. In der Region verantwortete er außerdem die Wildauer Friedenskirche und die Martin-Luther-Kirche in Zeuthen. Diese Bauten entstanden 1911 und 1914. In jenem Jahr starb Büttner, er fiel im Ersten Weltkrieg in Flandern. Seine Entwürfe für die Groß Köriser Kirche wurden letztlich von Johannes Palm ausgeführt, von 1914 bis 1916 dauerten die Arbeiten an dem Gotteshaus.

Von Karen Grunow

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