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Rätsel um fehlendes Protokoll

Umstrittene Baumfällungen Rätsel um fehlendes Protokoll

Der Streit um die Baumfällungen an der L401, der Seestraße, in Zeuthen, geht weiter. Nun hat sich herausgestellt, dass das Protokoll über die Baumschau, nach der die Bäume gefällt wurden, noch nicht vorlag, als die Fällungen passierten.

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In der Seestraße wurden Bäume gefällt.

Quelle: Andrea Müller

Zeuthen. Der Ausbau der Landesstraße 401 in Zeuthen – das ist die Seestraße – ist am Dienstag wieder Thema im Ortsentwicklungsausschuss. Er tagt um 19 Uhr im Rathaussaal in der Schillerstraße 1. Dann soll eine Stellungnahme zum Erhalt des Alleecharakters abgegeben werden. Unterm Strich geht es darum, ob im Zuge des Straßenausbaus sämtliche Alleebäume gefällt oder erhalten werden sollen.

In Brandenburg stehen Alleen unter dem Schutz des Gesetzes. Doch am 6. Oktober wurden bereits drei Bäume aus der Allee entfernt. Dies, obwohl der Unteren Naturschutzbehörde des Landkreises (UNB) noch gar kein Protokoll der zuvor stattgefundenen Baumschau vorlag. Dies hätte sie aber unterschreiben müssen, um dem Landesbetrieb für Straßenwesen in Wünsdorf das Einvernehmen mit der Fällung zu signalisieren. Schriftlich lag das erst am 26. Oktober vor. Da waren die Bäume schon längst gefällt.

Trotz mehrmaliger Nachfrage konnte der Landkreis bisher dazu keine Stellungnahme abgeben. Kreissprecherin Heidrun Schaaf betonte aber, dass die Baumschau auf jeden Fall statt gefunden habe und mündliches Einvernehmen über die Fällung der drei Bäume bestanden habe. Bei zweien sei ein Baumzwiesel festgestellt worden. Dabei spaltet sich der Hauptstrang in zwei Äste; einer drohte, auf die Straße zu stürzen. Es sei also um die Verkehrssicherheit gegangen, sagen sowohl der Landesbetrieb für Straßenwesen als auch der Landkreis.

Für Jonas Reif (Grüne) aus der Gemeindevertretung von Zeuthen ist die Vorgehensweise mehr als zweifelhaft. „Es wäre bei der Baumschau leicht mit einem Handy zu dokumentieren gewesen, dass die beiden Bäume einen Zwiesel haben“, sagte er. Doch nichts dergleichen sei geschehen. Zudem sei bedenklich, dass der Landesbetrieb sowohl den Ausbau vornimmt als auch für Verkehrssicherheit der Bäume sorge. Es gebe niemanden, der sein Handeln hinsichtlich der Natur kontrolliere. Die UNB könnte dies tun, mache es aber nicht. Von 246 Alleebäumen in der Seestraße fehlen jetzt drei. Auch dies könne ein Argument sein, die Allee zu beseitigen, da sie jetzt ja nicht mehr vollständig sei.

Von Andrea Müller

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