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Dahme-Spreewald Sanfter Einstieg in die Kommunalpolitik
Lokales Dahme-Spreewald Sanfter Einstieg in die Kommunalpolitik
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21:40 21.09.2016
Bei der Jugendkonferenz auf dem Funkerberg im Oktober 2015 besprachen 70 Jugendlichen Themen, die sie bewegen und interessieren. Quelle: Gerline Irmscher
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Königs Wusterhausen

„Manchmal werde ich nicht ernst genommen und auf später vertröstet“, berichtet Li Smilgies von ihren Erfahrungen bei der Arbeit als Mitglied des Jugendbeirates Königs Wusterhausen. Konkret wollte sie sich um die Weiterführung der S-Bahn-Linie 8 bis in die Funkerstadt bemühen, doch sie wurde abgewimmelt. Die 16-Jährige ist Mitglied des Jugendbeirates und nun neue Vorsitzende. Am vergangenen Montag wurde die Schülerin einstimmig gewählt.

Früh übt sich

Der Jugendbeirat ist ein beratendes Gremium und soll jungen Erwachsenen auch ohne Parteizugehörigkeit die Möglichkeit geben, sich politisch in der Stadt zu engagieren. Als sachkundige Einwohner – ohne Wahl- , aber mit Stimmrecht – sitzen die Mitglieder in den Ausschüssen der Stadtverordnetenversammlung. Schon in der vergangenen Wahlperiode bestand ein Jugendbeirat, der laut Andreas Edler, Jugendsozialarbeiter des Stadtjugendrings Königs Wusterhausen, „nie wirklich arbeitsfähig war“ und bereits „Geburtsfehler“ hatte, wie Stadtverordneter Tobias Schröter (SPD) sagt. Der Beirat zerfaserte sich langsam, so Edler.

Mit einer Jugendkonferenz, organisiert vom Stadtjugendring, wurde ein Neuanfang gewagt. Der daraus resultierende Jugendbeirat tagte am 19. November das erste Mal. Der Beirat hat es sich zur Aufgabe gemacht, die Themen, die auf der Jugendkonferenz erarbeitet wurden, umzusetzen. Das ist auch Lis Smilgies’. Auch wenn, wie sie sagt, es anfangs Schwierigkeiten gab, verläuft die Arbeit mit den anderen im Gremium „im Großen und Ganzen“ gut. Drei bestimmende Themen gab es in der letzten Sitzung. Es ging um die Wahl eines neuen Vorstands, um die Frage, ob der Beirat über ein Budget verfügen solle, und um die Präsentation nach außen.

Bekanntheit steigern

Der Jugendlichen der Stadt müssen wissen, dass es einen Beirat gibt, so Andreas Edler. Genauso sieht es Georg Hanke (SPD), Vorsitzender der Stadtverordnetenversammlung. Wenn die Jugendlichen Themen, die in der Jugendkonferenz erarbeitet wurden, aufgreifen, vorantreiben und schließlich umsetzen, wächst der Grad der Bekanntheit. Hanke betont, dass sowohl Bürgermeister Lutz Franzke (SPD) als auch die Stadtverordneten ein „großes Interesse an den Bedürfnissen der Jugendlichen“ haben.

Li Smilgies erzählt, dass ihr das Mentoring hilft. Birgit Uhlworm von der Selbsthilfegruppe Alleinerziehender (Shia), hat die junge Frau unter ihre Fittiche genommen, nimmt sie mit zu Sitzungen und bietet ihre Hilfe an. Ebenso wie Tobias Schröter, der sich mit einigen Mitgliedern zum Austausch trifft und den Beirat „auf einem guten Weg“ sieht. Für die weitere Entwicklung des Gremiums wünscht er sich jedoch, dass der Rat seine Anliegen in den Ausschüssen stärker vertritt und die Jugendlichen „der Politik auch auf die Füße treten“.

Vorsitzende des Jugendbeirates Königs Wusterhausen, Li Smilgies Quelle: privat

Georg Hanke findet die Abstimmung der Ausschussvertreter im Gremium verbesserungswürdig, sieht den Beirat grundsätzlich aber ebenso auf einem guten Weg. Die neue Vorsitzende Li Smilgies freut sich auf ihre Amtszeit: „Ich interessant mich für Politik. Und es freut mich sehr, jetzt Vorsitzende zu sein“, sagt sie.

Von Lisa Neumann

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