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Dahme-Spreewald Radler müssen Bundesstraßen nutzen
Lokales Dahme-Spreewald Radler müssen Bundesstraßen nutzen
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18:56 20.04.2016
Auch an der B179 in Pätz gibt es keinen ordentlichen Radweg. Quelle: Dietrich von Schell
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Bestensee

Wer in Bestensee nach dem Winter seinen Drahtesel aus dem Keller holt, sollte vorsichtig sein. Denn konnte man im vergangenen Jahr noch auf dem 800 Meter langen Seitenstreifen der Hauptstraße – zwischen Bahnübergang und Königlichem Forsthaus – radeln, ist damit jetzt Schluss. Die Benutzung des Radweges ist verkehrswidrig. Problem ist allerdings, dass dort, wo Seitenstraßen auf die B246 münden, immer noch Markierungen verlaufen. Auch auf Abschnitten des Gehweges und bei der Tankstelle sind die Linien auf dem Asphalt nur provisorisch entfernt worden. Das heißt: Man hat sie bloß mit schwarzer Farbe übermalt – und das auch erst im Dezember. Dabei sollte schon vor einem Jahr im März alles beendet sein.

„Im Januar 2015 hat das Straßenverkehrsamt angeordnet, den Radweg auf dem viel genutzten Seitenstreifen zu entwidmen“, sagt Heidrun Schaaf, Sprecherin der Kreisverwaltung Dahme-Spreewald. „Polizei, Land und Gemeinde waren an der Entscheidung beteiligt.“

Schilder verschwanden, neue Ampeln kamen

Nach einer Kontrolle im April 2015 durch Mitarbeiter des Straßenverkehrsamts verschwanden zunächst die Schilder und am Bahnübergang wurden Ampeln mit Radfahrersymbolen aufgestellt. „Die Markierungen hat man damals nicht entfernt“, so Heidrun Schaaf. „Sicherlich ein Mangel.“ Aber in Kürze soll auch das passieren.

Radler müssen also ab sofort die Fahrbahn der viel befahrenen B246 nutzen. „Fahrräder sind Fahrzeuge und gehören auf die Straße“, lautet das Argument aus der Behörde. Dass sich manche Radfahrer, insbesondere ältere Leute, auf der stark frequentierten Hauptstraße unsicher fühlen, kann Heidrun Schaaf nachvollziehen. „Aber objektiv ist Benutzung der Fahrbahn sicherer“, sagt sie.

Gemeinde Bestensee schlägt Radfahrerstreifen vor

Immerhin hat die Gemeinde bereits den Vorschlag unterbreitet, einen einseitigen Radfahrerstreifen zwischen den Einmündungen Königs Wusterhausener Straße und Paul-Gerhardt-Straße einzurichten. Diese Variante wird derzeit geprüft.

Warum aber wurde der alte Radweg aufgehoben? Den Ausschlag gab die Sanierung der Hauptstraße, die im Dezember 2014 beendet war. „Das Kopfsteinpflaster war dem Asphalt gewichen. Die nunmehr gute Möglichkeit für Radfahrer, die B246 durchgängig zu befahren, war Grund, den Radweg zu entwidmen“, sagt Heidrun Schaaf. Und es gab weitere Gründe: Die Straßenverkehrsbehörde sieht Unfallgefahr. „Fußgänger und Radfahrer mussten sich den Weg teilen, das führte zu Konflikten“, erläutert die Sprecherin der Kreisverwaltung. Der Seitenstreifen sei zu schmal, weil er nicht die vorgeschriebene Breite von 2,50 Meter betrage. „Außerdem können Leute, die ihre Grundstücke verlassen, mit schnellen Radlern zusammenstoßen.“

B179 ist für einen Radweg zu schmal

Brenzlig ist die Situation auch auf der B179 in Pätz, zwischen Kreisel und Ortsausgang. Dort sind häufig Flüchtlinge aus der nahegelegenen Unterbringung mit ihren Rädern unterwegs. „Aber für einen Radweg ist die Strecke zu schmal“, sagt Bürgermeister Klaus-Dieter Quasdorf (parteilos). Man müsste Bäume fällen und Grundstücke verschieben. Dem Straßenverkehrsamt sind keine Planungen für diesen Abschnitt bekannt.

Von Dietrich von Schell

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