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Rentnerpaar versorgt Newtopia-Tiere

TV-Experiment ist auf externe Hilfe aus Königs Wusterhausen angewiesen Rentnerpaar versorgt Newtopia-Tiere

Die Fans können aufatmen: Kuh „Clyde“ ist wohlauf und wieder glücklich vereint mit Kälbchen „Bonnie“. Doch es fehlt beim TV-Experiment Newtopia an Kandidaten mit mit landwirtschaftlicher Kompetenz. Damit es den Tieren an nichts fehlt, muss Hilfe von außen her. Ein Rentnerehepaar aus Königs Wusterhausen hat die Pflege übernommen.

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Kuh „Clyde“ ist mit Kälbchen „Bonnie“ wieder glücklich vereint.
 

Quelle: Andre Kowalski/SAT.1

Zeesen. Die 15 Newtopia-Kandidaten im Zeesener Wald bei Königs Wusterhausen (Dahme-Spreewald) hatten eigentlich die Aufgabe, eine neue Welt zu erschaffen. Doch in den vergangenen vier Wochen sorgten sie mit Massenauszug, Alkoholmissbrauch und einer krank gewordenen Kuh für negatives Aufsehen. Der Sender beklagte ein neues Quotentief und erntete Kritik vom Deutschen Tierschutzbund. Doch die Kuh „Clyde“ ist wieder wohlauf und damit das auch so bleibt, greift das Ehepaar Ackermann aus Königs Wusterhausen den Kandidaten jetzt unter die Arme.

Der Deutsche Tierschutzbund hatte die Tierhaltung beim TV-Experiment scharf kritisiert. Sicherheitshalber forderte er alle Tiere vom Gelände holen. Laut Sprecherin Anna-Laura Knorpp wurde diese Forderung aber nicht in die Tat umgesetzt. Der Sender reagierte trotzdem und beauftragte ein Ehepaar aus Königs Wusterhausen damit, ein prüfendes Auge auf die Kühe und Hühner zu werfen.

„Meine Frau und ich haben 47 Jahre in der Landwirtschaft als Melker gearbeitet“, sagt Siegfried Ackermann. Zweimal am Tag fahren sie nach Zeesen, morgens und abends, und geben den Kandidaten Nachhilfe in Sachen melken, füttern und säubern. Manchmal sind sie sogar vor der Kamera in den abendlichen Zusammenfassungen der Sendung zu sehen.

„Jemand muss sich ja um die Tiere kümmern“

Die beiden 65 Jahre alten Rentner sehen diese Aufgabe keinesfalls als Belastung. „Es hält uns jung, wenn wir mit jungen Menschen zusammenarbeiten.“ Genau genommen wirken die Ackermanns schon seit Beginn der Sendung mit. „Die Tiere waren ja schon auf dem Gelände, bevor die Kandidaten kamen, und es musste sich ja jemand kümmern“, sagt Ackermann.

Freunde und Bekannte des Ehepaars verstehen, warum sie sich für Newtopia entschieden haben und sind neugierig, was in Zeesen hinter verschlossener Tür passiert. Bis ein neuer Kandidat mit Kenntnissen aus der Landwirtschaft gefunden ist, helfen die Ackermanns aus. Danach können sie sich wieder voll und ganz auf die Versorgung ihrer eigenen Hühner und Kaninchen konzentrieren. Mit einer kleinen Ausnahme: Denn von 19 bis 20 Uhr läuft abends der Fernseher und irgendwie sind die mittendrin statt nur dabei.

Kalle hatte sich vorher um die Tiere gekümmert

Dass die Ackermanns eingesprungen sind, hängt auch mit dem Auszug der Ur-Bewohner in Newtopia zusammen. Ende April packten sechs der 15 Kandidaten im Newtopia-Camp ihre Sachen und verließen das TV-Gelände. Der Grund: Sie fanden es unmenschlich, andere Kandidaten rauswählen zu müssen, mit denen sie seit Beginn der Sendung zusammen leben, nur um Platz für neue Bewerber zu schaffen. „Das war aber von Anfang an eine klare Regel“, wie eine Sendersprecherin mitteilte.

Nach drei Monaten Sendezeit sind nur noch zwei der ursprünglich im Februar eingezogenen Kandidaten im Camp: Derk und Steffen. Der Rest strich nach und nach die Segel, wie Berlinerin Karolina Muszalski. Unter den Auszüglern war auch Kalle Kallweit, der sich als Landwirt um das Wohl der Tiere gekümmert hatte. Kurz nach seinem Auszug erkrankte die Kuh „Clyde“, die zuvor das Kälbchen namens „Bonnie“ zur Welt gebracht hatte. Sie wurde in eine Spezialklinik eingeliefert.

Von Luise Fröhlich

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Bewohner beschließen den Verbleib der Tiere

Bei Newtopia ist eine wichtige Frage geklärt worden: Die Ureinwohner, nämlich die Kühe, bleiben weiter im Zeesener TV-Camp. Zuvor hatten die Bewohner über Sinn und Unsinn der tierischen Bewohner diskutiert. Doch kaum ist die eine Frage geklärt, kommt schon wieder eine andere wichtige Frage auf. Auch dieses Mal stehen Tiere im Fokus.

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