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Dahme-Spreewald Reise ins Land der Phantasie
Lokales Dahme-Spreewald Reise ins Land der Phantasie
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08:40 21.11.2016
Märchenerzählerin Karin Elias nahm die Kinder auf eine Reise in das Reich der Fantasie mit. Buchhändlerin Carmen Kiewall (l.) dankte ihr. Quelle: Uta Schmidt
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Königs Wusterhausen

„Märchen sind Nahrung für die Seele“, sagt Karin Elias. Deshalb sind die Märchenstunden der beliebten Erzählerin aus Berlin jeweils in der Vorweihnachtszeit seit mehr als 20 Jahren eine feste Tradition im Kulturkalender der Stadt Königs Wusterhausen und schon Wochen zuvor ausverkauft. „Die 30 Plätze waren auch diesmal schnell vergeben. Es gibt schon ja schon ein festes Stammpublikum, das sich die Veranstaltung nicht mehr entgehen lassen möchte“, sagte Buchhändlerin Carmen Kiewall, die mit ihren Kolleginnen die Buchhandlung Radwer in der Bahnhofstraße in eine märchenhafte Kulisse verwandelt hatte.

Am Samstagnachmittag griff Karin Elias wieder in ihren großen Märchenschatz von mehreren hundert Märchen aus dem In- und Ausland und nahm die Zuhörer mit auf eine Reise in das Land der Phantasie. Mit vielerlei Utensilien wie Schlüssel, Klangschale und Zither zauberte sie zunächst das akustische Flair, um vor allem bei den Jüngsten Ohren und Herzen öffnen zu können. Damit erreichte sie sofort die Aufmerksamkeit auch der kleinsten Zappler. Sie wandte sich mit ihrer Auswahl von fünf Märchen nicht nur an die Mädchen, sondern nahm auch die Jungs in der Runde auf der Reise mit, die von mutigen Prinzen, Rittern und Indianern zu hören bekamen. „Ich richte mich immer auf mein Publikum ein, achte auf das Alter und die Zusammensetzung. Deshalb ist jede Erzählstunde anders“, verriet die routinierte Erzählerin ihr Konzept. Bereits in den 80er Jahren habe sie als Lehrerin eine Ausbildung zur Volksmärchenerzählerin absolviert. Besonders beliebt, auch bei Erwachsenen, seien immer wieder die Märchen der Gebrüder Grimm.

Mit „Klein-Mette“ in die Welt der Indianer

Und die durften auch bei der Märchenstunde am Samstagnachmittag nicht fehlen. Elias eröffnete ihre Märchenstunde mit dem „Fundevogel“. Immer wieder ermunterte sie die Steppkes, den wiederkehrenden Spruch „Fundevogel, verlässt du mich nicht, dann verlasse ich dich nicht“ mitzusprechen. Es gab ebenso eine Begegnung mit dem schwedischen Märchen „Hirtin Klein-Mette“, einem Märchen aus der Welt der Indianer, die zu unerschrockenen Bärenjägern werden wollten sowie mit einem Märchen aus Japan, in dem es um die Bewahrung der Natur und die Macht der Bäume ging.

„Das Märchen aus Japan hat mir am besten gefallen, ich mag auch Bäume“, schwärmte die achtjährige Kira aus Bestensee. „Ich finde es toll, dass die Märchen nicht vorgelesen, sondern frei erzählt werden“, sagte Nadine Dillinger, die mit den Kindern Malou und Louis die Märchennachmittage nicht mehr missen möchte.

Von Uta Schmidt

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