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Sanierung des Kirchdaches hat begonnen

Niederlehme Sanierung des Kirchdaches hat begonnen

Ohne das Engagement des Fördervereins sähe die Kirche im Königs Wusterhausener Ortsteil Niederlehme ziemlich alt aus. Jahrelang regnete es rein. Dank Fördermittel und Spenden wird jetzt das Dach saniert.

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Max Schirrmacher (l.) und Alexander Gütter vom Förderverein freuen sich über neue Dachziegel.

Quelle: Josefine Sack

Niederlehme. Lockere Ziegel, die jeden Moment herabzustürzen drohten, Wasserschäden und Schimmel unter der Kirchendecke – immer wieder machte das alte Dach der evangelischen Kirche in Niederlehme Probleme. Doch damit ist jetzt Schluss. Nach jahrelangem Ringen um Fördermittel und Spenden beginnen nun die Sanierungsarbeiten. Bereits in der vergangenen Woche haben Bauarbeiter damit begonnen, das neobarocke Gotteshaus an der Karl-Marx-Straße einzurüsten.

Die Sanierung des maroden Kirchenschiffdachs mit den Originalziegeln aus dem Jahr 1914 war längst überfällig. „Ein Großteil der Schäden am Dach stammt noch aus der Zeit des Zweiten Weltkriegs“, sagt Max Schirrmacher, Vorstandsmitglied des 2009 gegründeten Fördervereins der Kirche Niederlehme. Seither wurden am Dach, wenn überhaupt, nur notdürftig Reparaturen durchgeführt.

Historische Gauben kehren zurück

In den kommenden Wochen sollen insgesamt 550 Quadratmeter Dachfläche erneuert werden. Dabei werden nicht nur die maroden Ziegel ausgetauscht, das Dach erhält zudem seine historischen Gauben an der Nord- und Südseite des Kirchenschiffs zurück. Die Dachgauben wurden bei Instandsetzungsarbeiten in den 1960er Jahren zugunsten einer geraden Ziegelabdeckung entfernt – offenbar aus Kostengründen. Seither lagerten die historischen Holzelemente der früheren Gauben auf dem Kirchendachboden, wo sie dem Holzwurm zum Opfer fielen und allmählich in Vergessenheit gerieten. Bis Mitglieder des Fördervereins sie dort entdeckten und sich entschieden, diese nach den Originalgauben rekonstruieren und in das neue Dach integrieren zu lassen. Angesichts der guten Auftragslage in der Region hatte der Kirchenförderverein jedoch zu tun, überhaupt eine Firma für die aufwendige Sanierung zu finden, berichtet Max Schirrmacher. „Uns war es wichtig, für die Sanierungsarbeiten möglichst Firmen aus der näheren Umgebung zu gewinnen“, fügt er hinzu. Letztendlich traute sich der Zernsdorfer Tischler Dirk Behrendt an die aufwendige Rekonstruktion des alten Dachs heran.

Insgesamt sind für die Dachsanierung knapp 90 000 Euro veranschlagt. Der größte Anteil floss über Spenden in die Kasse des Fördervereins: Rund 45 000 Euro nahm der Verein bei Benefizkonzerten ein. Zudem spendeten viele Privatleute. Weitere 25 000 Euro stellte die Stadt Königs Wusterhausen zur Verfügung. Die Stiftung Dahme-Spreewald der Mittelbrandenburgischen Sparkasse unterstützt die Dachsanierung mit 20  000 Euro.

40 Mitglieder engagieren sich für Erhalt des Gotteshauses

Ohne das Engagement des Fördervereins würde die Kirche wohl auch noch in den kommenden Jahren ziemlich alt aussehen. Seit 2009 engagieren sich 40 ehrenamtliche Mitglieder für die Erhaltung der Kirche. Höhepunkt der bisherigen Bemühungen war die Sanierung des Kirchturms samt Uhr und Glockengeläut zum 100-jährigen Bestehen des Gotteshauses vor zwei Jahren.

„Bis zur Gründung des Fördervereins war das Gemeindeleben ziemlich eingeschlafen“, erinnert sich Vorstandsmitglied Alexander Gütter. Das Engagement wird honoriert im Ort, es hauchte sowohl dem Gebäude selbst als auch der Kirche als Stätte der Begegnung neues Leben ein. Die regelmäßigen Benefizveranstaltungen erfreuen sich großer Beliebtheit. „Jede Spende hilft“, sagt Gütters. Denn mit dem Dach sind die Arbeiten nicht abgeschlossen. Bis 2019 soll die Kirche neu verputzt werden. Auch neue Fenster sind geplant. Danach ist der Innenraum dran.

Die Gottesdienste zu Weihnachten können nun wieder im Trockenen gefeiert werden. Am ersten Advent, wenn über dem Kirchenportal der Weihnachtsstern leuchtet, soll das neue Dach geweiht werden.

Von Josefine Sack

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