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Dahme-Spreewald Russisches Märchen wird zur Kinderoper
Lokales Dahme-Spreewald Russisches Märchen wird zur Kinderoper
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11:30 24.05.2016
Werner Eggerath ist stolz auf seine zehn kleinen Darsteller, die hier durch Paula (l.) und Jule vertreten werden. Quelle: Heidrun Voigt
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Zeuthen

Zusammen in ein Haus zu ziehen ist gar nicht so einfach. Schon gar nicht, wenn es den neidischen Nachbarn nicht gefällt. Das müssen Igel, Maus, Frosch und Hahn feststellen.

„Das Tierhäuschen“ von Samuil Marschak diente als Vorlage für eine kleine Oper, die Mädchen und Jungen der Musikschule Primus in Zeuthen einstudiert haben. Den Musiktheaterkurs gibt es seit anderthalb Jahren. Es ist sein zweites Projekt. Werner Eggerath probt mit den Kindern alle zwei Wochen drei Stunden. „Wir hatten erst sieben Kursteilnehmer und da es im Tierhäuschen sieben Figuren gibt, passte es gut“, sagt der Musiklehrer. Er begrüßt es, dass die Gruppe mittlerweile auf zehn angewachsen ist. An den Aufführungen sind immer alle beteiligt. Manche Rollen werden deshalb doppelt besetzt. Paula und Jule spielen beispielsweise die Rolle der Maus. Die beiden zwölfjährigen Mädchen erinnern sich noch gut an die Uraufführung im Februar im Desy in Zeuthen. „Ich hatte teilweise Lampenfieber, obwohl ich schon bei anderen Stücken dabei war“, gesteht Paula. Da die kleinen Akteure es schade finden, ein Stück nur einmal öffentlich zu zeigen, freuen sie sich, wieder am Freitag, dem 27. Mai, in der Radeland-Halle in Eichwalde aufzutreten. „Die Grundschule der Gemeinde sprach uns an, ob wir das Stück für die Schüler zeigen könnten. Und nun hängen wir noch zwei öffentliche Aufführungen – um 18 und 20 Uhr – dran“, erzählt Werner Eggerath.

Oper ist rund 30 Minuten lang

Er übersetzte mit fachlicher Unterstützung das russische Märchen neu und vertonte die Texte für Cello, Schlagwerk und Gesang. Die kleine Oper dauert eine halbe Stunde. Den ersten Teil der Veranstaltung werden die Instrumentalisten mit solistischen und kammermusikalischen Beiträgen gestalten.

Besonders stolz sind die Kinder, dass sie bei diesem Projekt „richtige Kostüme“ tragen. „Wir arbeiten mit einer britischen Theatermacherin aus Berlin zusammen, die hat einen großen Fundus“, so Eggerath. Der Fundus wird übrigens auch beim nächsten Projekt „Der Freischütz“ genutzt. Das Bühnenbild ist reduziert: zwei Wände mit Lichtschläuchen, die das Haus abgrenzen, und ein Baumstumpf.

Schüler haben sich ein halbes Jahr lang vorbereitet

Es steckt viel Arbeit in der Inszenierung. Die Schüler probten ein halbes Jahr. Und sich immer drei Stunden zu konzentrieren war nicht einfach. „Es gibt Tage, da hat man keinen Bock und dann gibt es Tage, da macht es viel Spaß“, sagt Paula. Jule macht das Theaterspielen generell Freude. Sie merkt aber auch, dass zum Schluss die Konzentration nachlässt. „Herr Eggerath hat eine Vorstellung, wie es sein soll, aber er gibt uns auch Freiraum, das finde ich gut“, sagt Jule. Das sei Teil der Theaterarbeit, dass die Kinder mitreden sollen, so Eggerath.

Info: „Das Haus der Tiere“, 27. Mai, 18 und 20 Uhr, Radeland-Halle Eichwalde, Stubenrauchstraße 17, Eintritt frei, Spenden erbeten.

Von Heidrun Voigt

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