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Rentnerin verzweifelt am Schimmel in der Wohnung

Senzig Rentnerin verzweifelt am Schimmel in der Wohnung

Seit vier Jahren streitet sich Rentnerin Ingrid Gaerisch aus Senzig mit ihrem Vermieter über die zu feuchte Wohnung. Lüfter wurden aufgestellt, die Wände bearbeitet. Geholfen hat das alles nichts. Die 73-Jährige ist mit den Nerven am Ende. Ein gerichtliches Gutachten soll nun endlich die Schuldfrage klären.

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Ingrid Gaerisch (l.) mit Nachbarin Susanne Brand vor ihrer Wohnung in der Lindenstraße in Senzig.

Quelle: Frank Pawlowski

Senzig. Die seniorengerechte Wohnung von Ingrid Gaerisch liegt idyllisch am Krimnicksee in Senzig. 45 Quadratmeter, anderthalb Zimmer. Sie gefällt ihr, die Miete ist bezahlbar. „Ich will hier nicht weg“, sagt die 73-Jährige, die sich nach eigenem Bekunden eine andere Wohnung nicht leisten könnte. Doch ein schier endloser Streit mit dem Vermieter, dem Arbeiter Samariter Bund ASB, überschattet die Freude an ihrem kleinen Zuhause und bereitet ihr schlaflose Nächte.

Schimmel sogar in den Schränken

Vor gut vier Jahren stellte sie Schimmel in der Wohnung fest. Er kroch sogar in die Schränke. Gutachter waren da, Wände wurden bearbeitet, Lüfter in die Fenster eingebaut. Geholfen hat das alles nur teilweise, wie sie sagt. Im Wohnzimmer ist der Schimmel verschwunden, im Schlafzimmer nicht. Ingrid Gaerisch ist überzeugt, dass bauliche Mängel der Grund dafür sind. „Das haben mir Fachleute bestätigt“, berichtet sie.

Luftfeuchtigkeit zwischen 60 und 75 Prozent

Anders kann sie sich nicht erklären, dass die Luftfeuchtigkeit in der Wohnung stets zwischen 60 und 75 Prozent liegt. „Ich habe alles versucht, es wird nicht besser.“ Laut Verbraucherzentrale sind rund 50 Prozent normal. Die Werte hat sie über Jahre akribisch dokumentiert.

Vermieter: Was uns möglich war, haben wir getan

Wir haben alles Der ASB hingegen glaubt, dass die Ursache bei der Mieterin liegt. „Alles, was uns möglich war, haben wir getan“, sagt der Geschäftsführer des Regionalverbandes, Michael Braukmann. „Es gibt ein gerichtliche Auseinandersetzung. Wir haben großes Interesse an einer raschen, objektiven Klärung.“ Laut Braukmann ist dieser Fall eine absolute Ausnahme.

Gutachter-Verfahren erst am Anfang

Auf eine Klärung hofft auch Ingrid Gaerisch. Die Rentnerin ist mit ihren Nerven am Ende. Über ihren Anwalt Thomas Lieske beantragte sie ein gerichtliches Gutachten. „Das Verfahren befindet sich aber erst am Anfang“, sagt Lieske. Wann ein Ergebnis vorliegt, vermag er nicht zu sagen.

Von Frank Pawlowski

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