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Dahme-Spreewald Wespen im Anflug
Lokales Dahme-Spreewald Wespen im Anflug
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10:59 14.08.2014

Sommer, Sonne, Wespengebrumme. Der August ist die Hochsaison der geflügelten Belagerer von süßen Getränken und Leckereien. Das hat einen einfachen Grund: „Da mit dem Nestbau nach der Überwinterung in der Regel durch eine Königin Ende April begonnen wird, können erst im Hochsommer große Nester mit vielen Wespen vorhanden sein“, erläutert Heinz-Georg Heidenreich vom Umweltamt des Landkreises Dahme-Spreewald. Und die schwärmen dann aus zur Nahrungssuche.

Wespen ernähren sich von Fleisch

Wespen ernähren sich auf fleischlicher Basis. Für den Nachwuchs erbeuten die Hautflügler beispielsweise Blattläuse. „Dass Wespen auch Schadinsekten fressen, muss man wissen. Die erwachsenen Tiere brauchen aber auch Süßes, um Energie zu tanken. Das ist sozusagen ihr Flugbenzin“, präzisiert Holger Ackermann, Ansprechpartner vom Hymenoptera-Dienst. Er wird in den Landkreisen Dahme-Spreewald und Oder-Spree bei Notfällen mit den Insekten tätig. Die deutsche und die gemeine Wespe, die häufigsten Arten in Deutschland, entern im Sommer mit Vorliebe die Kaffeetafeln. „Alle anderen Arten haben ein anderes Verhaltensmuster“, weiß der Fachmann. Zum Beispiel beginnt der Nestbau zu einer anderen Zeit oder sie sind nicht so aggressiv. In ganz Brandenburg gibt es zum Beispiel drei Feldwespenarten, 40 Lehmwespenarten und die Echten Wespen, zu denen unter anderem die gestreiften Leckermäuler, aber auch große Exemplare wie Hornissen gehören.

Letztere sind übrigens geschützt. Während Grundstücksbesitzer Nester der Deutschen oder der Gemeinen Wespe von einem Fachmann oder einem Schädlingsbekämpfer entfernen lassen dürfen, ist für Hornissen eine artenschutzrechtliche Ausnahmegenehmigung von der Unteren Naturschutzbehörde erforderlich. „Da die Wespen bei ihrer Beseitigung nicht leiden dürfen, sollte eine Bekämpfung stets durch eine Fachkraft mit geeigneten Mitteln erfolgen“, berichtet Heinz-Georg Heidenreich.

Verstärktes Abwehrverhalten mit dem Stachel

Um den Sommer ohne schmerzende Wespenstiche zu überstehen, gibt Wespen-Experte Holger Ackermann verschiedene Tipps: „Das eigene Verhalten ist ganz wichtig. Hastige Bewegungen provozieren die Tiere.“ Vor allem, weil deren Augen verhältnismäßig schlecht sind und sie daher die Bewegungen weniger gut wahrnehmen können. Der Stachel werde deshalb als Abwehrmaßnahme eingesetzt, wenn sie sich durch schlagende Hände bedroht fühlen.

Auch in unmittelbarer Nestumgebung zeigen die Insekten ein verstärktes Abwehrverhalten. Wer im Garten einen ungestörten Nachmittag mit Kaffee und Kuchen verbringen möchte, dem rät Ackermann: Einfach mittags in ungefähr 30 Meter Entfernung ein Schälchen mit Marmelade als Abwehrfütterung hinstellen. Dies sollte aber nicht zu häufig erfolgen. Denn dann wird die gegenteilige Wirkung erzielt: Die Wespen gewöhnen sich an diese Futterstelle und das Nest vergrößert sich aufgrund der guten Nahrungsbedingungen.

Übrigens wird in der Region Dahmeland-Fläming nicht von amtlicher Seite erfasst, ob in diesem Jahr ein besonders starkes Wespenvorkommen auftritt oder wie viele allergisch reagierende Menschen wegen Stichen behandelt werden mussten. Nach der vorsichtigen Einschätzung von Holger Ackermann handelt es sich aber wohl eher um ein durchschnittliches Wespenjahr.

Von Aileen Hohnstein

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