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14:30 17.10.2016
Willy und Paul Machynia zeigten, was ihr Cadillac unter der Haube hat. Quelle: Heidrun Voigt
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Königs Wusterhausen

Blitzendes Chrom, riesige Heckflossen, lederne Sitzpolster. Chevrolet, Cadillac, Corvette, Mustang, Buick, Ford. Mit blubbernden V8-Motoren kamen die großkalibrigen Schlitten aus allen Himmelsrichtungen angerollt. Am Sonntag trafen sich amerikanische Straßenkreuzer und US-Bikes in der Bahnhofstraße in Königs Wusterhausen. Und wer die glänzenden Augen der Fahrer sah, dem war klar: Diese Fahrzeuge sind viel mehr als Autos. Sie sind Kult. Mehr als 60 Straßenkreuzer und 20 Motorräder waren rund um den Stadtbrunnen zu bewundern. Die megalangen Karossen mit ausgeprägtem Benzindurst, die Klassiker der sechziger Jahre, sind unerreicht cool, darin waren sich alle Oldtimer-Fans einig.

Christian Fink war mit seinem Buick Rivera, Baujahr 1971, angereist. „Ich habe diesen Wagen seit 22 Jahren. Er war relativ desolat und ich habe ihn selbst aufgebaut“, erzählte der Teltower. Er verriet, dass sein „Baby“ 400 PS unter der Haube habe und 250 Kilometer pro Stunde fahren könne. Im Durchschnitt schluckt das Auto 20 Liter pro 100 Kilometer. Wenn man sehr schnell fährt, schafft es locker das Doppelte.

Jörg Weider in seinem Chevrolet. Quelle: Heidrun Voigt

Als Jörg Weider aus seinem quietschgelben, kurvigen Chevrolet, Baujahr 1950, ausstieg, wurde er gleich gefragt, ob er sein Auto verkaufen wolle. Das sei unverkäuflich, antwortete der Zeuthener. Er hat den Pick-up aus Amerika geholt und aufgebaut. „Neuer Motor, neues Getriebe, neue Reifen und Bremsen; alles, was man machen muss, um in Deutschland zu fahren“, erläuterte der Fachmann. Willy und Paul Machynia aus Zeuthen ließen die Besucher auch unter die Motorhaube ihres himmelblauen Cadillac schauen. Stolze 330 PS hat das Baujahr 1958 aufzuweisen. „Den Straßenkreuzer hat unser Vater aufgebaut. Ich habe ihn lackiert“, sagte Willy Machynia. Der Wagen hat übrigens beim Oldtimertreffen „Rocken und Rollen“ im August den ersten Preis gewonnen.

Pokale gab es auch am Sonntag beim „Rumblubbern in KW“. Den „Noble Hobel“ für das beliebteste Auto erhielt Ricky Schünke für seinen blauen Ford Mustang von 2006. Und die „Flotte Botte“ für die weiteste Anreise bekam der Fahrer einer Harley Davidson aus Riga.

Dirk Marx, der Mitglied im Verein Citypartner KW ist, hat für den Verein nicht nur diese Veranstaltung organisiert. Vor zwei Wochen trafen sich schon die motorisierten „Ostschätzchen“ und davor gab es ein Mercedes-Treffen. „Heute war es noch eine Nummer größer und schöner“, sagte der Organisator. Das Ziel, die Innenstadt zu beleben, sei erreicht. Marx freut sich schon auf das nächste Event der Citypartner – den Weihnachtsmarkt am 10. Dezember.

Von Heidrun Voigt

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