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Reiseregionen weiter im Aufwind

Tourismus Reiseregionen weiter im Aufwind

Die Touristiker der Reiseregionen Fläming und Dahme-Seen blicken optimistisch in die Zukunft. Die Übernachtungszahlen steigen, die der Tagestouristen werden zwar nicht erfasst, aber aller Erfahrung geht es auch dort aufwärts. Luft nach oben gibt es aber noch – sowohl bei der Vermarktung als auch bei den Angeboten.

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Schießen an den Dahme-Seen wie Pilze aus dem Boden: Hausboot-Vermietungen.

Quelle: Bernd Gartenschläger

Dahmeland-Fläming. Es wird noch ein paar Tage dauern, bis die offiziellen Zahlen für das vergangene Touristikjahr vorliegen, die Statistiker des Landes sind nicht so schnell. Aber bei den Tourismusverbänden der Region besteht kein Zweifel, dass sich die Bilanzen wieder so lesen werden wie bisher in jedem Jahr: Wachstum, Wachstum, Wachstum.

Schon im November hatten die Reisegebiete Dahme-Seenland und Fläming ihre Vorjahresergebnisse fast erreicht, der Spreewald lag sogar schon drüber. Die Übernachtungen steigen um drei bis acht Prozent, die reinen Gästezahlen ebenfalls. Und das sind nur diejenigen, die erfasst wurden, weil sie in einem Hotel oder einer Unterkunft mit mehr als zehn Betten übernachteten. Brandenburg boomt, das Berliner Umland sowieso. Und auch das Gastrogewerbe scheint zu florieren – trotz Mindestlohn arbeiten dort heute deutlich mehr Menschen als vor einem Jahr.

Solche Ergebnisse nehmen den Touristikern den akuten Druck und eröffnen die Möglichkeit, sich entspannt den kommenden Her-ausforderungen zu widmen. Denn Stillstand, da ist man sich in der Branche einig, wäre ein schlechtes Signal.

Sebastian Menzel, Geschäftsführer des Tourismusverbandes Fläming, hat sich gleich mehrere Projekte vorgenommen. Als Geschäftsführer ist er erst seit einem Jahr dabei, aber er hat sofort damit begonnen, den gesamten Verband zu modernisieren. „Wir haben enorm viel angestoßen, die Dinge haben sich gut entwickelt“, sagt er. Aber es sei noch viel mehr drin.

Eines seiner Themen ist die gemeinsame Vermarktung der Anbieter in der Fläming-Region. Dafür hat er jüngst schon ein neues Fläming-Logo vorgestellt, das die Stärken des Gebietes zusammenfassen soll. Weil ein Logo aber natürlich nicht reicht, wird man auf der Internationalen Tourismus-Börse Anfang März auch gezielt auf Reiseveranstalter zugehen und ihnen Vorschläge für Fläming-Pakete unterbreiten.

„Wir wollen, dass unsere Reiseregion erstmals über Veranstalter buchbar wird“, sagt Menzel. Gleichzeitig soll auch noch das Online-Angebot verbessert werden. Dafür führe man gerade Gespräche mit einem Anbieter, der für Zimmervermieter und Gasthäuser sowohl die Vermarktung als auch die Kalender-Pflege übernimmt.

Inhaltlich will sich der Fläming bereits in diesem Jahr auf die Reformations-Feiern einstimmen. Obwohl das große Jubiläum erst 2017 begangen wird, legt der Verband schon für 2016 ein Reiseprogramm vor. „Wir werden ohnehin von der Reformation profitieren, weil die Leute gar nicht alle in der Luther-Stadt Wittenberg bleiben können und wir auch als einzige Reiseregion zwischen Berlin und Wittenberg liegen“, sagt Sebastian Menzel. Dennoch wolle man möglichst früh in die Werbung gehen, um die Aufmerksamkeit auf die eigenen Angebote zu lenken, bevor sich alles auf Wittenberg konzentriere.

Etwas anders sehen die Herausforderungen im benachbarten Reisegebiet Dahme-Seen aus. Dort müssen Marketing-Aktivitäten abgestimmt werden auf die drei großen Übernachtungsmagneten, die ein jeweils völlig unterschiedliches Klientel anziehen. Dazu gehören neben Tropical Islands die Kieze in Heidesee und die Tagungs- und Businesshotels in Schönefeld. Alle drei generieren große Übernachtungszahlen. Dazu kommt dann noch der Wasser- und Fahrradtourismus. Den dar-aus resultierenden Ansprüchen kann die Region mancherorts kaum gerecht werden. „Gerade bei der Zimmervermietung übersteigt die Nachfrage für die Sommermonate das Angebot bei Weitem“, sagt Geschäftsführerin Susanne Thien.

Klagen von Tagesgästen und Reisenden gebe es zuweilen auch über das mangelhafte gastronomische Angebot im ländlichen Raum, sagt Thien. Aber seit zwei bis drei Jahren zeichne sich bei den touristischen Anbietern ein Generationenwechsel ab, der Modernisierung in vielen Bereichen verspricht. „Es drängen neue Anbieter mit modern eingerichteten Unterkünften auf den Markt“, sagt Susanne Thien. Ein frischer Wind, der womöglich auch auf die Gas-tronomie abstrahlt.

Laut Thien ist zudem im vorigen Jahr ein neuer Trend festzustellen gewesen: Hausboote. In den vergangenen zwei Jahren hätten allein fünf Anbieter Hausboote und Flöße ins Programm genommen. In Dolgenbrodt, Zernsdorf oder Zeuthen kann man die schiffbaren Unterkünfte mieten. Seither sieht man immer mehr Menschen in den klobigen Gefährten über die Seen schippern. Eine Art von Aktivtourismus, die der Verband mit Investitionen in die Infrastruktur gerne weiter fördern will. „Denn darauf haben wir deutlich mehr Einfluss als auf Tagungsgäste“, sagt Susanne Thien.

Von Oliver Fischer

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