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Dahme-Spreewald Saitensprünge in den Kavalierhäusern
Lokales Dahme-Spreewald Saitensprünge in den Kavalierhäusern
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12:25 02.11.2016
Das Schloss Königs Wusterhausen ist für Uta Carina Kurz der perfekte Veranstaltungsort für klassische Konzerte. Quelle: Nadine Pensold
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Königs Wusterhausen

Zum Meer hat Uta Carina Kurz eine ganz besondere Beziehung. Die Sängerin aus Zeesen hat sich dem maritimen Schlager verschrieben. Ihre Auftritte führen sie häufig in den Norden der Bundesrepublik, an den Rhein, die Donau oder auf das weite Meer hinaus. „Wasser fand ich schon immer toll. Seit 2000 bin ich auch auf Hochsee- und Flussfahrtschiffen unterwegs. Das ist eine tolle Sache und immer ein bisschen wie Urlaub auf dem Schiff“, schwärmt die 56-Jährige.

Seemannslieder, Filmmelodien und Cover von Helene Fischer

Vom aktuellen Schlagerfieber in Deutschland kann die Zeesenerin dabei profitieren. Bei ihren Auftritten begeistert sie ihre Fans mit Seemannsliedern, Filmmelodien, aber auch modernen Coverhits von Helene Fischer und eigenen Schlagersongs. Wenn Kurz nicht selbst auf der Bühne steht, lässt sie aber ganz andere Töne anklingen: Seit mittlerweile fünf Jahren organisiert sie die Konzertreihe „Klassik und Me(e)hr“ in den Kavalierhäusern.

Dass auch hier das Wasser mit anklingt, hat einen Grund: „Die meisten Künstler habe ich auf den Hochseeschiffen kennengelernt“, erläutert sie. Das Spektrum reicht dabei von Jazzern über Pianisten bis hin zu Chanson-Sängern und klassischen Musikern. Das „Me(e)hr“ stehe daher auch für die Vielfalt der gebotenen Konzerte.

Das Duo „Saitensturm“ tritt am Sonntag auf. Quelle: Promo

In diesem Jahr erhielt die Veranstaltungsreihe sogar eine Förderung von der Stadt in Höhe von 1000 Euro. „Ich habe mich sehr darüber gefreut. Das ist eine tolle Wertschätzung für das, was ich bisher gemacht habe“, sagt Kurz Die Gäste der Klassik-Konzerte möchte die Sängerin an der Förderung teilhaben lassen: Ein Sonderkonzert wird am Sonntag die fünfte Auflage von „Klassik und Me(e)hr“ eröffnen. Zu Gast ist das Duo „Saitensturm“, das sein Publikum mit auf einen musikalischen Streifzug durch verschiedene Genres nimmt. Klezmer und Wiener Klassik stehen genauso auf dem Programm wie Swing und Evergreens, wenn die Violinistin Sarah Piorkowsky und der Gitarrist Thomas Heyn auf der Bühne stehen.

Termin wegen Kranheit verschoben

Eigentlich sollte das Duo bereits im April dieses Jahres in den Kavalierhäusern gastieren, doch aufgrund einer Erkrankung von Sarah Piorkowsky konnte das Konzert nicht wie geplant stattfinden. „Ich habe damals aber versprochen, dass das Konzert, sofern eine Möglichkeit besteht, nachgeholt wird“, sagt Uta Carina Kurz, die sich deshalb umso mehr auf den Auftritt am Sonntag freut.

Ab Januar finden insgesamt noch vier weitere Konzerte in den Kavalierhäusern statt (siehe Kasten). Kurz hat dafür Kabarett und Musiktheater, Swing und Jazz, ein Klavierkonzert und zu Ostern Virtuoses für Klarinette und Harfe zusammengestellt. „Ich brauche immer viel Zeit, bis ich alles fertig habe. Denn was mir gefällt, muss nicht unbedingt auch den Gästen gefallen. Ich finde, es ist eine gute Mischung geworden“, sagt die Musikerin.

Mehrere etablierte Klassikformate in der Region

Mittlerweile offeriert Königs Wusterhausen den Fans der klassischen Musik mehrere Veranstaltungsreihen. Das sind neben „Klassik und Me(e)hr“ die Klaviersterne, seit drei Jahren kommen im Rahmen der Schlosskonzerte namhafte Künstler während der Sommermonate zu Konzerten in die Stadt. Als Konkurrenz sieht das Uta Carina Kurz nicht. „Ich empfinde das eher als belebend. Und wir versuchen uns untereinander auch immer mit den Programmen abzustimmen.“

Dass sich auch in der Region mittlerweile einige Klassikformate etabliert haben – etwa der Musiksommer Blankensee oder die „Jüterboger Kammermusiken“ – hat für Kurz mehrere Gründe. Zum einen gebe es zahlreiche Klassik-Interessierte und viele wollen nicht weit fahren, um Kultur zu erleben. In der Region habe man zudem ein gutes Preis-Leistungsverhältnis – das locke auch Gäste aus Berlin und umliegenden Städten. Königs Wusterhausen selbst punkte vor allem durch die Spielorte.

„Ein Programm wie ,Klassik und Me(e)hr’ passt einfach in die Kavalierhäuser“, sagt Kurz. Das Schloss habe ein großartiges Ambiente und es gibt einen wunderbaren Flügel für die Pianisten. „Ich kann natürlich nicht die Gagen zahlen, die die Künstler sonst auf den großen Berliner Bühnen kriegen. Aber bisher hat es allen, die dabei waren, soviel Spaß gemacht, dass sie gesagt haben, dass sie gerne wiederkommen würden“, berichtet sie.

Von Nadine Pensold

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