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Kreisverwaltung in Königs Wusterhausen Sanierung abgeschlossen

Seit 2008 hat der Landkreis an den Verwaltungsräumen in der Brückenstraße gebaut. Jetzt sind die Arbeiten am Gebäude und an den Außenanlagen abgeschlossen. Das Ergebnis wird bei einem Tag der offenen Tür der Öffentlichkeit präsentiert.

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Schmökern unter freiem Himmel

Landrat Stephan Loge (l.) und OSZ-Leiter Klaus-Ulrich Töpel vor dem sanierten Landratsamt.

Quelle: Oliver Fischer

Königs Wusterhausen. Am übernächsten Wochenende wird Landrat Stephan Loge (SPD) eine kleine Rede halten. Das weiß er schon, und er weiß auch, was er sagen wird. Er wird sich bei seinen Mitarbeitern bedanken. Dafür, dass sie bei der Sanierung des Verwaltungsgebäudes zwei Jahre lang ziemlich unzumutbare Zustände erduldet haben.

Es wird der 30. Mai sein, Tag der offenen Tür im Königs Wusterhausener Landratsamt. Der allererste. Der Landkreis hat dazu eingeladen, um den Einwohnern der Stadt zu zeigen, was man in den vergangenen sieben Jahren mit erheblichem Aufwand und erheblichem Einsatz von Steuergeld an der Brückenstraße geschafft hat. Viel, findet Loge (SPD). Das Gebiet, auf dem der Landkreis seit 2008 fast ununterbrochen gebaut hat, nennt der Landrat heute ganz unbescheiden „eines der geschlossensten städtebaulichen Areale in Königs Wusterhausen“.

Loge ist stolz auf die Anlage. Auf das Oberstufenzentrum, in das der Landkreis zwischen 2010 und 2012 insgesamt 5,5 Millionen Euro investiert hat, und das Leiter Klaus-Ulrich Töpel „perfekt für unsere Bedürfnisse“ nennt. Loge ist auch stolz auf den Sportplatz, der 2010 den alten Schlackeplatz ersetzte, und auf dem er manchmal nach Einbruch der Dunkelheit selbst ein paar Runden dreht. Dann die Sporthalle, die für rund 4 Millionen Euro anstelle der alten Einfeldhalle gebaut wurde. Und natürlich das Verwaltungsgebäude, in dem Loge sein Zweitbüro hat, und in dem 200 Angestellte zwei Jahre lang arbeiten mussten, während Arbeiter bei laufendem Betrieb Dinge in Betonwände dübelten. „Das würde ich nie wieder so machen“, sagt Loge schuldbewusst. Aber man sei halt auch davon abhängig gewesen, was die Architekten und Planer empfohlen hätten. Und die sagten damals: Sanierung bei laufendem Betrieb ist machbar.

Tag der offenen Tür

Beginn: Sonnabend, 30. Mai, 10 Uhr im Königs Wusterhausener Landratsamt, Brückenstraße 41.

Unterhaltungsprogramm: Es treten unter anderem mehrere Ensembles der Kreismusikschule auf. Angeboten werden auch Wanderungen, Vorträge und eine Fahrt mit dem Traditionsbus.

Aktionen: Die einzelnen Ämter stellen sich mit ihren Leistungen vor. Es gibt Ausstellungen, Infostände und Mitmach-Aktionen.

2012 wurden die Arbeiten am Verwaltungsbau abgeschlossen, die tatsächlichen Auswirkungen auf das Stadtbild sind aber erst jetzt wirklich zu erkennen. Denn die folgenden zweieinhalb Jahre brauchte der Landkreis noch, um vorgelagerte Baracken abzureißen und die Außenanlagen fertig zu stellen: die Parkplätze, die Blumenrabatten, die Fahrradständer, deren Überdachung an Spreewaldkähne erinnern.

Bis März dauerten die letzten Arbeiten, und eigentlich ist die Sanierung des Landratsamtes noch immer nicht ganz abgeschlossen. Am Eingang steht ein Briefkasten, der Loge schon peinlich war, als sich 2012 plötzlich die Weltpresse für seine Verwaltung interessierte. Damals, als die Eröffnung des BER platzte und Loges Genehmigungsbehörde die schlechte Nachricht überbringen musste, ritten Kamerateams ein und filmten die graue Fassade des Amtsgebäudes ab. Der Plattenbau, der Ende der 80er Jahre mal als Internatswohnheim gedacht war, sah zu diesem Zeitpunkt noch fast so aus wie zu DDR-Zeiten. Die Kamerateams schwenkten also über die Fassade, erzählt Loge, und sie filmten den Briefkasten: ein blechernes Stück Hässlichkeit, das an eine Konstruktion aus verbogenen Blechen und vergilbten Holzlatten geschraubt ist. „Als die Medienleute das gesehen haben, hielten sie uns gleich für Dörfler“, sagt Loge. Deshalb wurmt es ihn etwas, dass ausgerechnet dieser Briefkasten noch immer vor dem neu verputzten Amt hängt. „Aber bis zum Tag der offenen Tür soll der Neue da sein“, sagt Loge. Wahrscheinlich wird er auch ihn in seiner Rede erwähnen.

Von Oliver Fischer

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