Volltextsuche über das Angebot:

10 ° / 8 ° bedeckt

Navigation:
Richtungsstreit um Gehweg

Körbiskrug Richtungsstreit um Gehweg

Die ersten Pläne gab es schon Anfang der 1990er Jahre, jetzt wird er endlich gebaut: Ein Gehweg neben der B179 in Körbiskrug, den auch Radfahrer nutzen können. Trotzdem gibt es Ärger. Dass der Weg nur in Richtung Bestensee befahrbar sein soll, können Anwohner nicht verstehen. Und es gibt noch einen Kritikpunkt.

Voriger Artikel
Schüler nehmen an Bewegungsprojekt teil
Nächster Artikel
Die nächste große Herausforderung

Der Gehweg entsteht neben der B 179, Richtung Bestensee.

Quelle: Pawlowski

Körbiskrug. Am Mittwoch war der offizielle Baustart für den Geh- und Radweg in Körbiskrug. Eigentlich ist das eine gute Nachricht, seit Jahrzehnten ist das Projekt im Gespräch. Doch so richtig freuen können sich Anwohner der Ortsdurchfahrt nicht. „Das ist doch ein Schildbürgerstreich“, schimpft Bernd Klühsendorf.

Anwohner: Andere Seite wäre besser

Als kürzlich die Pläne auf einer Einwohnerversammlung vorgestellt wurden, traute er seinen Augen und Ohren nicht. Der Gehweg soll rechts neben der Ortsdurchfahrt in Richtung Bestensee gebaut werden. Radfahrer dürfen ihn nutzen, aber nur in diese Richtung. Bernd Klühsendorf findet das völlig falsch. „Keiner hat was gegen den Weg, aber er muss auf die andere Seite der Straße und in beide Richtungen befahrbar sein“, sagt er. Bei einem Lokaltermin am Mittwochmorgen mit einem Vertreter des Bauamtes, Planern und Anwohnern wurde jedoch schnell klar, dass die Bauausführung nicht verhandelbar ist. „Über die Seite des Gehweges können wir nicht mehr diskutieren“, entgegneten die Planer. Gleichzeitig boten sie an, mit den Anwohnern nach passenden Lösungen zu suchen, insbesondere für die Grundstückszufahrten.

Ortsvorsteher schaltet sich ein

Bernd Klühsendorf blieb bei seiner Kritik. Ihn konnte auch der Hinweis nicht überzeugen, dass es auf der Straße in Richtung Königs Wusterhausen einen Streifen für Radfahrer geben wird. Er glaubt, dass die Radfahrer trotzdem den Weg neben der Straße in beide Richtungen nutzen werden. „Wer falsch fährt, bekommt garantiert ein Knöllchen. Das wäre die Krönung.“ Ein Tempo-30-Limit für die gesamte Ortsdurchfahrt schlägt er als weitere Alternative zum Gehweg vor.

Zeesens Ortsvorsteher Frithjof von Rottkay (Wir für KW) glaubt, dass die Aufregung sich legen und sich eine Lösung für den Weg finden lässt. „Ich habe schon mit den Verantwortlichen gesprochen. Ich würde es begrüßen, wenn der Weg in beide Richtungen befahrbar wäre.“ Kinder dürften das sowieso, für alle anderen Radfahrer hofft von Rottkay auf eine „tolerante Auslegung“ der Vorschriften. Stadtverordneter Micheal Reimann (WIR für KW) kündigte ebenfalls an, sich für eine beidseitige Befahrbarkeit des gut zwei Meter breiten Weges einzusetzen.

Fertigstellung 2018

Der erste Bauabschnitt bis zur Kurzen Straße soll in diesem Jahr fertig werden. Im nächsten Jahr geht es weiter bis zur Straße am Todnitzsee. Der letzte Bauabschnitt bis zum Ortsausgang Körbiskrug folgt 2018. Erst nach der Fertigstellung sollen die Anwohner die Kostenbescheide erhalten, sagte Frithjoff von Rottkay.

Von Frank Pawlowski

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Mehr aus Dahme-Spreewald

Wie wichtig sind Ihnen Bio-Lebensmittel?

57811e88-cc1d-11e5-9fb5-3858ea6ed044
Babys aus Oberhavel (6)

Babys aus Oberhavel, Januar/Februar 2016

MAZab: Termine

Was geht ab? Jede Menge Events in Potsdam und im Land Brandenburg

Kinoprogramm

Alle aktuellen Filme in den Kinos von Potsdam und im ganzen Land Brandenburg