Menü
Märkische Allgemeine | Ihre Zeitung aus Brandenburg
Anmelden
Dahme-Spreewald Sanierung der Dorfteiche hat begonnen
Lokales Dahme-Spreewald Sanierung der Dorfteiche hat begonnen
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
00:18 27.02.2017
An den Brusendorfer Dorfteichen wurden in diesen Tagen 25 Bäume gefällt, damit das Ufer später umgestaltet werden kann. Quelle: Andrea Müller
Anzeige
Brusendorf

Mitarbeiter der Potsdamer Firma Baum und Park haben in den letzten Tagen 25 Bäume an den Brusendorfer Dorfteichen gefällt. Damit begann deren Sanierung, die bis zum Ende des Jahres abgeschlossen sein soll. Sie ist ein Projekt der Berlin-Brandenburg Entwicklungs Gesellschaft (BADC) und eine Maßnahme als Kompensation für die Errichtung des Großflughafens BER.

Die Bäume – es waren vorrangig eine schon umsturzgefährdete Pappel und ebenfalls kranke Rosskastanien – standen an der Südseite des Sees. „Hier störten die Bäume vor allem den Lichteinfall in die Gewässer“, so Erik Haase von der Firma IDAS in Luckenwalde, die das Projekt im Auftrag der BADC betreut. Zugleich hätten sie so nah am Ufer gestanden, dass das gesamte Laub im Herbst in den Teich fiel und dieses verschmutzte. Zurzeit ist das Ufer noch von Pfahlreihen – sie stammen aus den 1980er Jahren – begrenzt und sehr steil. Laut Haase soll auch dies verändert werden, um vor allem Tieren das Leben an diesem Ort zu erleichtern. Es werden künftig an diesem Ort mehr Arten erwartet. Derzeit lebten in den Teichen vor allem Fische. Künftig sollen es auch Molsche, Frösche und Kröten sein.

Auf die Tier- und Pflanzenwelt wird Rücksicht genommen

Das alte Betonrohr, das beide Teiche verbindet, soll ebenfalls durch eine neue, lichtdurchlässige Verbindung ersetzt werden. Damit könnten die Tiere leichter zwischen den beiden Gewässern pendeln.

Während die Bäume jetzt entfernt wurden, weil nur in dieser Jahreszeit Baumfällungen genehmigt werden, wird über Frühling und Herbst Rücksicht auf die Tier- und Pflanzenwelt genommen. Die Arbeiten gehen dann erst im Spätsommer und Herbst weiter. Für die Baumfällungen werden laut Haase im Ort Ersatzpflanzungen vorgenommen. „Wo die genau erfolgen sollen, dazu sind wir schon mit dem Ortsvorsteher im Gespräch“, sagt Haase.

Richard Diedrich kennt das Projekt sehr gut. „Es wurde uns ja genau bei einer Einwohnerversammlung vorgestellt“, sagt er. Außerdem habe es Brusendorf selbst auf den Weg gebracht. Wie viele Dorfbewohner ist er der Meinung, dass die Sanierung ein Gewinn für den Ort ist. Natürlich weiß er, dass es auch Leute gibt, die meckern. Auch wenn die Uferzone an den beiden Teichen momentan wegen der Fällungen eher gerupft aussieht, hat Diedrich ein anderes Bild vor dem inneren Auge. Denn an der Südseite soll es vor allem blühende Pflanzen geben wie den Blutweiderich. Auf der Nordseite gegenüber werden wieder Gehölze gepflanzt. Zudem wurde mit den Fällungen Platz für die bereits vorhandenen Weiden geschaffen, die an Gewässern zu Hause sind.

Kosten noch nicht abschätzbar

Antje Girschick, Geschäftsführerin bei der BADC, kann die Kosten für das gesamte Projekt zum jetzigen Zeitpunkt noch nicht umreißen. Sie würden erst ermittelt, da es aus einer Fülle von Einzelmaßnahmen bestehe. Sie weiß jedoch, dass die Brusendorfer hinter dem Projekt stehen, das Ende Januar im Bürgerhaus vorgestellt worden war. Sie unterstreicht die Notwendigkeit der Baumfällungen, ohne die eine naturnahe Umgestaltung der Uferzone mit sanften Böschungen nicht möglich wäre.

Die Fäll-Genehmigungen habe die Verwaltung in Mittenwalde erteilt. In Deutschland sind Fällungen nur vom 1. Oktober bis Ende Februar erlaubt. Fällungen außerhalb dieser Zeit werden nur in Ausnahmefällen genehmigt. Für die eigentlichen Arbeiten in Brusendorf im Herbst ist aber mit den Arbeiten jetzt der Weg frei gemacht worden.

Von Andrea Müller

Die Zeuthener Gemeindevertretung hat eine Machbarkeitsstudie für einen neuen Grundschulbau beschlossen. Erste Ergebnisse sollen bereits Ende Mai vorliegen. Eine gemeinsame Bildungsstätte mit Eichwalde und Schulzendorf zusammen, ist nicht mehr erste Priorität.

27.02.2017
Brandenburg Kaum Schäden in Berlin und Brandenburg - Sturmtief deckt Wohnhaus-Dach ab

Brandenburg ist glimpflich davon gekommen: Sturmtief “Thomas“ verschonte viele Teile des Landes. Doch im Süden gab es viele Feuerwehreinssätze. In Guben deckte der Sturm am Freitagmorgen die komplette Dachschicht eines Wohnhauses ab.

24.02.2017

Die CDU will erstmals mit einem eigenen Kandidaten zur Bürgermeisterwahl in Königs Wusterhausen antreten. Kämmerer Jörn Perlick (51) soll nominiert werden. Er erklärte auf einer Mitgliederversammlung seine Bereitschaft zur Kandidatur. Zum neuen Vorsitzenden der Stadt-CDU wurde Mario Kühl (47), gewählt.

27.02.2017
Anzeige