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Dahme-Spreewald Rochade im Rathaus
Lokales Dahme-Spreewald Rochade im Rathaus
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05:15 15.09.2016
Im Schulzendorfer Rathaus wurden Hauptamtsleiter gegen Kämmerin getauscht – eine Rochade, die immer noch für Aufregung sorgt. Quelle: Andrea Müller
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Schulzendorf

Die Rochade im Schulzendorfer Rathaus sorgt noch immer für Aufregung. Anfang August hatte Bürgermeister Markus Mücke (parteilos) seine Kämmerin Laryssa Meskat als Geschäftsbereichsleiterin Soziales eingesetzt.

Den bisherigen Geschäftsbereichsleiter Soziales Alexander Reech, der zudem stellvertretender Bürgermeister ist, setzte er als Kämmerer ein. Die Gemeindevertretung zeigte sich überrascht von diesem „Schachzug“ Mückes und behandelte das Thema in einer außerordentlichen Sitzung des Gemeinderates.

„Wir können jedoch nichts an der Entscheidung des Bürgermeisters ändern“, so Joachim Kolberg (CDU). Personalangelegenheiten seien ausschließlich Sache der Verwaltung. Aber das Thema beschäftige die Gemeindevertreter sehr, deswegen habe man sich in der Sitzung einen Überblick verschaffen wollen. Meskat habe die Möglichkeit erhalten – vor gegenüber der Öffentlichkeit verschlossener Tür – ihr Position darzustellen. „Wir sind besorgt, wie das zurzeit im Rathaus läuft“, erklärte Kolberg. Man müsse damit rechnen, dass die Handlungsweise des Bürgermeisters nicht zum Wohl der Gemeinde sei, sondern zu deren Schaden.

Auch der Vorsitzende der Gemeindevertretung, Herbert Burmeister (Linke) hält nichts von der Umbesetzung von Reech und Meskat, zumal diese auf zwei Jahre begrenzt worden sei. Hätten sich beide möglicherweise dann eingearbeitet in die jeweils andere Aufgabe, würde die Rochade womöglich zurück genommen.

Burmeister ist zudem fest davon überzeugt, würde die Versammlung der Gemeindevertreter befragt zu der Angelegenheit, würde es mit Sicherheit eine Mehrheit gegen die von Mücke veranlasste Umbesetzung geben. „Frau Meskat ist eine ausgebildete Kämmerin“, so Burmeister. Rech dagegen habe von haushalterischen Fragen keine Ahnung. Dabei hatte Burmeister, als er selbst noch Bürgermeister in Schulzendorf war, eine ähnliche Umbesetzung veranlasst. „Nicht ganz freiwillig“, wie Burmeister heute sagt. Geschehen sei dies auf Anregung einer Fraktion, um ein vernünftiges Miteinander weiter zu gewährleisten. „Es handelte sich damals jedoch um Kameralistik und nicht wie heute um einen doppischen Haushalt“, so der Gemeinderats-Vorsitzende. Das eine sei Kreis- und das andere Bundesliga.

Bürgermeister Markus Mücke indes bewertet sein Vorgehen über einen Monat nach der Rochade als richtig. „Die dienstlichen Aufgaben machten einen Austausch erforderlich“, sagte er und spricht von einem gestörten Vertrauensverhältnis zu Laryssa Meskat. „Sie ist jedoch Geschäftsbereichsleiterin geblieben“, so Mücke. Habe lediglich einen anderen Bereich übernommen. Daher habe sie keinerlei finanzielle Einbußen. Reech helfe ihr zudem, sich in dem neuen Aufgabenfeld zurecht zu finden.

Der neue Kämmerer seinerseits bringe innovative Ideen für den Posten als Kämmerer mit. Dass er keine spezielle Ausbildung habe, sieht der Bürgermeister nicht als Problem. Reech ist von Haus aus Jurist. Es komme eher darauf an, welche Führungsfähigkeiten jemand mitbringt. Dass Reech über solche Qualitäten verfüge, habe er in den letzten Jahren unter Beweis gestellt. Dass die Gemeindevertretung eine andere Sicht auf die Rochade hat, sieht Mücke gelassen: „Ich habe das zur Kenntnis genommen.“ Der MAZ ist bekannt geworden, dass es in der Angelegenheit ein Gerichtsverfahren geben wird.

Von Andrea Müller

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