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Römerkämpfe im Germanendorf

Klein Köris Römerkämpfe im Germanendorf

Einmal im Jahr schlagen Römer ihr Marschlager im Freilichtmuseum Germanische Siedlung in Klein Köris aus. Bei den Besuchern ist dieses Wochenende stets beliebt, denn die Gäste lassen sich immer wieder etwas neues fürs Programm einfallen. In diesem Jahr gab es etwa erstmals einen Sklavenmarkt.

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Ralf Irmscher bot auf dem Catasta Servarum (Sklavenmarkt) eine blonde Teutonin an.

Quelle: Uta Schmidt

Klein Köris. Es ist ein Spektakel, das Zuschauer und Akteure alljährlich im Sommer nicht verpassen wollen: das Marschlager der römischen XIV. und XVII. Legion im Freilichtmuseum Germanische Siedlung. „Wir lassen uns immer wieder etwas Neues einfallen. Diesmal gibt es neben den traditionellen Schaukämpfen einen Sklavenmarkt, eine Wechselstube und eine Caupona, eine römische Imbissstube“, kündigte „Legat“ Ralf Irmscher zum Programm der Legionäre am Samstag in der archäologischen Ausgrabungsstätte an.

In eine weiße Tunika gehüllt, pries der Münchehofener Hobbyrömer lautstark unter italienisch-blauem Himmel die Vorzüge seiner Sklaven und forderte die Besucher zum Bieten auf. Die blonde Teutonin eigne sich sicher hervorragend zum Kochen, Abwaschen und Tanzen, der gut genährte „Parthus“ würde gute Dienste beim Rasenmähen leisten können, so seine Werbung. Gut dran war, wer sich vor dem „Kauf“ einen Überblick über die Höhe der römischen Zahlungsmittel vom As über Sesterz und Denar bis zum Aureus verschafft hatte. Für einen As musste der Besucher in der Wechselstube einen Euro hinblättern.

Wer auf dem Markt etwas kaufen wollte, musste sich in der Wechselstube die römische Währung eintauschen

Wer auf dem Markt etwas kaufen wollte, musste sich in der Wechselstube die römische Währung eintauschen.

Quelle: Uta Schmidt

Breites Angebot auf dem Markt

Die Nachbildungen der römischen Münzen waren gültiges Zahlungsmittel am Markstand der Händlerin Livia, die Weine, Gewürze und allerlei Schmuck feilbot. Jana Buder schaute sich um und kaufte für ihren vierjährigen Oskar eine Kette. „Wir kommen immer wieder gerne zu den Veranstaltungen in das Germanische Dorf. Als Stadtmenschen können wir den ganzen Tag an der frischen Luft in schöner Natur verleben. Die Kinder toben und wir lernen noch eine Menge dazu“, sagte die Berlinerin. Christian Maass aus Bestensee kam mit „Römerin“ Saskia Irmscher über die Wirkungsweise vom Weihrauch als Heilmittel ins Gespräch. „Ich bin OP-Schwester, mich fasziniert das Wissen über antike Essgewohnheiten und Medizin. Viele OP-Instrumente ähneln durchaus noch denen aus der Römerzeit“, sagte Irmscher.

Vor allem aber die Kampfdarstellungen zwischen Römern, Germanen, Kelten und Skythen begeisterten die großen und kleinen Besucher des römischen Marschlagers in Klein Köris. Mitglieder der Legion XVII–Albica aus Dresden zeigten antike Kampftechniken und informierten über ihre Ausrüstung sowie die Entbehrungen des Lagerlebens. Optio (Feldwebel) Rene Schulze präsentierte die Bestandteile seiner 25 Kilogramm schweren Ausrüstung, die aus Helm, Schienenpanzer, Schwert, Dolch, Gürtel, Schild und Speer besteht. „Die Legion ist bis an die Elbe vorgedrungen, daher trägt sie den Namenszusatz Albica (Elbe)“, erklärte der Dresdner, der sich den Namen Lucius Sidonius Callidus zugelegt hat.

Von Uta Schmidt

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