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Romeo und Julia in der Kanalisation

Eichwalde Romeo und Julia in der Kanalisation

Schüler der Privatschule „Villa Elisabeth“ haben in der Alten Feuerwache in Eichwalde an einem besonderen Workshop teilgenommen, Sie improvisierten mit Rattenmasken zu Shakespeares Drama „Romeo und Julia“. Das dient als Vorbereitung auf einen Film, den sie drehen werden.

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Als Ratten verkleidet improvisierten die Jugendlichen Szenen aus „Romeo und Julia“.

Quelle: Heidrun Voigt

Eichwalde. Zwei Ratten in der Kanalisation zwischen alten Leitungen, Holzkisten und Blechkanistern. Sie laufen aneinander vorbei, halten inne, zögern und beschnuppern sich. Sie drehen ihre Körper tänzerisch. Die Jugendlichen mit den überdimensionalen Nagetierköpfen sollen sich vorstellen, sie seien Romeo und Julia und träfen sich zum ersten Mal. Ganz ohne Worte, nur mit der Körpersprache soll dies dargestellt werden.

Workshop mit Puppenspielern

Am Mittwoch nahmen Schüler der Privatschule „Villa Elisabeth“ in der Alten Feuerwache Eichwalde an einem Workshop mit den Berliner Puppenspielern Inga Schmidt und Stefan Spitzer teil. „Die Jugendlichen sollen lernen, aus sich selbst zu agieren und zu improvisieren“, sagte Stefan Spitzer.

Und die Schüler waren mit Feuereifer bei der Sache. Unter professioneller Anleitung zeigten sie beim Schattentheater, welche Bühnenpräsenz sie besitzen. Nach einer Boxübung ging es hinter die Leinwand. Von blauen und roten Scheinwerfern in Szene gesetzt, gab es dort eine Auseinandersetzung, wie sie bei Shakespeare zwischen Mercutio und Tybalt stattfindet. „Ihr müsst euch im Zeitlupentempo bewegen und an das Schattenbild auf der Leinwand denken“, mahnte Inga Schmidt. Nacheinander spielten immer zwei Akteure die Szene, während die anderen gespannt das Geschehen verfolgten. Für viele Lacher sorgten die Kurzinterviews von Romeo und Julia durch einen Moderator in Anlehnung an die TV-Show „Herzblatt“.

Emma spielt die Rolle der Julia

Emma spielt die Rolle der Julia

Quelle: Heidrun Voigt

„Ich spiele in der Theater-AG mit und es macht mir viel Spaß, unterschiedliche Darstellungsarten auszuprobieren“, erzählte Emma. Die 15-Jährige spielt die Rolle der Julia und hat zusammen mit Chiara das Drehbuch für „Romea und Julia“ geschrieben. Romea, denn in dem Drama der Neuntklässler, frei nach Shakespeare, spielen zwei Mädchen die Hauptrollen. „Die Schüler werden einen Film zu Romeo und Julia realisieren. Dafür haben sie auch schon selbst im März Kostüme geschneidert. Der heutige Workshop dient der Vorbereitung auf die Drehtage“, sagte Kunstlehrerin Kristin Börner. Die junge Frau koordiniert das Gesamtprojekt, das auf der derzeitigen Shakespeare-Ausstellung in der Alten Feuerwache (MAZ berichtete) basiert. Börner erläuterte, dass die Jugendlichen in ganz unterschiedlichen Workshops, die unter anderem eine Schreibwerkstatt, Acrylmalerei, Buchbinden, das Erstellen eines Animationsfilmes und das Drucken im Vinn-Lab der TH Wildau beinhalten, kreative Berufsbilder kennlernen sollen.

Projekt europäisch gefördert

„Das Projekt findet im Rahmen eines Inisek-Programms statt. Dafür fließen Fördermittel aus dem europäischen Sozialfond und vom Land Brandenburg“, sagte Kristin Börner. Kooperationspartner ist der Eichwalder Verein „Kind & Kegel“, der die Shakespeare-Ausstellung organisiert hat.

Zum Tag des offenen Ateliers am 6. und 7. Mai, von 10 bis 18 Uhr werden die Mädchen und Jungen die Ergebnisse ihrer Arbeit in der Alten Feuerwache präsentieren. In einer Ausstellung zur laufenden Ausstellung, den Illustrationen zu fünf Shakespeare-Dramen von internationalen Künstlerinnen, möchten sie ihren ganz eigenen Blick auf den Dichter darstellen.

Von Heidrun Voigt

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