Menü
Märkische Allgemeine | Ihre Zeitung aus Brandenburg
Anmelden
Dahme-Spreewald SPD-Hoffnung Angela Homuth
Lokales Dahme-Spreewald SPD-Hoffnung Angela Homuth
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
07:30 05.10.2017
Angela Homuth ist 54 Jahre alt. Quelle: Privat
Anzeige
Wildau

Es ist immer eine Frage der Perspektive. Verglichen mit dem Ergebnis ihrer Partei bei der Bundestagswahl war Wildaus SPD-Bürgermeisterkandidatin Angela Homuth mit ihren fast 30 Prozent top. Auch die anderen sozialdemokratischen Bürgermeisterkandidaten der Region ließ sie damit weit hinter sich. Doch gegen den langjährigen Amtsinhaber Uwe Malich (Linke) war das trotzdem nicht gut genug. Es reichte gerade so, um in die Stichwahl am 15. Oktober zu kommen.

Das erste Wahlziel erreicht: Malichs Wiederwahl verhindert

Glaubt man den Reaktionen, war aber ein erstes Wahlziel erreicht. Dass Angela Homuth auf Anhieb den Chefsessel im Wildauer Volkshaus für die SPD nach 16 Jahren zurückerobern würde, damit hatten wohl weder ihrer Parteifreunde noch ihre Unterstützer aus den Reihen von CDU und FDP gerechnet. Die Kandidatin selbst wirkte am Wahlsonntag vor knapp zwei Wochen erleichtert, als am späten Abend sich das vorläufige Ergebnis abzeichnete. „Stichwahl!“, rief sie im SPD-Wahlzelt auf der Festwiese in Königs Wusterhausen einer Genossin wie befreit zu.

Die Karten werden neu gemischt

Nun werden die Karten in der Stadt Wildau also neu gemischt. Als „Bürgermeisterin mit Herz“ wirbt Angela Homuth um die Stimmen der Wildauer. Die große Frage ist, ob sie auch jene für sich gewinnen kann, die in der ersten Runde für den unabhängigen Kandidaten Frank Vulpius und für Norbert Kleinwächter von der AfD gestimmt haben. Beide zusammen vereinten immerhin knapp 22 Prozent der Stimmen auf sich. „Das wird ein hartes Stück Arbeit“, sagt sie selbst. Rein rechnerisch haben die Wildauer in der ersten Runde tatsächlich für einen Wechsel an der Rathausspitze gestimmt. Malichs drei Herausforderer bekamen zusammen mehr Stimmen als er.

Wechsel-Kampagne von SPD, CDU und FDP

Darauf wird Angela Homuth in ihrem Wahlkampf gewiss häufiger verweisen, und darauf zielte schon die Wechsel-Kampagne von SPD, CDU und FDP in den zurückliegenden Wochen und Monaten ab. In der Stadtverordnetenversammlung, der Angela Homuth seit 2008 angehört und deren Vorsitzende sie seit 2014 ist, legten sich Politiker dieser Parteien zuletzt demonstrativ mit dem Bürgermeister an. Sporthallen-Neubau, Dahme-Wiesen, Sauberkeit im Ort waren nur einige der Themen. Fehlende Bürgernähe und Transparenz sind zentrale Kritikpunkte der Herausforderin an Amtsinhaber Malich. Sie verspricht, es besser zu machen, zum Beispiel mit Einwohner-Workshops und einer Bürgerinformationsstelle im Rathaus.

Wildauer Wachstum nicht um jeden Preis

In einer wichtigen kommunalpolitischen Frage hat Angela Homuth eine klare Position bezogen. Sie plädiert für ein behutsames Wachstum der Stadt. Die geplanten Wohnungsbauvorhaben – gut 1000 Wohnungen sollen entstehen – will sie umsetzen, eine weitere Verdichtung aber nur bei „absoluter Dringlichkeit“ zulassen. Anders wird sich nach ihrer Ansicht der grüne Charakter der Stadt nicht bewahren lassen. Insbesondere eine weitere Bebauung am Dahme-Ufer lehnt sie ab. Außerdem müsse die Infrastruktur für die künftigen Neu-Wildauer angepasst, mehr Kitaplätze, Schulkapazitäten und ein besseres Nahverkehrsangebot geschaffen werden.

Die 54-jährige Pädagogin hätte als Bürgermeisterin eine Mehrheit der Fraktionen von SPD sowie CDU/FDP in der Stadtverordnetenversammlung hinter sich. Ihr Wahlversprechen, Wildau gemeinsam zu gestalten, bezieht aber alle Stadtpolitiker ein.

Von Frank Pawlowski

Er ist der letzte verbliebene linke Bürgermeister in der Region. Uwe Malich strebt in Wildau seine dritte Amtszeit an. Aber diesmal ist das Rennen offen wie nie zuvor. Das liegt an der Herausforderin und an Malich selbst. Trotzdem kann sich seine Bilanz sehen lassen. Die Stadt steht so gut da wie nie zuvor seit der Wende.

05.10.2017

Viele junge Leute zieht es schon während der Schulzeit ins Ausland. Einer davon ist Sascha Olthuis aus Königs Wusterhausen, der im vergangenen Jahr die Chance nutzte, über eine Organisation nach China zu gehen. Was er dort erlebte, hat den 17-Jährigen stark geprägt. „Ein Auslandsjahr kann ich jedem empfehlen“, sagt er.

05.10.2017

Der Gewerbeverein in Bestensee hat einen neuen Vorstand. Zum Vorsitzenden wurde Peter Neumann gewählt. Der will nun die rund 40 Mitglieder im Verein mehr in die Arbeit einbeziehen, damit nicht zu viel an zu wenigen hängen bleibt. Um den Zusammenhalt zu stärken, soll gemeinsam gegolft werden. Vorbereitet werden jetzt auch schon Martinstag und Weihnachtsmarkt.

05.10.2017
Anzeige