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Prüfauftrag für Jugend-Freizeitzentrum

Jugendpolitik in KW Prüfauftrag für Jugend-Freizeitzentrum

Die Impulse der 1. Jugendkonferenz in der Stadt Königs Wusterhausen verhallen in der Kommunalpolitik nicht ungehört. Im Hauptausschuss am Montagabend standen gleich sieben Themen auf der Tagesordnung, in denen es um das Wohl und Wehe der über 5000 Kinder und Jugendlichen in der Stadt ging.

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Das Stadion der Freundschaft in Königs Wusterhausen ist vielen Sportvereinen zu teuer.

Quelle: Gerlinde Irmscher.

Königs Wusterhausen. Die Impulse der im Oktober stattgefundenen 1. Jugendkonferenz in der Stadt Königs Wusterhausen verhallen in der Kommunalpolitik nicht ungehört. Die Jugendpolitik in der Stadt nimmt zunehmend Fahrt auf. Das belegte am Montagabend eindrucksvoll die Sitzung des Hauptausschusses, bei der sich gleich sieben Tagesordnungspunkte um das Wohl und Wehe der insgesamt 5150 Kinder und Jugendlichen unter 18 Jahren in der Stadt drehte. Das ist immerhin jeder siebente Einwohner.

Einstimmig empfahl der Hauptausschuss dem Stadtparlament die Berufung eines Jugendbeirates, deren Mitglieder in allen Ausschüssen zu jugendrelevanten Themen Stellung nehmen können. Auf der Jugendkonferenz wurden dafür bereits 15 Mitglieder für die Dauer von zwei Jahren gewählt. Außerdem soll auf Vorschlag der SPD-Fraktion die Nutzungssatzung für die kommunalen Sportstätten bis Ende Juni 2016 überarbeitet werden. „Unser Ziel ist die kostenfreie oder zumindest preiswertere Nutzung von Sportstätten für soziale Projekte wie beispielsweise Freundschaftsspiele mit Flüchtlingsmannschaften“, begründete SPD-Fraktionschef Ludwig Scheetz den Antrag. Außerdem sollten städtische Sportvereine mit einem hohen Kinder- und Jugendanteil die Sportanlagen künftig kostenfrei oder zumindest preiswerter nutzen können. Angestrebt werden Scheetz zufolge auch niedrigere Entgelte für das „Stadion der Freundschaft“, dessen Nutzung 15 Euro pro Stunde kostet, was sich viele Sportvereine derzeit nicht leisten können. „Wem nutzt ein leeres Stadion? Auf diese Weise nimmt die Stadt Königs Wusterhausen auch keine Entgelte ein“, sagte Scheetz.

Die komplette Paul-Dinter-Halle mit ihren drei Spielfeldern kostet für Sportvereine gleichfalls 15 Euro pro Stunde, während Schulen, Kitas sowie andere Institutionen der Stadt schon 63 Euro zahlen müssen.

Die Fraktion „Wir für KW/UFL“ ging mit ihrem Antrag noch über den SPD-Vorschlag hinaus. Fraktionschef Michael Reimann forderte, dass „Schülern aus Königs Wusterhausen, die in Vereinen und Sportgruppen organisiert sind, die Sportstätten in der Regel kostenfrei überlassen werden“. Das allerdings lehnte der Hauptausschuss mehrheitlich ab. Begründet wurde dies vor allem damit, dass erst die Auswirkungen auf den städtischen Haushalt untersucht werden müssen.

Im Namen der SPD-Fraktion brachte Scheetz zudem einen Prüfauftrag für ein Jugendfreizeitzentrum im Wohngebiet nördlich der Luckenwalder Straße sowie für eine überdachte Skateanlage beziehungsweise eine Skaterhalle im Stadtgebiet auf den Weg. „Bei diesem Freizeitzentrum geht es nicht nur um einen täglichen Treffpunkt für die Jugendlichen, sondern auch um einen Veranstaltungsort“, heißt es in der Beschlussvorlage. Dabei verhehlte Bürgermeister Lutz Franzke (SPD) nicht, dass er das Vorhaben Skaterhalle kritisch betrachtet. „Das Ergebnis dieses Prüfauftrages ist offen. Aber auf der Grundlage dieser Kostenschätzungen können wir wenigstens kompetent entscheiden“, begründete Scheetz den Antrag, der in der nächsten Stadtverordnetenversammlung am 14. Dezember diskutiert wird. Den bisherigen Jugendkontaktraum im „Atlantis“ charakterisierte Scheetz als „unzureichende Übergangslösung“.

Von Franziska Mohr

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