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Dahme-Spreewald Reger Austausch am MAZ-Stammtisch
Lokales Dahme-Spreewald Reger Austausch am MAZ-Stammtisch
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00:19 18.06.2017
Die Besucher des MAZ-Stammtisches bei „Hoenckes“ am Kirchplatz beteiligten sich sehr rege an der Diskussion. Quelle: Gerlinde Irmscher
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Königs Wusterhausen

Die Runde war klein, aber sehr gesprächig. Beim MAZ-Stammtisch im Lokal Hoenckes Altes Wirtshaus am Kirchplatz in Königs Wusterhausen wurde Mittwochvormittag angeregt über die Stadt diskutiert. Bürgermeister Lutz Franzke (SPD) hatte viele Fragen zu beantworten, nahm etliche Hinweise ins Rathaus mit – und bekam am Ende für Königs Wusterhausen noch ein ganz großes Kompliment.

Die Problemzonen der Stadt

Doch zuvor ging es erst einmal um die Problemzonen. Sie hatten sich schon bei einer MAZ-Umfrage abgezeichnet, allen voran ein besserer Nahverkehr. Lutz Franzke ging gleich darauf ein, sprach sich für die Verdichtung der Stadtlinie und der Busverbindungen in die Ortsteile aus. „Wir würden das sogar alleine bezahlen.“ Bei der Busgesellschaft RVS sei der Bedarf schon angemeldet worden. Franzke ist sicher, dass sich etwas ändert wird. Doch es gibt derzeit ein unerwartetes Problem: die RVS könne zwar mehr Busse einsetzen, habe aber nicht genügend Fahrer dafür.

Bürgermeister Lutz Franzke (SPD) beantwortete viele Fragen der Besucher. Quelle: Gerlinde Irmscher

Stadt will Autoflut eindämmen

Mit mehr Parkmöglichkeiten und stärkeren Takten bei Regionalbahn und S-Bahn soll außerdem die Autoflut eingedämmt werden. 300 000 Euro sind allein für den ruhenden Verkehr im Stadthaushalt eingeplant. Am Zeesener Bahnhof entsteht ein weiterer Pendlerparkplatz. Mit Heidessee, Bestensee, Schönefeld laufen Gespräche. „Es ist viel zu viel Verkehr in der Stadt“, so der Bürgermeister. Außerdem will Königs Wusterhausen bei der Elektromobilität vorpreschen. Bei der Schaffung von verkehrsberuhigten Zonen in den Ortsteilen sei die Stadt bisher machtlos. „Das ist mit dem Landkreis nicht verhandelbar.“

Spekulationsobjekte verschandeln das Stadtbild

Offene Worte fand Franzke, als es um die verwahrlosten Bauruinen in der Kernstadt oder auch in Zeesen ging, die sich in Privatbesitz befinden. Horst Kalz sprach das an und wollte wissen, was die Stadt dagegen tun kann. Nichts, solange keine Gefahr in Verzug sei, wie Franzke zugab. „Oftmals sind das Spekulationsobjekte. Ich bin sehr dafür, dass öffentlich anzuprangern“, sagte der Bürgermeister. Ein Lichtblick immerhin: Auf dem verfallen Eckgrundstück an der Wiesenstraße könnte im Sommer der Umbau beginnen. Deutlich wurde er ebenso bei der Einwohnerentwicklung. „Wir werden das Wachstum begrenzen, erreichen allmählich die Schmerzgrenze. Mehr als 40 000 Einwohner sollten es nicht sein.“

Jeder sollte auf Ordnung achten

Zur Einhaltung von Ordnung und Sauberkeit, ebenfalls oft genannt in der MAZ-Umfrage und in der Runde von Wolfgang Tipolt angesprochen, verwies Franzke neben nötigen Kontrollen durch das Ordnungsamt auf die eigene Verantwortung der Einwohner. „Manchmal würde ich mir mehr Aufmerksamkeit wünschen.“

KW braucht statistisch keine Ärzte mehr

Annette Kaiser wollte wissen, wie die ärztliche Versorgung verbessert werden kann. „Sobald man älter wird, ist es mühsam.“ Laut Franzke bekommen Haus- und Fachärzte teilweise keine Zulassung, weil die Stadt statistisch überversorgt sei. „Das mag im Durchschnitt stimmen, nicht konkret.“ Er sprach sich dafür aus, die letzten wenigen städtischen Grundstücke für die Grundversorgung der Bürger vorzuhalten.

Senioren wollen in Neue Mühle Sport treiben

In Neue Mühle will die Stadt prüfen, ob ein Raum in einer ASB-Wohnanlage für den Seniorensport gemietet werden kann. Margrit Günther wies auf das fehlende Angebot hin, sie sprach zugleich das Chaos bei den aktuellen Straßenbauarbeiten an. Für das Strandbad Neue Mühle gibt es laut Franzke Überlegungen zum Bau eines Gebäudes, das „multifunktional“ genutzt werden könne, wie er sagte. Das sei aber noch nicht in der mittelfristigen Planung vorgesehen.

Wunsch nach attraktiver Bahnhofstraße

Christel Heinitz wünschte sich ein attraktiveres Erscheinungsbild der Bahnhofstraße. Franzke stimmte zu: „Die Verweilqualität ist noch nicht gut.“ Im kommenden Jahr sollen Stadtmöbel und Pflanzen den Brunnenplatz gemütlicher machen. Aber weitere Bürgerideen seien willkommen. „Am Geld soll es nicht scheitern.“

Ein dickes Kompliment für die Stadt

Dann gab es das dicke Kompliment für Königs Wusterhausen, bei dem der Bürgermeister strahlte. Richard Vogel, der seit drei Jahren in Zernsdorf wohnt, sagte: „Als Neubürger muss ich sagen, dass es hier ganz toll ist! Es muss nicht alles glänzen und herausgeputzt sein. Wer hier herkommt, will naturnah leben." Lob gab es auch für den MAZ-Stammtisch. Die Besucher fanden die Idee gut, wünschten sich, dass er fortgesetzt wird.

Von Frank Pawlowski

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