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Radwegbrücke ist erstmal nicht zu retten

Niederlehme Radwegbrücke ist erstmal nicht zu retten

Bereits seit gut zwei Wochen ist die Dahme-Radwegbrücke zwischen Wildau und Niederlehme (Dahme-Spreewald) gesperrt. Bei einer Routinekontrolle waren gravierende Mängel im Tragwerk festgestellt worden. Weil die Brücke einsturzgefährdet ist, war kurzzeitig auch der Schiffsverkehr betroffen. Eine schnelle Lösung ist nicht in Sicht.

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Ungetüm auf der Dahme: Ein provisorisches Traggerüst aus Schiffscontainern sichert die Radwegbrücke vor dem Einstürzen.

Quelle: Josefine Sack

Niederlehme/Wildau. Es steht nicht gut um die Fußgänger- und Radwegbrücke zwischen Wildau und Niederlehme. Wegen akuter Einsturzgefahr ist die vor allem von Schülern viel genutzte Querung über die Dahme in Höhe des Niederlehmer Wasserturms seit nunmehr fast zwei Wochen gesperrt.

Untersuchungen von Tragwerksexperten haben nun ergeben, dass die Brücke in eingehängtem Zustand vor Ort nicht repariert werden kann. Aktuell wird die Brücke von einem sogenannten Ponton gestützt. Es handelt sich dabei um einen verankerten Schwimmkörper, auf den Fachleute zwei Schiffscontainer montiert haben. Normalerweise kommen Pontons zum Bau von Brücken zum Einsatz. Auf der Dahme fungieren die Container als Traggerüst, auf dem die schadhafte Brücke aufliegt.

Radfahrer müssen bis auf Weiteres auf die Straße ausweichen

Radfahrer müssen bis auf Weiteres auf die Straße ausweichen.

Quelle: Josefine Sack

Hintergrund für die provisorische Pontonlösung ist der Schiffsverkehr auf der Dahme. Weil die Brücke einzustürzen drohte, ließen die zuständigen Behörden in der vergangenen Woche auch die Bundeswasserstraße kurzfristig für den Schiffsverkehr sperren. Circa 30 Tonnen wiegt die Dahme-Radwegbrücke. Ein Viertel des Gewichts trägt die behelfsmäßige Containerlösung. Dank des Pontons dürfen Schiffe die Brücke wieder passieren.

Für Fußgänger und Radfahrer ist bislang keine schnelle Lösung in Sicht. In der Stadtverwaltung wird aktuell der Abbau des Brückenkörpers vorbereitet. Dies bestätigte der zuständige Sachgebietleiter Tiefbau, Peter Wachholz, der MAZ. Ein auf Brücken spezialisiertes Ingenieurbüro aus Berlin berechnet nun, welche Technik für den Abbau benötigt wird. Weil es entlang der Dahme keine Stellmöglichkeit für einen Kran an Land gibt, soll die Brücke vom Wasser aus demontiert werden. Laut Peter Wachholz könnten dabei hydraulische Pressen zum Einsatz kommen, mit deren Hilfe der circa sechs Meter hohe Brückenkörper vom Wasser aus angehoben, gedreht und anschließend zum wenige Meter entfernten Hafen transportiert wird. Dort soll die Brücke von Experten genauer untersucht werden. Der Abbau der Holzbrücke ist innerhalb der kommenden zwei Wochen geplant.

Festgestellt wurden die Tragwerksschäden bei einer Routinekontrolle. Betroffen ist einer der Hauptträger der Brücke. Welche Kosten angesichts der komplizierten Reparatur auf die Städte Königs Wusterhausen und Wildau, denen die Brücke zu gleichen Teilen gehört, zukommen, lässt sich bislang nicht abschätzen.

Von Josefine Sack

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