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Dahme-Spreewald Radsport in und um Mittenwalde
Lokales Dahme-Spreewald Radsport in und um Mittenwalde
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00:18 20.05.2017
Ein Plausch über alte Zeiten: Willi Fuchs (l.) und Raimund Dinter. Quelle: Gerlinde Irmscher
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Mittenwalde

Die Stadt Mittenwalde hat nicht nur eine große geschichtliche Tradition, auch der Radsport hat vor den Toren der Stadt nicht Halt gemacht. Paul Dinter etwa begann seine Radsportlaufbahn einst in Mittenwalde. All das können Besucher jetzt im Weinhaus Peter Hundrieser in der Yorkstraße 45 erfahren. Die Ausstellung „Hurra der Radsport lebt – Auf den Spuren von Paule Dinter und Co“ gibt Auskunft über den Radsport in der Stadt Mittenwalde und Umgebung.

Die Idee zu der Ausstellung hatte ursprünglich Helga Betzin, die ihre Kindheit in Mittenwalde verbracht hatte und sich noch gut an die Radsportaktivitäten von damals erinnert. „Es wäre doch schön, wenn man einmal zeigen könnte, was in Mittenwalde in Sachen Radsport so alles passiert ist“, sagte sie. Als Ausstellungsort könne sie ihre Galerie im Landhaus Hinninger in der Yorkstraße 54 zur Verfügung stellen. Sie traf mit ihrem Vorschlag auf offene Ohren. An Radfahrenthusiasten mangelt es nicht in der Region, die gerne Geschichten um ihren Sport erzählen. Da sind der Vereinsvorsitzender des Radsportvereines (RSV) 93 Königs Wusterhausen, Raimund Dinter, Michael Blessin vom Radteam SG Südstern Senzig, Hans Zippan vom RSV 93 und der Mittenwalder Roland Fiebig. Alle saßen oder sitzen im Rennsattel. An ihre Seite kam Werner Ruttkus. Auch der Sportjournalist war in seiner Jugend aktiv als Radrennfahrer unterwegs. In mühseliger Kleinarbeit hat er all die Fotos und Informationen auf die Schautafeln gebracht.

Zwischen Historie und aktuellem Geschehen

Doch nachdem das Organisationsteam mit der Zusammenstellung der Ausstellung begonnen hatte, stelle sich bald heraus, das der Umfang an Informationen groß ist und damit der Platz im Landhaus Hinninger nicht ausreichen würde. So kam Peter Hundrieser mit seinem Weinhaus ins Spiel.

Geht es im ersten Ausstellungsraum vor allem um die Historie des Radsportes, sowohl der Vereine und auch „Könner“ der Region wie Paul Dinter, Frank Augustin oder Willi Fuchs, kann man im zweiten Raum in die jüngere Geschichte des Radsportes in der Region einsteigen. Nicht nur die „Rennfahrer“ sind präsent, auch die Kunstradfahrer und Radballer vom SV Märkisch Buchholz haben einen Platz. Trikots, Schleifen und Räder vervollständigen die Ausstellung. Und wer noch einmal sehen möchte, in welchen Trikots die DDR-Friedensfahrtmannschaft 1953 zum Sieg gefahren ist, kann auch das tun. Das blaue Trikot von Kapitän Paul Dinter und dazu auch sein Original Friedensfahrt-Rennrad sind in der Ausstellung zu sehen.

Altstadtrennen soll Tradition werden

Der erste Radsportverein wurde 1895 unter dem Namen „Mittenwalder Radsportverein“ in der Stadt gegründet. Nur drei Jahre später kam der „Radler Club“ hinzu. Er existierte über Jahrzehnte und dort begann die Laufbahn des Straßenfahrers Paul Dinter. Als Aktiver schrieb er Radsportgeschichte. Später kümmerte er sich um den Nachwuchs. Sohn Raimund Dinter und Michael Blessin erinnern sich noch genau, wie sie das ABC des Radfahrens von „Paule“ gelernt haben. Auch Willi Fuchs aus Zeuthen denkt gerne an seine aktive Zeit zurück, als er mit ihm unterwegs war. Da kam es auch schon vor, dass man nach der Schicht schnell mal nach Cottbus fuhr. „Waren doch bloß 100 Kilometer“, sagt der inzwischen 82-Jährige. In Mittenwalde gibt es heute keinen Radsportverein mehr. Allerdings seit 2016 wieder eine Radsportveranstaltung – das Altstadtrennen. Die Organisation liegt in den Händen von Torsten Bartel und Roland Fiebig vom RSV Blankenfelde. Termin in diesem Jahr ist der 16. Juli. „Es wäre schön, wenn dieses Rennen wieder zu einer Tradition wird“, wünscht sich Roland Fiebig.

Die Ausstellung ist vom 21. Mai bis Ende August im Weinhaus Mittenwalde, Yorkstraße 45, immer freitags von 16 bis 19 Uhr sowie samstag von 10 bis 14 Uhr geöffnet.

Von Gerlinde Irmscher

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