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Rettung für den Miersdorfer See

Brunnenbau hat begonnen Rettung für den Miersdorfer See

Wegen des niedrigen Wasserstandes im Miersdorfer See wird jetzt an seinem Ufer ein Brunnen errichtet. Er soll das Wasser des Sees wieder auffüllen. Er pumpt pro Stunde 25 Kubikmeter Wasser hinein. Pro Tag müsste der Wasserstand des Sees so um zwei Zentimeter steigen. Die Gemeindevertretung hatte zuvor ein Sofort-Hilfsprogramm beschlossen.

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Am Miersdorfer See wird derzeit ein Brunnen errichtet. Mit seiner Hilfe soll der gesunkene Wasserpegel wieder steigen.

Quelle: Andrea Müller

Zeuthen. Direkt am Ufer des Miersdorfer Sees wurde jetzt ein mobiler Bohrturm errichtet. Mit seiner Hilfe, kräftigen Rohren und einer Pumpe soll in den nächsten vier Wochen das Wasser des Sees aufgefüllt werden.

Die Angler und die Gemeindevertretung von Zeuthen hatten zuvor Alarm geschlagen. Denn der beliebte See, der zugleich ein Paradies für Petrijünger und Badelustige ist, hat in den zurückliegenden Wochen mächtig an Kraft verloren. Sein Wasserpegel war um rund 80 Zentimeter zurückgegangen (MAZ berichtete). Wegen der Dringlichkeit des Problems, kam es auf die Tagesordnung der jüngsten Gemeindevertretersitzung. Doch dann musste die Sitzung um 22 Uhr abgebrochen werden. Um die Zeit muss nach Zeuthener Geschäftsordnung die Sitzung beendet werden. Allerdings war das See-Thema noch gar nicht in der Sitzung behandelt worden. Deswegen entschieden sich die Fraktionen, den Tagesordnungspunkt am darauffolgenden Tag zu besprechen.

Wegen des niedrigen Wasserstandes ist springen und rutschen am Miersdorfer See derzeit aus Sicherheitsgründen verboten

Wegen des niedrigen Wasserstandes ist springen und rutschen am Miersdorfer See derzeit aus Sicherheitsgründen verboten

Quelle: Andrea Müller

„Der Miersdorfer See ist einer der prägendsten Stellen in unserem gesamten Ort, der sich auch im Ortsslogan ,Wald-Wasser-Wohnen’ widerspiegelt“, sagt Karl-Uwe Fuchs (FDP) bei seiner Antragsbegründung. Der Gemeinderat reagierte prompt und beschloss ein Sofortrettungs-Programm. Das beinhaltet den zeitlich begrenzten Brunnenbetrieb jetzt bis der normale Wasserpegel wieder erreicht ist. In Planung ist aber im nächsten Jahr die Errichtung eines Tiefbrunnens, der die Gemeinde dann rund 40 000 Euro kosten wird und dauerhaft für einen Wasserausgleich sorgen soll.

Bau des BER eine mögliche Ursache für Grundwasserabsenkung

Über die Ursachen des Wasserverlustes gibt es weitreichende Überlegungen. Es könnte der geringe Niederschlag in den vergangenen Wochen sein oder die Errichtung von Spundwänden beim Bau der Landesstraße direkt am Miersdorfer See. Denkbar sei aber auch ein Zusammenhang mit den Grundwasserabsenkungen am neuen Flughafen BER. Martina Mieritz (SPD) schlug daher eine Prüfung vor, inwieweit der Flughafen hier Ausgleichszahlungen zu leisten hat.

Bereits im Jahre 2001 hatte Zeuthen ein Gutachten zum Miersdorfer See in Auftrag gegeben, welches die perspektivische Errichtung eines Brunnens als unverzichtbar ansah. Diese Empfehlung an die Gemeinde war allerdings nicht umgesetzt worden.

Karl-Uwe Fuchs (FDP) am Donnerstag am Miersdorfer See

Karl-Uwe Fuchs (FDP) am Donnerstag am Miersdorfer See. Er machte sich auf der Baustelle ein Bild von den Brunnenbauarbeiten.

Quelle: Andrea Müller

Bei dem Brunnenbau jetzt wurde nach Aussagen der Fachleute vor Ort 25 Meter tief gebohrt. Rohre werden unterirdisch bis in den See gelegt. Dann sollen mittels einer Pumpe 25 Kubikmeter Wasser pro Stunde in den See geleitet werden. „Der Pegel müsste so zwei Zentimeter am Tag steigen“, hat Karl-Uwe Fuchs ausgerechnet. Er hat sich am Donnerstag vor Ort auf der Baustelle ein Bild von den Arbeiten gemacht. Wenn alles nach Plan verläuft, wird der See in vier Wochen seinen alten Wasserpegel haben. Dann könnten die Kinder im Seebad auch wieder springen und rutschen. Das ist im Moment wegen des niedrigen Wasserstandes gefährlich und darum verboten.

Von Andrea Müller

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