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Dahme-Spreewald Reitstunde und Kremserfahrt
Lokales Dahme-Spreewald Reitstunde und Kremserfahrt
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00:38 07.08.2015
Besonders begehrt war der Platz auf dem Rücken der Pferde von Karl-Heinz Wolff (l.). Quelle: Uta Schmidt
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Großziethen

Karl-Heinz Wolff aus Großziethen weiß noch ganz genau wie es sich anfühlt, als Flüchtlingskind in fremder Umgebung groß zu werden. 1953, im Alter von neun Jahren, machte sich seine Familie von Großziethen auf den Weg nach West-Berlin. Vater Karl wollte mit Gutshaus und 20 Hektar Land, das der Familie seit 1710 gehört, nicht in die Genossenschaft „Einheit“ eintreten. „Nach dem Aufenthalt im Lager Marienfelde lebten wir ein Jahr lang im Flüchtlingsheim in Stade bei Hamburg. Der Ton in der ehemaligen Kaserne war rau, wir teilten uns mit anderen Familien ein Zimmer. Für uns Kinder gab es keine Möglichkeit zum Spielen oder Toben“, erinnert sich der heute 72-Jährige.

Aufgrund dieser Erfahrungen hatte Wolff die Idee, Kindern aus dem Asylbewerberheim einen unbeschwerten Ferientag zu bescheren. Einmal pro Woche – bis zum Ferienende – möchte der Inhaber des Reiterhofs „Villa Wolff“ Steppkes aus Waßmannsdorf zum Pferdestriegeln, Reiten oder zum Toben auf dem Heuboden einladen. Am Dienstag war es soweit. Aufgeregt erkundeten zehn Gastkinder aus Tschetschenien, der Ukraine, Mazedonien, Serbien und Tschad im Alter zwischen sechs und 13 Jahren Ställe, Scheune und das weitläufige Gelände des Reiterhofs.

Pommes und Eis zum Mittagessen

An der Seite von Wolff sorgten ehrenamtliche Helfer für Abwechslung sowie ein gemeinsames Mittagessen mit viel Pommes und Eis. Mit dabei Teilnehmer der Ferienaktion aus Berlin, die zurzeit auf dem Hof das Reiten und den Umgang mit Pferden erlenen. „Ich freue mich, wenn ich den Kindern etwas beibringen kann“, sagte die 15-jährige Mercedes-Jasmin Klube, die das Striegeln und Satteln der Pferde zeigte. Auch die 12-jährige Melissa Dachrodt half den Kleinsten beim Aufsteigen auf den Pferderücken. „Das ist doch eine interessante Erfahrung für mich“, sagte das Mädchen, das seit einem Jahr auf dem Hof in Großziethen das Reiten lernt.

Ein Höhepunkt für die Kinder war eine Kremserfahrt über den Reiterhof. Der Wagen wurde nicht von Pferden, sondern von einer Erntemaschine gezogen. Gastgeber Wollf wollten zum Blick auf die 18 Pferde in Stall und auf der Weide auch die Landwirtschaftstechnik eines Reiterhofs mit Kutschen und Traktoren zeigen. „Als ich mich 1990 um die Rückübertragung meines Geburtshauses und des Landes bemühte, war mir klar, dass ich hier meinen Traum vom Pferdehof verwirklichen wollte“, erzählte der Jurist und Pädagoge.

Weitere Besuchergruppen bis zum Ferienende

In der Mittagshitze zog es die kleinen Feriengäste zum Toben auf den Heuboden oder zum gemeinsamen Spielen in den Speiseraum. Auffallend war der rücksichtsvolle und tolerante Umgang der Jungen und Mädchen, die sich bemühten, die deutsche Sprache fehlerfrei zu sprechen. „Ich bin erst seit einem Jahr in Deutschland und lerne in der sechsten Klasse in Schönefeld. Ich verstehe noch nicht alles“, sagte Fatima aus Tschetschenien. Die Elfjährige freute sich über die Gelegenheit, einmal wieder reiten zu dürfen.

Gastgeber Karl-Heinz Wolff ist schon auf die nächsten Wünsche der kleinen Waßmannsdorfer eingestellt, die in der kommenden Woche ihren Spaß auf dem Hof haben können. „Dann werden wir die Gruppe etwas kleiner machen. So können wir uns individueller um die Kinder kümmern“, sagte er. Im Übergangswohnheim in Waßmannsdorf leben derzeit 30 Kinder aus acht Nationen.

Von Uta Schmidt

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