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Dahme-Spreewald Renate Pillat verlässt Schönefelds Gemeinderat
Lokales Dahme-Spreewald Renate Pillat verlässt Schönefelds Gemeinderat
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00:17 07.11.2013
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Schönefeld

„Ich habe eine Tätigkeit bei der BADC aufgenommen, die sich um die Entwicklung im Flughafenumfeld kümmert“, begründet sie ihren Schritt. Um Interessenkonflikte zu vermeiden, habe sie den Gemeinderat verlassen. Außerdem sei die zeitliche Belastung gewachsen. Pillat ist auch Kreistagsabgeordnete und Ortsvorsteherin von Waltersdorf. Davon will sie nicht lassen. „Am Ortsbeirat hängt mein Herz. Ich bin nun mal Lokalpatriotin“, sagt sie.

Pillats Sitz im Ortsparlament nimmt die Großziethenerin Eva Kruschel ein. Erst kürzlich hatte Andreas Hochgesang seinen Stuhl geräumt. Für ihn war Rainer Sperling nachgefolgt.

Das Stühlerücken verschiebt das politische Kräfteverhältnis in Schönefeld. Denn die ausgeschiedenen Mitglieder hatten im Laufe der Legislaturperiode ihre Fraktion gewechselt. Hochgesang verabschiedete sich Anfang 2011 von der Bürgerinitiative BIS, für die er gewählt worden war, und schloss sich der CDU an. Zwischen Renate Pillat und der Wählervereinigung „Alle für Eine“ (AfE), für die sie kandidiert hatte, war das Tischtuch zerschnitten, als sie bei der Bürgermeister-Wahl im gleichen Jahr gegen Amtsinhaber Udo Haase in den Ring stieg. Kurz darauf schloss sie sich der neuen Gruppe „Pro Schönefeld“ an.

Da die Nachrücker nun aus den kommunalpolitischen Lagern kommen, denen ihre Vorgänger ursprünglich angehörten, verfügen „Pro Schönefeld“ und CDU über je ein Mitglied weniger, während die AfE eines gewinnt. Noch deutlichere Folgen hat die Berufung Rainer Sperlings. Da es mit ihm wieder zwei BIS-Gemeindevertreter gibt, erlangt die Initiative ihren durch Hochgesangs Abschied verlorenen Fraktionsstatus zurück.

In der Gemeindepolitik dürften die Verschiebungen jedoch kaum nennenswerte Auswirkungen haben, schätzt Gemeinderatsvorsitzender Olaf Damm ein. „Es kommt bei uns nur unwesentlich darauf an, wer an der linken oder rechten Seite des Tisches sitzt“, meint er. „Es zählen Engagement, Fachwissen und Lokalpatriotismus.“ Im Wahljahr 2011, so gibt er zu, habe das anders ausgesehen: „Damals haben uns persönliche Attacken viel Zeit gekostet.“ Jetzt sei jedoch wieder Sachlichkeit eingezogen. Das sieht auch Bürgermeister Haase so. „In den meisten Angelegenheiten ziehen wir alle an einem Strang“, betont er.

Die neue Konstruktivität hat sich bereits in der Ausschussbesetzung niedergeschlagen. Da die AfE im Hauptausschuss der BIS einen Platz überließ, konnte die Gemeindevertretung auf ein kompliziertes Neuordnungsverfahren verzichten.

Von Klaus Bischoff

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