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Dahme-Spreewald Salziger Buttertee und traditionelle Ringkämpfe
Lokales Dahme-Spreewald Salziger Buttertee und traditionelle Ringkämpfe
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02:15 22.07.2015
Ralph Eberhardt (r.) erklärte Besuchern Pfeil und Bogen. Quelle: Uta Schmidt
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Waßmannsdorf

Menschen in der fernen Mongolei feiern seit Jahrhunderten das sommerliche Naadam-Fest mit Gesang, reichlich Speis und Trank sowie traditionellen Wettkämpfen der Ringer, Reiter und Bogenschützen. Seit zwölf Jahren können auch Dahmeländer und ihre Gäste aus nah und fern – auch ohne weite Asienreise – Spaß am mongolischen Brauchtum und fernöstlicher Lebensfreude haben. Die diesjährige Auflage des Spektakels lockte am Samstag wieder tausende Besucher auf die Festwiese nach Waßmannsdorf.

Zahlreiche Akteure luden auf den mit Fahnen geschmückten Festplatz, in die Kampfarena sowie in ein Dutzend bunter Jurten und Zelte zu Begegnungen, Sport und Unterhaltung ein. Erstmals bei diesem Anlass dabei waren Mitglieder der Deutsch-mongolischen Gesellschaft, die in einer Jurte in Waßmannsdorf tagten und bei populärwissenschaftlichen Vorträgen Zuhörern Einblicke in das Leben des Steppenvolkes vermittelten. „Wir wollen viele neue Interessenten für die Mongolei und die interessante Geschichte gewinnen“, so der Vorsitzende der Gesellschaft, Ernst Pohl. Das Naadam-Fest werde nicht nur als Sommerfest, sondern seit 1921 auch als großes Staatsfest gefeiert. Bereits zu Zeiten von Dschingis Khan hätten aus diesem Anlass die typischen Männerkämpfe wie Ringen stattgefunden, erklärte der Wissenschaftler der Universität Bonn.

Immer mehr Besucher mit mongolischen Wurzeln treffen sich seit zwölf Jahren zum Volksfest in Waßmannsdorf – oft gekleidet in reich bestickte Seidenroben und in Trachten. Mit ausschließlich sportlichen Ambitionen kam hingegen Tamir Hoever. Der Berliner wollte seine Kräfte erstmals im Ringer-Wettbewerb messen. An seiner Seite Freund und Nachbar Matthias Gündel. Der 26-jährige Student startete im 32er Teilnehmerfeld als einziger Deutscher. „Das ist für mich mehr ein großer Spaß. Es ist doch klar, dass ich gleich beim ersten Kampf ausscheide, ich kenne ja noch nicht einmal die Regeln richtig“, sagte der junge Mann.

Die großen und kleinen Besucher zog es nicht nur in die Wettkampfarena, viele wollten selbst ihr Können beim Bogenschießen oder auf dem Rücken der Pferde erproben. Beherzt griff zum Beispiel Ines Wenzel aus Königs Wusterhausen unter Anleitung von Ralph Eberhardt zu Pfeil und Bogen. „Wir sind das erste Mal hier, haben schon das mongolische Essen gekostet. Interessant fand ich die mongolische Milch, ein salziger Buttertee“, so Wenzel. Eberhardt hingegen ist seit mehreren Jahren aktiv beim Fest dabei und zeigt Besuchern den richtigen Umgang mit Pfeil und Bogen. „Ich habe mir dafür eine mongolische Tracht mit Reiterstiefeln und Gürtel zugelegt. Die aber habe ich bei der Hitze nicht an“, so der Schönfelder.

Freude herrscht bei der Künstlerin Munguntsetseg Sharav aus München, die aus den Händen des Botschafters Tsolmon Bolor eine Auszeichnung des Kulturministers der Mongolei für ihr 15-jähriges Engagement für die mongolische Volkskunst in Deutschland erhielt. Höhepunkt war der Auftritt des Sängers und mongolischen Popstars Dashdondog. Botschafter Bolor dankte vor allem den Organisatoren und Sponsoren des Naadam-Fests in der Flughafengemeinde. „Es weckt bei mir Heimatgefühle“, so sein Kommentar. Auch Brandenburgs Umweltminister Jörg Vogelsänger (SPD), Vertreter aus Politik und Wirtschaft genossen die in Brandenburg ungewöhnliche Unterhaltung zwischen Jurten und Ringerarena.

Von Uta Schmidt

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