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11:45 21.09.2016
Ulrich Matthes kommt nach Königs Wusterhausen. Quelle: Promo
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Königs Wusterhausen

Andere bieten Kamingespräche, Salonabende oder einen Talk im Turm, Königs Wusterhausen aber hat nun die Schlossgespräche: Die neue Reihe, die zweimal im Jahr im Festsaal der Kavalierhäuser am Schloss stattfinden soll, startet am 17. November um 19 Uhr. Als prominenter Gesprächsgast wird der Schauspieler Ulrich Matthes erwartet.

„Königs Wusterhausen braucht die Schlossgespräche“, findet Claudia Baronick, die bei der Stadtverwaltung für Wirtschaftsförderung und Stadtmarketing zuständig ist. Die Idee, so etwas zu etablieren, gebe es seit langem, sagt sie. „Wir wollen das kulturelle Leben bereichern.“ Auch jüngere Leute sollen durch das besondere Gesprächsformat angesprochen werden. Persönlichkeiten wie Ulrich Matthes, der durch seine so populären wie charakterstarken Rollen in Film, Fernsehen und Theater bekannt ist, plaudern bei den Schlossgesprächen über sich und gesellschaftlich relevante Themen.

Moderiert wird der Abend mit dem Schauspieler von der Fernsehjournalistin und Autorin Angela Elis. Ergänzt wird das Gespräch, das auch eines mit dem Publikum werden wird, durch musikalische Einlagen. Die Stadt kooperiert für das neue Format mit der Deutschen Gesellschaft, über die auch die konkreten Gesprächspartner vorgeschlagen werden. Über Cord Schwartau, Mitinitiator des nunmehr seit drei Jahren erfolgreichen Festivals der Schlosskonzerte Königs Wusterhausen, kam die Verbindung zur Deutschen Gesellschaft zustande. „Gute Gäste, gute Moderatoren und das in angemessenem Ambiente“, fasst Claudia Baronick das Konzept für die Schlossgespräche kurz zusammen.

Der gebürtige Berliner Ulrich Matthes gehört seit 2004 zum Ensemble des Deutschen Theaters in Berlin. Dort ist er „Onkel Wanja“, eine Rolle, für die er 2008 – zum bereits zweiten Mal – zum Schauspieler des Jahres gewählt worden war. Grimme-Preis, Goldene Kamera, Faust-Theaterpreis, Gertrud-Eysoldt-Ring für herausragende schauspielerische Leistungen – Matthes gehört zu den gefragtesten und profiliertesten Darstellern auf der Bühne und vor Kameras. Dass er schon mal auf eine Rolle in einem Hollywoodfilm verzichtet hat, um mit Kollegin Nina Hoss in der ersten Theaterinszenierung des gefeierten Filmemachers Christian Petzold auf der Bühne zu stehen, ist nur ein markantes Detail seiner Biografie. Bereits als Jugendlicher fiel er auf im Fernsehen, entschied sich dann aber doch zunächst für ein Germanistik- und Anglistik-Studium. Ab Mitte der 1980er-Jahre dann begann er seine Theaterlaufbahn, die ihn auch an die Münchener Kammerspiele und ans Wiener Burgtheater führte.

Von Karen Grunow

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