Menü
Märkische Allgemeine | Ihre Zeitung aus Brandenburg
Anmelden
Dahme-Spreewald Revolution im Mittenwalder Rathaus
Lokales Dahme-Spreewald Revolution im Mittenwalder Rathaus
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
04:18 18.08.2016
Nach über zwölf Jahren gibt es jetzt im Mittenwalder Rathaus einen Personalrat, eine Interessenvertretung der Beschäftigen. Quelle: Andrea Müller
Mittenwalde

Es ist schon fast eine Sensation: Nach über zwölf Jahren wurde im Mittenwalder Rathaus ein Personalrat gegründet. Er besteht aus fünf Leuten. Vorsitzende ist Jana Brunsch. Ihr zur Seite steht Gina Gayda als Stellvertreterin. Zwei weitere Mitglieder kommen direkt aus Mittenwalder Kitas, so dass Verwaltung und Kita-Bereich adäquat vertreten sind. Bei der letzten Sitzung der Stadtverordneten stellte sich die neue Personalratschefin bereits den Abgeordneten und der Öffentlichkeit kurz vor.

Jana Brunsch ist Mittenwalderin, ist in der Stadt aufgewachsen und ihr bis heute treu geblieben. Studiert hat die junge Frau in Münster und Wildau und arbeitet seit 2015 nun im Rathaus. Zuvor war sie als Verwaltungsangestellte bereits beim Landkreis Dahme-Spreewald beschäftigt, wo sie ihre ersten Berufserfahrungen nach der Ausbildung sammelte. Jana Brunsch ist 36 Jahre alt, verheiratet und Mutter einer vierjährigen Tochter.

Jana Brunsch ist die neue Chefin des Personalrats. Quelle: Andrea Müller

Hedda Dommisch hat den Weg frei gemacht

Die Gründung eines Personalrats ist noch nicht das Verdienst der neuen Bürgermeisterin Maja Buße (CDU). Angeregt worden war seine Installation noch unter der Stellvertreterin von Uwe Pfeiffer (parteilos), der im Februar 2016 von seinem Amt abgewählt worden war (die MAZ berichtete). Hedda Dommisch hat den Weg frei gemacht für einen Personalrat, den es unter dem ehemaligen Bürgermeister nie gegeben hätte. Bereits im Februar gab es die ersten Schritte, im März wurde ein Vorstand zur Durchführung der Wahl benannt. Die Wahl war Ende Mai.

„Ich sehe, dass Frau Brunsch viel im Haus unterwegs ist“, sagte Mittenwaldes neue Bürgermeisterin Maja Buße. Sie selbst habe mit der neuen Personalratschefin bereits erste Gespräche geführt. Im Haus werde die Arbeit des Gremiums bereits als positiv wahrgenommen.

Jana Brunsch will jederzeit ansprechbar sein

„Ich gehe davon aus, dass die Mitarbeiter mir vertrauen“, sagte Brunsch selbst auf Anfrage der MAZ. Sonst wäre sie ja nicht gewählt worden, meinte sie. Dennoch sei das mit dem Vertrauen keine Selbstverständlichkeit, sondern ein stetiger Prozess, gerade vor dem Hintergrund dessen, was in den letzen Jahren und Jahrzehnten im Rathaus abgelaufen ist. „Wenn ein Mitarbeiter ein Problem hat, kommt er zu mir“, so Brunsch nach den ersten Wochen der Arbeit mit sozialen, innerdienstlichen und organisatorischen Aspekten nach dem Personalgesetz in Brandenburg.

Feste Sprechzeiten möchte Jana Brunsch für die spezielle Arbeit als Personalratschefin nicht einrichten. „Jeder soll jederzeit mit seiner Angelegenheit zu mir kommen können“, so die Mittdreißigerin. Sie halte es auch für sehr wichtig, jeweils persönlich mit demjenigen zu sprechen.

Von ihrer sonstigen Arbeit im Mittenwalder Rathaus wurde die junge Frau für diese neue und verantwortungsvolle Aufgabe zu 20 Prozent frei gestellt.

Von Andrea Müller

340 Flüchtlinge sind derzeit in der Erstaufnahmestelle in Wünsdorf-Waldstadt untergebracht. Viel mehr waren es seit Eröffnung der Einrichtung im Januar noch nie, dabei würde die Einrichtung schon jetzt rund 1000 Menschen fassen. Das Land hält trotzdem am weiteren Ausbau fest. Die Kapazitäten werden gebraucht, heißt es. Nur: wofür?

17.08.2016
Dahme-Spreewald Königs Wusterhausen - Zeichnerische Notizen

Luftig leichte Aquarelle zeichnete der Künstler Gerd Bandelow auf unzähligen Studienreisen quer durch Europa. Einige der Zeichnungen dienten ihm später als Vorlage für große Ölgemälde. Die „Galerie unterm Dach“ im Dahmelandmuseum Königs Wusterhausen zeigt nun eine Auswahl dieser zeichnerischen Notizen.

17.08.2016
Polizei Dahme-Spreewald: Polizeibericht vom 16. August - Ertappte Fahrrad-Diebe schlagen zu

Zwei 16 und 21 Jahre alte Serben stahlen in Bestensee erst das Fahrrad einer Frau – und schlugen anschließend deren Mann, als das Ehepaar die Diebe wieder traf und ansprach. Gegen die jungen Männer wird nun wegen Diebstahls und gefährlicher Körperverletzung ermittelt.

16.08.2016