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Prosit im Drosselgrund

Zernsdorf Prosit im Drosselgrund

Die Anwohner der Straße haben den Ausbau selbst finanziert. Es hat etwas gedauert, alle davon zu überzeugen, aber dann ging es flott.Im Mai war Baustart, am Freitag wurde die Einweihung gefeiert. Lob gab es für die Mitarbeiter der Stadtverwaltung und für die Bauarbeiter. Aber es gibt einen kleinen Wermutstropfen.

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Mit Sekt stießen die Anwohner des Drosselgrundes am Freitag auf ihre neue Straße an.

Quelle: Frank Pawlowski

Zernsdorf. Wer in Zernsdorf mit dem Auto von der Friedrich-Engels-Straße in die Jahnstraße einbiegt, begibt sich auf äußerst unwegsames Gelände. Hier ist der Untergrund sandig und holprig, so wie fast überall in der Gegend. Der Drosselgrund, zwischen Jahn- und Mittelstraße gelegen, sah einst genauso aus und ragt nun aus dem Elend als Kleinod heraus. Die gepflasterte Straße mit den Regelmulden an den Seiten und den befestigten Grundstückszufahrten sieht schick aus und wirkt fast etwas befremdlich inmitten der umliegenden Holperpisten. Am Freitag wurde sie feierlich eröffnet.

Banddurchschnitt

Banddurchschnitt: Anwohner Reinhardt Weniger (r.) und Gerhard Nusche von der Bauverwaltung der Stadt weihen die Straße ein.

Quelle: Frank Pawlowski

Überall strahlende Gesichter

Mehrere Anwohner hatten sich versammelt, Vertreter der Stadtverwaltung waren gekommen, Mitarbeiter der Baufirma Leyer aus Krausnick. Es gab Sekt, Knabberzeug, Kaffee und Kuchen. „An dieser Straße werden wir die nächsten Jahre unsere Freude haben“, sagte Reinhardt Weniger, bevor er beherzt das rote Einweihungsband durchschnitt. Anschließend klirrten die Sektgläser beim Prosit auf die neue Straße. Überall sah man strahlende Gesichter.

Vorbereitungen dauerten ein Jahr

Reinhardt Weniger ist der Sprecher der kleinen Arbeitsgruppe von Anwohnern, die den privat finanzierten Ausbau der kommunalen Anliegerstraße organisierten. Der Anstoß dazu kam von Katrin und Michael Fechner. Gut ein Jahr hat es gedauert, alle 27 Anlieger ins Boot zu holen. In diesem Frühjahr war es schließlich soweit. Bis März hatten alle ihren Anteil, durchschnittlich 4500 Euro, auf das Konto bei der Stadt überwiesen. Der Bauauftrag wurde ausgelöst, Mitte Mai rollten die Bagger an. „Es hat alles gut geklappt. Es war kein Alptraum, aber sehr anstrengend“, sagt Michael Fechner. Sehr gelobt wurde die tadellose Zusammenarbeit mit der Stadtverwaltung, deren Mitarbeiter hätten sich um alles gut gekümmert. Bei den Bauarbeitern bedankte sich Reinhardt Weniger ausdrücklich für die „hervorragende Arbeit".

Anwohner bereiten noch ein Straßenfest vor

Senzigs Ortsvorsteherin Renate Grätz wurde für ihre tatkräftige Unterstützung gewürdigt. Bei ihr holten sich die Zernsdorfer die ersten Tipps, weil sie schon einige solcher Projekte in ihrem Ort erfolgreich durchgeführt hat. Renate Grätz gratulierte mit einem Blumenstrauß zur Straßeneröffnung. Die Anwohner trafen sich am Freitagabend zur Party, bereiten außerdem noch ein Straßenfest vor.

Keine Freude in der Jahnstraße

Einen kleinen Wermutstropfen gibt es aber auch. Ronald Riedel aus der Jahnstraße meldete sich am Freitag in der Redaktion. Sein Grundstück grenzt an den Drosselgrund. „Seit die Straße befestigt ist, saufen wir bei Regen ständig ab. Ich verstehe die Freude, aber für uns wirkt sich das negativ aus“, sagt er.

Von Frank Pawlowski

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