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Ronald Mooshammer ist wieder im Boot

Schulzendorfer Jazzsommer Ronald Mooshammer ist wieder im Boot

Der Schulzendorfer Jazzsommer ist sein Herzensprojekt. Krankheitsbedingt musste Ronald Mooshammer im vergangenen Jahr anderen Planung und Durchführung der Veranstaltung überlassen. Zur zehnten Auflage ist er zurück und plant bereits für das kommende Jahr.

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Ronald Mooshammer wird in diesem Jahr wieder den Schulzendorfer Jazzsommer moderieren.

Quelle: Heidrun Voigt

Schulzendorfer. Ronald Mooshammer ist der Vater des Schulzendorfer Jazzsommers. Im vergangenen Jahr war der 78-Jährige schwer erkrankt und konnte selbst nicht moderieren.

Wird es in diesem Juli die zehnte Auflage des Schulzendorfer Jazzsommers geben?

Mooshammer: Klar. Ich mache weiter und arbeite jetzt schon an der elften Auflage. Drei Konzerte dafür habe ich schon zusammen.

Werden Sie wieder selbst moderieren?

Mooshammer: Ja. Voriges Jahr ging es nicht. Ich war sechs Wochen davor im Krankenhaus und lag dort auch im künstlichen Koma. Vier Tage vor dem dritten Konzert wurde ich entlassen. Da bin ich hin, musste in der Pause aber gehen. Ich war noch zu schwach. Ich war fast zu Tränen gerührt, wie die Leute mich dort begrüßten und wie lieb und besorgt sie waren.

Wie geht es Ihnen heute?

Mooshammer: Mir geht es gut, fast so wie vor der Operation. Nun geht’s erst mal zur Reha und ich denke, dass sie mich da wieder richtig hinbekommen. Derzeit bin ich noch ein wenig schwach in den Beinen.

Hätten Sie gedacht, dass der Jazzsommer ein solcher Erfolg wird?

Mooshammer: Drei, vier Jahre, dachte ich, dann haben die Leute keine Lust mehr. Die Reihe war von Anfang an gut besucht, aber jetzt ist sie meist ausverkauft. Das Publikum hat sich verändert. Früher waren es meist Ältere, jetzt ist es bunt gemischt.

Worauf führen Sie den Erfolg zurück?

Mooshammer: Es herrscht dort eine familiäre Atmosphäre, die Patronatskirche hat eine tolle Akustik. Durch die Holzdecke mulmt es nicht nach oben weg. Und Jazzer spielen die beste und ehrlichste Musik der Welt. Beim Jazz kannst du nicht tricksen. Die Musiker spielen nicht nach Noten. Da merkt man, ob denen was einfällt oder nicht. Und nicht zuletzt haben wir hier ein tolles Publikum, das mitgeht. Die moderaten Eintrittspreise spielen auch eine Rolle.

Es hat in den zehn Jahren nur eine Erhöhung von sechs auf acht Euro gegeben. Wie können Sie die Preise bei solchen Musikern wie beispielsweise Rolf Kühn oder Uschi Brüning halten?

Mooshammer: Mir ist es nach wie vor wichtig, dass sich die Karten jeder leisten kann. Viele Rentner oder Studenten haben nicht viel Geld. Die ersten zwei Jahre war unser Budget ganz knapp. Inzwischen habe ich feste Partner, die den Jazz unterstützen: EWE, die Sparkasse, der Flughafen und hin und wieder der Landkreis. KartuRec druckt die Plakate und Flyer umsonst. Ich kenne auch viele Musiker, die spielen dann hier auch für einen Freundschaftspreis.

Ist es schwierig, immer wieder neue Jazzer zu finden, und welche Rolle spielt dabei der Geschmack des Publikums?

Mooshammer: Mittlerweile bewerben sich unheimlich viele. Deshalb habe ich damit kein Problem. Ich denke immer auch ans Publikum, wenn ich die Musik einkaufe. Das hat Sachen geschluckt – wie beispielsweise Schlippenbach, Zerbe/Kupke oder Aki Takase –, das hätte ich nicht gedacht, denn deren Musik ist nicht einfach. Es gab aber auch herrlich verrückte Konzerte mit viel Spaß und guter Musik: David Helbock’s Random Control aus Österreich und das Actis Dato Quartet aus Turin. Sensationell!

Auf welches Konzert freuen Sie sich beim Jazzsommer in diesem Jahr besonders?

Mooshammer: Ich freue mich auf jedes Konzert, besonders auf das letzte. Es kommt die „Modern Soul Band“ mit den Gästen Uschi Brüning, Jacqueline Boulanger und Luten Petrowsky. Der Vorverkauf beginnt übrigens am 30. Mai. In Zeuthen im Lord-Shop und im Reisebüro Steinhöfel, in Königs Wusterhausen bei Brusgatis.


Von Heidrun Voigt

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