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Rewe plant Großmarkt in Großziethen

Gemeinde Schönefeld Rewe plant Großmarkt in Großziethen

Der von der Supermarktkette Rewe geplante Großmarkt in Großziethen kommt. Das beschlossen Schönefelds Gemeindevertreter auf ihrer letzten Sitzung. Die Linke befürchtet damit das Aus für den angedachten zweiten Großmarkt in Schönefelds Zentrum.

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In Großziethen entsteht bald ein neuer Vollversorger.

Quelle: dpa

Großziethen. Grünes Licht für den geplanten Vollversorger in Großziethen: Die Schönefelder Gemeindevertreter beschlossen auf ihrer jüngsten Sitzung die Änderung des Bebauungsplans in der Lichtenrader Chaussee und gaben damit den Weg frei für den Bau. Die Supermarktkette Rewe will dort einen Großmarkt errichten.

„Das ist ein Grundstück gleich neben dem Gymnasium, das der evangelischen Kirche gehört“, sagte Schönefelds Bürgermeister Udo Haase (parteilos). „Zusammen mit Rewe ist geplant, einen Vollversorger-Markt zu bauen, den wir in Großziethen brauchen“, sagte Haase. Das Unternehmen äußerte sich auf MAZ-Anfrage nicht. Es ist unklar, wann gebaut werden soll. „Das wird relativ zügig kommen“, ließ jedoch der Bürgermeister wissen.

Linke sieht zweiten Großmarkt in Gefahr

„Das Vorhaben wird vom Ortsbeirat Großziethen begrüßt, weil ein Vollversorger einfach ein besseres Sortiment hat als Discounter wie etwa der Netto vor Ort“, sagte Wolfgang Katzer (Linke). „Auch wir als Linke befürworten grundsätzlich einen solchen Markt“, sagte er. Dennoch sieht der Linken-Politiker die Gefahr, dass mit dem Markt in Großziethen der geplante zweite Vollversorger im Zentrum von Schönefeld nicht mehr realisiert wird – dieser soll nahe Rathaus und Bahnhof in der Hans-Grade-Allee entstehen. Dieser werde dringender gebraucht, so Katzer.

Auf dieser Fläche neben dem Gymnasium in Großziethen soll der neue Verbrauchermarkt entstehen

Auf dieser Fläche neben dem Gymnasium in Großziethen soll der neue Verbrauchermarkt entstehen.

Quelle: Oliver Becker

In der Gemeindevertretung und in Ausschüssen war zuvor ein Gutachten zur Einkaufskraft in der Gemeinde Schönefeld Thema. Es wurde in Auftrag gegeben, um zu ergründen, ob neben dem geplanten Vollversorger im Zentrum Schönefelds zudem die Errichtung eines zweiten Großmarktes im Nebenzentrum Großziethen Sinn macht. „Bei der Berechnung ist die gesamte Einwohnerschaft von Großziethen, Waßmannsdorf, Kleinziethen inklusive Schönefeld betrachtet worden. Fazit war, dass die Einkaufskraft gerade so ausreicht, um schwarze Zahlen zu schreiben“, sagte Katzer. Die Frage, ob mit dem Bau des Großmarktes in Großziethen das Aus des zweiten Marktes beschlossene Sache ist, sei offen geblieben. Um das zu verhindern, stimmte die Linke gegen die B-Planänderung.

Großziethen ist der bevölkerungsreichste Ortsteil der Gemeinde

„Die Befürchtung teile ich nicht“, sagte Hans-Georg Springer (CDU). „Schaut man sich die Bevölkerungsentwicklung vor Ort an, könnte schell ein zweiter Versorger benötigt werden“, sagte er. Derzeit sei der bevölkerungsreichste Ortsteil Großziethen, was sich aber schnell ändern könne, wenn in Schönefeld viele Wohnungen gebaut werden. Die Verkehrswege zwischen beiden Ortsteilen seien nicht die besten, weshalb man schnell woanders zum Einkaufen hinfahre. „Großziethen stellt mehr als die Hälfte der Einwohner. Dort fehlt so ein Vollversorger“, sagte Christian Hentschel (BIS). „Dort wohnen ältere Menschen, die Probleme haben, alles vor Ort zu bekommen“, sagte er. Nach Schönefeld kämen bald tausende Neubürger, die das Gutachten obsolet machten.

Von Oliver Becker

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