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Dahme-Spreewald SPD befragt Bürger zum Siegertplatz
Lokales Dahme-Spreewald SPD befragt Bürger zum Siegertplatz
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00:18 29.04.2017
Siegertplatz an der Dorfaue in Zeuthen soll neu gestaltet werden. Jetzt werden die Bürger befragt. Quelle: Oliver Becker
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Zeuthen

Schon lange ist die Entwicklung des Siegertplatzes in Zeuthen ein Thema in der Gemeindevertretung. Trotz Beschluss vom April letzten Jahres und einer laufenden Ausschreibung, nach der eine gehobene Gastronomie etabliert werden soll, gibt es laut Gemeinde bisher keinen Investor, der sich dort engagieren will. Die Gemeindevertreter besprechen aktuell mögliche Alternativen, die zeitnah im Fachausschuss beraten werden sollen. Nun will die SPD die Zeuthener Bürger befragen, was sie wollen.

Umfrage zum Siegertplatz

„Wir machen eine große Umfrage zum Siegertplatz. Wir verschicken noch vor dem 1. Mai eine Postkarte an alle Haushalte. Die Leute werden gefragt, was mit dem Grundstück passieren soll“, sagte die SPD-Bürgermeisterkandidatin Martina Mieritz. Das Ergebnis soll in einem Dialogforum mit den Bürgern zusammengefasst werden. Die Zeuthener können ihr Kreuz bei dem favorisierten Gestaltungsmodell machen. Anschließend sollen sie die Postkarte wieder zurücksenden. Votieren können sie für den Erhalt der Grünfläche, den Bau eines gehobenes Restaurants mit Parkplätzen oder eines rustikalen Sommerbiergarten. Zusätzlich steht einen Bootsverleih, eine öffentliche Toilette, sowie ein attraktiver Kinderspielplatz zur Auswahl. „Wir wollen die Bürgerbeteiligung stärken und die Menschen miteinbeziehen“, sagte Mieritz.

Kein Investor in Sicht

Bereits schon lange wolle die Gemeinde den Platz entwickeln, doch habe sich bislang wegen des hohen Pachtzinses, den die Gemeinde fordere, kein Investor gefunden. Bei einem Interessenten, der sich auf die erste Ausschreibung hin gemeldet hatte, stimmten die Konditionen nicht – ein schlüssiges Konzept fehlte, er bekam keinen Bankkredit. Daraufhin wurde letztes Jahr erneut ausgeschrieben – bislang ohne Erfolg. Daraufhin habe ein Umdenken in der SPD stattgefunden. Grundsätzlich müsse neu überlegt werden, ob man weiter eine Gastronomie wolle oder eine Freizeitmöglichkeit mit Bootsverleih und Gastronomie samt Eis, Pizza oder Currywurst. „Von uns kam der Vorschlag, dort etwas Einfaches zu entwickeln“, sagte Mieritz.

Kritik an SPD-Vorstoß

„Ich halte davon nichts“, sagte Karl Uwe Fuchs (Grüne/FDP). Bereits vor sechs Jahren sowie im letzten Jahr seien Beschlüsse zur Platzgestaltung gefasst worden. „Klar war zuletzt, dass dort ein Restaurant hinkommt und keine Würstchenbude. Die SPD hätte mit der Umfrage Jahre früher kommen müssen“, sagte Fuchs. Nun gebe es einen Investor, der sich auf die neue Ausschreibung beworben habe, sich das Vorhaben leisten könne und nur noch auf den Zuschlag der Gemeinde warte. In das Verfahren involviert seien bereits Architekten und Banken. Ebenso seien bereits viele Unterlagen eingereicht worden. „Kommt jetzt die SPD und macht eine Umfrage allein aus Wahlkampfzwecken, dann halten uns die Investoren für verrückt“, so Fuchs.

„Die Entwicklung des Standorts ist notwendig, damit die Mittel, die für die Steganlage in die Hand genommen wurden, nicht verpuffen“, sagte Nadine Selch (CDU). Die Gemeinde selbst sollte kein Restaurant oder einen Biergarten betreiben. Der SPD-Vorstoß sei dem Wahlkampf geschuldet, trage aber zur Verunsicherung bei. Die Ausschreibung könne wieder zurückgezogen, der Zins herabsetzt werden. Die Umfrage hätte aber früher stattfinden müssen. Die SPD sollte sich über ihre Ziele klar werden. Auch sei das Thema Bürgerbeteiligung bislang kein SPD-Thema gewesen.

Von Oliver Becker

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