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Rathaus Bestensee: So teuer kann es werden

Probleme nehmen zu Rathaus Bestensee: So teuer kann es werden

Der Ausschuss Rathausneubau in Bestensee tagte Dienstag vor allem hinter geschlossener Tür. Die Probleme um den Neubau werden indes immer größer. Der Landkreis stellte nun fest, dass die erteilte Baugenehmigung für ein Seniorenheim nicht für das Rathaus angewandt werden darf. Zudem liegen der MAZ Zahlen vor, wie teuer es wirklich werden kann.

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Rund wie das Seniorenheim soll das Rathaus werden. Wegen der Kosten könnte Bestensee doch auf die eckige Variante zurückkommen.

Quelle: Andrea Müller

Bestensee. Die Tagesordnung für die Zusammenkunft des zeitweiligen Ausschusses „Rathausneubau“ in Bestensee am Dienstag sah für den öffentlichen Teil mager aus. Erst im nichtöffentlichen Teil ging es zur Sache. Laut Tagesordnung gab es Gespräche mit der Berliner Stadtmission.

Bürgermeister Klaus-Dieter Quasdorf (parteilos) will sich dazu nicht äußern und verweist darauf, dass hinter verschlossenen Türen verhandelt worden ist. Ausschussvorsitzender Thomas Irmer (Fraktion Linke/SPD) war für eine Stellungnahme nicht zu erreichen.

Offensichtlich werden die Probleme um den Rathausbau nicht kleiner. Der Landkreis Dahme-Spreewald nämlich kann die schon vorhandene Baugenehmigung – sie war ursprünglich für ein von der Berliner Stadtmission vorgesehenes Seniorenheim erteilt worden – auf den nun am selben Ort angestrebten Rathausneubau nicht übertragen. Heidrun Schaaf, Pressesprecherin des Kreises: „Die Baugenehmigung für das Seniorenzentrum kann nicht als Grundlage für den geplanten Rathausbau dienen.“ Auch eine „Änderungsanzeige“ beziehungsweise ein Nachtrag zur vorliegenden Baugenehmigung würde nicht ausreichen. Das neue Bauvorhaben bedürfe einer neuen Baugenehmigung mit genauer Beschreibung der Nutzung. „Es ist davon auszugehen, dass sich mit der neuen Nutzungsabsicht auch das Innere des Gebäudes komplett verändern wird“, so Schaaf. Von dem bereits genehmigten Seniorenheim werde wahrscheinlich nur noch die äußere Form bestehen bleiben. „Fazit: Der Bau des neuen Rathauses ist nur auf der Basis eines eigenständigen, auf die neue vorgesehene Nutzung zugeschnittenen, geprüften und genehmigten Bauantrages möglich“, so Schaaf.

Den soll nun die Berliner Stadtmission erbringen. „Es macht keinen Sinn, wenn sich ein anderer erst wieder neu in die Problematik einarbeiten muss“, meint Bestensees Bürgermeister. Hierzu aber müsste zuerst entschieden werden, wie nun genau gebaut werden soll. Ein Rathaus mit Wohnungen? Nur das Rathaus? Das Rathaus mit Wohnungen und Heimatmuseum? Soll auch ein neuer Dorfkern entstehen? Entscheidend für die Beantwortung dieser Fragen dürften die Zahlen sein, die Auskunft darüber geben, was welche Version kosten wird. Zudem müsste die Frage beantwortet werden, ob nur das Grundstück für das Rathaus oder die insgesamt etwa ein Hektar große Fläche von der Stadtmission für einen Rathausneubau mit neuer Dorfmitte gekauft werden soll.

Berliner Stadtmission wie Bestenseer Verwaltung machen um die Rechenbeispiele ein großes Geheimnis. Dennoch liegen sie der MAZ vor. Im Endeffekt könnte es nämlich passieren, dass die Umsetzung der jetzigen Pläne genauso viel kosten wird, wie der ursprünglich geplante eckige Rathausbau, der von der Gemeindevertretung abgelehnt worden war, die die runde Variante favorisierte und beschloss (MAZ berichtete).

Wenn Bestensee nur das Rathaus baute, müsste die Gemeinde 3,98 Millionen Euro dafür ausgeben. Die darüber hinaus geplanten Wohnungen würden noch einmal eine knappe Million Euro kosten. Das ebenfalls gewollte Heimatmuseum würde 544 000 Euro verschlingen. Gesamt sind das rund 4,5 Millionen Euro. Nun käme darauf noch einmal der Grund und Boden. Mehr als eine Million Euro soll der Kosten. In dem Zusammenhang muss man wissen, dass die Gemeinde das kleinere der beiden jetzt zur Debatte stehenden Grundstücke vor Jahren für nur 360 000 Euro an die Berliner Stadtmission verkauft hatte. Ein Minusgeschäft wie es im Buche steht. Summa Summarum wäre man so bei schon mehr als 5,5 Millionen Euro. Auf knapp 7 Millionen Euro kommt man, wenn auch der Ausbau des Dachgeschosses umgesetzt würde.

Von Andrea Müller

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