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Rathaus-Pläne sollen Prüfung standhalten

Bestensee Rathaus-Pläne sollen Prüfung standhalten

Der Rathaus-Neubau hält Bestensee in Atem. Bürgermeister Quasdorf (parteilos) will nun doch eine Wirtschaftlichkeitsprüfung durchführen lassen. Zwar hatte dies der Gemeinderat abgelehnt, dennoch will der Rathaus-Chef seiner Pflicht nachkommen. Es gehe nicht darum, was sich eine Gemeinde leisten kann, sondern wie verantwortlich sie mit den Finanzen umgeht.

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Bürgermeister Klaus-Dieter Quasdorf (parteilos).

Quelle: Andrea Müller

Bestensee. Der Rathaus-Neubau beschäftigt Bestensee auch während der Sommerpause. Die Gemeindevertretung hatte Bürgermeister Klaus-Dieter Quasdorf (parteilos) vor ihrem Beginn beauftragt zu prüfen, ob sich die Gemeinde ein neues Rathaus für sechs Millionen Euro, einen Schulerweiterungsbau für drei Millionen Euro und den Umbau des Schrobsdorffhauses im Ortsteil Pätz zum Bürgertreff für 120 000 Euro leisten kann.

Den Bürgermeister wundert dieser Auftrag. „Geht es darum, wie viel Geld eine Gemeinde ausgeben kann oder darum, wie verantwortlich die Gemeinde mit ihren Finanzen umgeht?“, fragte Quasdorf auf Anfrage der MAZ. Ihm ist vor allem der Umgang mit dem Thema Rathaus rätselhaft. Mehrmals hatte das Gemeinde-Oberhaupt Beschlüsse der Gemeindevertretung beanstandet, weil die Kosten ins Uferlose ausarteten und noch nicht einmal abzusehen war, wie teuer der Bau wirklich wird. Zwar hatte die Gemeinde im Jahr 2015 beschlossen, ein neues Rathaus an der Hauptstraße auf 6335 Quadratmetern zu bauen. Jedoch habe man damals, so meint der Bürgermeister heute, praktisch die Katze im Sack gekauft. „Bauzeichnungen und ein Kostenplan über rund sechs Millionen Euro lagen der Verwaltung erst im Mai vor“, analysiert Quasdorf.

Wirtschaftlichkeitsprüfung nach Leitfaden des Landes

Lange ging der Streit in Sachen Rathaus um den Standort. Dann debattierte man über rund oder eckig, stritt um einen Bau mit oder ohne Wohnungen, mit oder ohne Museum. „Genau genommen wissen wir immer noch nicht, welche Zahl unterm Strich stehen wird“, sagt Quasdorf. Deswegen will er nun doch eine Wirtschaftlichkeitsprüfung vornehmen lassen – und zwar eine nach dem Leitfaden des Landes Brandenburg für wirtschaftliche Betrachtungen unter doppischen Gesichtspunkten. Seiner Meinung nach beziehen sich die Forderungen nach einem Vergleich der Wirtschaftlichkeit wie er vom Sonderausschuss Rathaus gefordert wird, ausschließlich auf die Erwerbs-, Planungs- und Baukosten.

Vor der Sommerpause hatte Quasdorf seine Gemeindevertretung (GVV) gefragt, ob sie einer Wirtschaftlichkeitsprüfung nach dem genannten Leitfaden zustimmen. Der Bürgermeister bekam ein „Nein“, will nun aber nicht locker lassen. „Genau genommen ist das Geschäft der laufenden Verwaltung. Ich hätte die GVV gar nicht fragen brauchen“, sagt er heute. Es gehe doch nicht darum zu klären, ob Bestensee sich ein teueres Objekt leisten kann, sondern um die Klärung der Frage, ob es eine kostengünstigere Variante gibt. Quasdorf will das nun doch prüfen lassen – extern. Damit will er auf Nummer Sicher gehen. „Keiner soll mir vorwerfen können, dass wir Geld aus dem Fenster werfen“, sagt der Bürgermeister.

Dies auch vor dem Hintergrund der anderen Pläne in der Gemeinde wie Schulerweiterung und Schrobsdorffhaus. Aber es warten noch weit mehr Aufgaben: Die Feuerwehr muss umgestaltet werden und der Sportplatz von Grün/Weiß Bestensee braucht dringend Modernisierungen.

Von Andrea Müller

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