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Dahme-Spreewald SPD-Wahlkreiskandidatin gewählt
Lokales Dahme-Spreewald SPD-Wahlkreiskandidatin gewählt
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21:20 18.09.2016
Dietmar Woidke gratuliert Sylvia Lehmann. Quelle: Lisa Neumann
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Wildau

Die SPD-Abgeordneten aus dem Wahlkreis 62 haben ihre Direktkandidatin für die anstehende Bundestagswahl 2017 gewählt. Die einzige Kandidatin, Sylvia Lehmann (62), wurde am Sonnabend mit 90 Prozent aller Stimmen in Wildau gewählt. Allerdings erst nach zwei Wahlgängen.

Tina Fischer: geschlossen eine Kandidatin wählen

Vor der Wahl der 62-jährigen Cottbusserin, eröffnete Landtagsabgeordnete Tina Fischer die Konferenz. Sie sprach sich dafür aus, „geschlossen und zusammen“ eine Kandidatin zu wählen. In ihrer Ansprache an ihre „Genossen und Freunde“ fand sie nur löbliche Worte für Sylvia Lehmann. Vorher machte sie klar, was die Kandidatin in den Augen der SPD verkörpern solle. Die Direktkandidatin solle aus der Region kommen, am besten hier wohnen und nicht nur Stippvisiten in das Umland unternehmen. Diesen kleinen Seitenhieb auf die Wahlkreisabgeordnete der CDU, Jana Schimke, quittierte die Parteimitglieder mit euphorischen Applaus. Die Kandidatin sollte außerdem die Themen kennen, die die Menschen bewegen und die Sprache der Leute sprechen. All das, so Tina Fischer, sieht sie in Sylvia Lehmann. Deshalb wolle sie „unsere Sylvia“ vorschlagen.

Ministerpräsident Dietmar Woidke stimmte einen Lobgesang an

Auch Brandenburgs Ministerpräsident Dietmar Woidke, als Ehrengast eingeladen, stimmte einen kurzen Lobgesang auf Lehmann an. Er beschrieb Lehmann als „Muttercourage“, die er sehr schätze und die eine feste Säule im Kampf um soziale Gerechtigkeit und Bildung darstellt. Dennoch würde er es bedauern, sie in den Bundestag verabschieden zu müssen. Dem Landtag würde sie fehlen, scherzte Woidke. Seinen Worten war eine ermutigende Ansprache an seine Parteigenossen vorausgegangen, in der er die Ziele und Vorgehensweise seiner Partei verteidigte. Woidke war zu Wahl gekommen, um als Landesverband zu signalisieren, dass alle bis zur Wahl zusammen kämpfen wollen, so der Ministerpräsident.

Sylvia Lehmann möchte als Verfechterin der Region erkannt werden

Sylvia Lehmann selbst unterstrich in ihrer anschließenden Vorstellung ihre Verbindung zu der Region. Als Landtagsabgeordnete, Mitglied des Kreistags Dahme-Spreewald, der Gemeindevertretung Märkische Heide und schließlich als Ortsvorsteherin ihres Wohnortes Dollgen. „Ja, ich will. Ja, ich möchte in den Bundestag einziehen“, bekräftigte sie ihre Kandidatur. „Ich will den Wahlkreis engagiert vertreten“, sagte sie kurz vor der Wahl. Ihr Wunsch ist es, erzählte sie, erkannt zu werden, wenn sie durch die Gänge des Bundestags geht – als Verfechterin der Region.

Sylvia Lehmann wurde mit 90,3 Prozent gewählt

Die Parteigenossen plädierten in den nachfolgenden Aussprachen alle für Lehmann: Fachpolitikerin, fähig, durchsetzungsstark. Bis auf einer, der gerne ihre bundespolitischen Ziele gehört hätte. Die folgende Wahl war wie erwartet verlaufen: Sylvia Lehmann wurde mit 90,3 Prozent zur Direktkandidatin der SPD für den Wahlkreis 62 gewählt. Lediglich vier Genossen stimmten mit „Nein“ – im zweiten Wahldurchgang. Beim ersten Durchgang hatten fünf verspätete Parteimitglieder abgestimmt, ohne sich vorher registrieren zu lassen. Die erneute Wahl sorgte für ein wenig Unmut, konnte die Freude der Kandidatenkür am Ende aber nicht trüben.

Von Lisa Neumann

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