Menü
Märkische Allgemeine | Ihre Zeitung aus Brandenburg
Anmelden
Dahme-Spreewald Radeln, wandern, Boot fahren
Lokales Dahme-Spreewald Radeln, wandern, Boot fahren
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
14:30 20.05.2016
Anradeln auf dem Dahme-Radweg. Quelle: Tourismusverband Dahme-Seen
Anzeige
Dahmeland-Fläming

Die touristische Anziehungskraft der Region steigt weiter. Dies ergibt sich aus einer Mitteilung des Amtes für Statistik Berlin-Brandenburg. Im März 2016 gab es im Dahme-Seeland 76 000 Übernachtungen, ein Plus von 23,7 Prozent im Vergleich zum Vorjahr.

Juliane Frank, Marketingleiterin des Tourismusverbands Dahme-Seen, beobachtet diesen positiven Trend schon seit etwa zehn Jahren. Die gute Entwicklung sei zunächst auf den Tropical-Islands-Freizeitpark in der Gemeinde Halbe zurückzuführen. „Der Park hat seine Kapazitäten ausgebaut und einen ansteigenden Gästezulauf“, sagt Frank. Der zweite Grund für die anhaltende touristische Attraktivität ist die Gemeinde Schönefeld, erklärt die Marketingleiterin: „Hier sind die Hotelneubauten für den Flughafen gut ausgelastet und werden viel genutzt. Einige Touristen wollen aufgrund der hohen Preise in Berlin nicht unbedingt in der Hauptstadt übernachten und Fluggäste mögen kurze Wege zum Hotel.“

Kinder- und Jugendeinrichtungen sorgen für Gäste-Zuwachs

Ein dritter Faktor, der für stetigen Gäste-Zuspruch in der Region sorgt, ist die Gemeinde Heidesee mit ihren Kinder- und Jugendeinrichtungen: „Die Gemeinde kann genauso viele Übernachtungen wie Schönefeld vorweisen“, sagt Juliane Frank. Hier gibt es unter anderem den Kiez „Hölzerner See“, das Jugendbildungszentrum Blossin und den „Kiez Frauensee“ mit ganzjährigen Programmen und Kinderferienlagern.

Im Dahme-Seeland könne man generell feststellen, dass der Trend zu kurzen Urlauben in der Vor- und Nachsaison geht. „Wir hatten viele Anfragen zu Himmelfahrt und Pfingsten für Übernachtungen in und um Königs Wusterhausen“, sagt Frank. Auch die Schulferien sind immer sehr gut nachgefragt. Die Urlaube werden kürzer, aber auch die Anfragen sind immer kurzfristiger, resümiert sie: „Wenn das Wetter gut ist, entscheiden sich viele noch für einen spontanen Urlaub.“

Radfahrer kommen vor allem in Mai und Juni

Das Dahme-Seenland zieht nicht nur Familien an, auch viele Sport-Interessierte finden dort Ausgleich. Die Monate Mai und Juni sind bei Radfahrern sehr beliebt, da diese nicht unbedingt in den heißen Monaten fahren wollen. Das Wandern findet immer mehr Anhänger, ebenfalls steigert sich die Nachfrage nach Booten, die ohne Führerschein gefahren werden können, weiß Juliane Frank: „Unsere Hausboot- und Floßanbieter sind schon fast für den ganzen Sommer ausgebucht.“

Der Tourismusverband Fläming kann ebenfalls von einer positiven Entwicklung sprechen, auch wenn die Zahlen zunächst anderes vermuten lassen, sagt Daniel Sebastian Menzel, Geschäftsführer des Verbandes. Im März 2016 gab es im Fläming 85500 Übernachtungen und damit eine Steigerung von 1,6 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Die Anzahl der Gäste verringerte sich sogar um 5,3 Prozent.

Region wächst beim sogenannten grauen Markt

Daniel Sebastian Menzel führt das unter anderem auf den Rückgang der Gästebetten um 8,4 Prozent zurück. „Zwar ist das Bettenangebot gesunken, aber nicht analog die Anzahl der Übernachtungen“, sagt er. Des weiteren habe das Tulip Inn in Ludwigsfelde einen Teil des Hotels für Flüchtlinge abgegeben, sodass dadurch ebenfalls Betten aus der Statistik fallen. Insgesamt gab es Gästeeinbußen in Baruth und Dahme, nach den Gründen werde noch geforscht.

Der Geschäftsführer berichtet, dass die Region beim so genannten grauen Markt wachse: Kleinere Unterkünfte unter zehn Betten, die nicht in der Statistik erfasst werden. „Wir sind eine Region, die stark von diesem Markt profitiert, wir haben allein davon 800 Anbieter bei uns gelistet“, sagt er. Dass diese Unterkünfte in der Statistik nicht berücksichtigt werden, bedauert er, denn sie seien vor allem über Pfingsten und Himmelfahrt gut ausgelastet gewesen. „Wir sind eben keine Region, die viele große Hotels vorweisen kann.“

Stadt Jüterbog ist begehrtes Reiseziel im Fläming

Dass der Fläming beliebt ist, zeigt auch das Interesse von potenziellen Besuchern: Gab es 2015 im Schnitt 31 schriftliche Anfragen pro Monat, verdoppelte sich diese Zahl in diesem Jahr schon auf durchschnittlich 67. Abhängig sei die Region vor allem von Tagesbesuchern aus Berlin, Potsdam, Leipzig oder Dresden, die drei Viertel der Touristen ausmachen. Begehrtes Reiseziel ist momentan die Stadt Jüterbog, was mit dem kommenden Reformationsjubiläum zusammenhängt. Auch Radfahren auf der Fläming-Skate sei ein Dauerbrenner.

Von Melanie Höhn

Dahme-Spreewald Ortsgeschichte in Waßmannsdorf - Heimatmuseum im Vierseithof

Karl Mette öffnet zum Waßmannsdorfer Dorfstraßenfest am Wochenende sein privates Heimatmuseum für Besucher. Er dokumentiert nicht nur seit 30 Jahren das Leben der Störche im Ort, sondern hat auch 140 präparierte Tiere und landwirtschaftliche Technik angesammelt.

20.05.2016
Dahme-Spreewald Kinderverbot auf Campingplätzen - Kinder sind willkommen

Der geplante Erwachsenencampingplatz in Oberhavel sorgt auch in der Region Dahmeland-Fläming für angeheizte Diskussionen unter Campern. Die Betreiber sprechen sich gegen die Praxis aus. In der Region hat sich die zweistündige Mittagsruhe als spielfreie Zeit etabliert.

20.05.2016
Dahme-Spreewald Finanzierung einer Photovoltaikanlage - Banken verweigerten Kredit für Solar-Projekt

Rainer Thieme aus Bestensee hat auf seinem Dach eine Photovoltaikanlage. Sie hat ihn samt Speicher rund 27 000 Euro gekostet. Eigentlich wollte er dafür Fördergelder von der Bank für Wiederaufbau (KfW) nutzen, doch Banken lehnten dies ab. Sie wollten ihm lieber ihre eigenen Kredite verkaufen. Rainer Thieme vermutet einen Fehler im System.

20.05.2016
Anzeige