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Prunkvolles Epitaph für von Pfuhl

Patronatskirche Schulzendorf Prunkvolles Epitaph für von Pfuhl

Das Epitaph für Arndt Friedrich von Pfuhl in der Schulzendorfer Patronatskirche muss noch einmal korrigiert werden. Recherchen haben ergeben, dass die jetzige Inschrift nicht ganz korrekt ist. Die Restauratorin wird das Anfang Juni überarbeiten. Dann sollen auch bald weitere Pfuhl-Epitaphe auf Fotografien in dem ehemaligen Gotteshaus ausgestellt werden.

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Das Epitaph für Arndt Friedrich von Pfuhl in der Schulzendorfer Patronatskirche. Es wurde aufwendig restauriert. Jetzt wird noch die Inschrift korrigiert.

Quelle: Andrea Müller

Schulzendorf. Das Epitaph für Arndt Friedrich von Pfuhl aus dem 17. Jahrhundert hat eine aufregende Geschichte hinter sich. Und sie ist noch nicht zu Ende. An der richtigen Inschrift musste noch geforscht werden. Die neue Fassung wird Anfang Juni von der Restauratorin Annett Xenia Schulz eingearbeitet.

Eigentlich war das Epitaph – das ist ein Grabdenkmal für einen Verstorbenen an einer Kirchenwand – schon im Januar dieses Jahres zurück gekehrt in die Schulzendorfer Patronatskirche. Mühevoll war es ein halbes Jahr lang restauriert worden. Die Vorlage sei denkbar schlecht gewesen. „Nur eine kleine Schwarz-Weiß-Fotografie in einem Buch“, sagt Heidi Burmeister, Sprecherin des Vereins zur Wiederherstellung von Patronatskirche und Dorfanger. Erst Recherchen hätten wieder ein ganzes Bild ergeben.

Prachtvolles Denkmal an den Kapitänleutnant

Arndt Friedrich von Pfuhl war 1673 verstorben. Danach muss das Epitaph angefertigt worden sein – ein sehr prachtvolles Denkmal an den Kapitänleutnant, der dem Kurfürsten gedient hatte. „Die vielen abgebildeten Waffen stehen damit wohl im Zusammenhang“, erklärt Burmeister. Es sollte so eindrucksvoll dargestellt werden, dass sich der Mann verdient gemacht hatte. Aus diesem Grund befinden sich Säbel und Schwerter, Kanonen und Lanzen auf dem Epitaph, das damals aus Lindenholz geschnitzt worden war. Den Unterlagen zufolge war von Pfuhl erst 1671 nach Schulzendorf gekommen. Als Pfandbesitzer – ein Mann, der anderen Leuten mit Geld half, dafür aber deren Land zur eigenen Nutzung verlangte – ist er in Schulzendorf bekannt geworden.

Bis in die 80er Jahre des vergangenen Jahrhunderts soll das Epitaph an der Wand der Schulzendorfer Patronatskirche gehangen haben. Dann wurde es zunächst in das Waltersdorfer Gotteshaus gebracht und von dort später in das Pfarrhaus. „Als das abgerissen werden sollte, mussten wir eine andere Lösung finden“, erinnert sich die Sprecherin.

Wiederherstellung des Epitaphs kostete 14 000 Euro

Der Verein hatte mittlerweile angefangen, sich um die Patronatskirche zu kümmern, gestaltete das einstige Gotteshaus nicht nur um zum Ausstellungs- und Veranstaltungsort, sondern ließ es mit Hilfe von Spenden und Fördermitteln Schritt für Schritt wieder auferstehen. So wurden Einzeigeruhr, Wandmalereien, der Taufengel, die Kanzel, das Taufbecken, der Kronleuchter und schließlich auch Wappentafeln und Epitaph wieder hergestellt. Letzteres allein kostete rund 14 000 Euro. 7700 Euro kamen von der Unteren Denkmalschutzbehörde des Landkreises. Nun also noch eine Korrektur der Inschrift. Dann soll auf dem Epitaph stehen:

„Dem hoch Löb geboren gest. veste und mannighaftig Arndt Friedrich von Pfuhl S. Ch. und K. gewesene Capitainleutnant hr. auf Schulzendorf und Schmöckwitz. Er ist geboren anno 1605 gestorben 1673“.

Von Andrea Müller

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