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Quälerei in der Rathausspitze geht weiter

Königs Wusterhausen Quälerei in der Rathausspitze geht weiter

Vize-Bürgermeister Jörn Perlick (CDU) hat noch das Vertrauen einer Stadtratsmehrheit, aber sein neuer Chef will mit ihm nichts mehr zu tun haben. Nach der gescheiterten Abwahl Perlicks muss Bürgermeister Swen Ennullat nun noch ein Jahr mit seinem ungeliebten Stellvertreter auskommen.

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Jörn Perlick (l.) und Ex-Bürgermeister Lutz Franzke verstanden sich sehr gut. Der neue Rathauschef Swen Ennullat will einen anderen Stellvertreter.

Quelle: Frank Pawlowski

Königs Wusterhausen. „Entweder quälen wir uns ein Jahr weiter oder wir ziehen jetzt alle an einem Strang.“ Mit diesen Worten hatte Bürgermeister Swen Ennullat (Freie Wähler KW) zuletzt noch für seinen Abwahlantrag gegen seinen Stellvertreter Jörn Perlick (CDU) geworben. Doch die Mehrheit der Stadtverordneten lehnte die Abwahl am Montag ab. Damit geht die Quälerei möglicherweise bis zum Ablauf von Perlicks achtjähriger Wahlzeit im Januar 2019 weiter. Für Ennullat ist das Vertrauensverhältnis zu seinem Vize „unwiederbringlich zerstört“, wie er sagte.

Offenkundiger kann das Zerwürfnis mit dem neuen Chef Swen Ennullat (r) nicht sein

Offenkundiger kann das Zerwürfnis mit dem neuen Chef Swen Ennullat (r.) nicht sein. Im Podium der SVV sitzt das neue Führungsduo des Rathauses weit auseinander, Jörn Perlick (l.) neigt den Kopf, während der neue Bürgermeister spricht. 

Quelle: Frank Pawlowski

Dass eine Zusammenarbeit auf Zeit trotzdem möglich ist, glauben wohl die wenigsten Stadtpolitiker, obwohl dieser Wunsch nach der Abstimmung am Montag vielfach geäußert wurde. Perlick selbst ist krank und war am Dienstag für eine Stellungnahme nicht erreichbar. Sein Chef Swen Ennullat kündigte bereits an, die Stelle nun rasch ausschreiben zu wollen.

Ennullat hat Perlick „geerbt“

Er wird dem Stadtrat dann seinen Wunschkandidaten vorschlagen. So ist es bei dieser Personalie üblich. Perlick war einst auf Vorschlag von Ex-Bürgermeister Lutz Franzke (SPD) vom Stadtrat zum Vize-Bürgermeister gewählt worden. Seine achtjährige Amtszeit hätte eigentlich mit der von Franzke geendet. Doch Perlicks Amtsantritt verzögerte sich damals um gut ein Jahr.

Rassismus-Vorwurf steht noch im Raum

Jetzt könnten ihn nur noch zwei Verfahren vorzeitig zu Fall bringen, deren Ausgang offen ist. Wegen angeblicher rassistischer Äußerungen hatte Ennullat im November gegen Perlick eine Strafanzeige erstattet und beim Kreis ein Disziplinarverfahren erwirkt. Zum Ermittlungsstand gab es am Dienstag weder beim Landkreiskreis noch bei der Staatsanwaltschaft Cottbus eine Auskunft.

Von Frank Pawlowski

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