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Schließung der Schule noch kein Thema

Bestensee Schließung der Schule noch kein Thema

Im Bestenseer Hauptausschuss äußerten Eltern ihren Unmut über die Zustände auf der Schulbaustelle. Kinder klagen über gesundheitliche Probleme. Ein neues Gutachten soll Aufschluss darüber geben, ob der Unterricht dort weiter stattfinden kann. Eine Fraktion beantragte die Aufstellung von Schulcontainern.

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Baustelle Grundschule: Das Gebäude bekommt eine zusätzliche Etage. Die Fertigstellung ist im Frühjahr 2018 geplant.

Quelle: Frank Pawlowski

Bestensee. Im Hauptausschuss der Bestenseer Gemeindevertretung haben Eltern am Dienstagabend ihren Unmut über die Zustände auf der Baustelle in der Grundschule geäußert. Eine Schließung der Schule ist aber noch kein Thema. Eine Entscheidung darüber will Bürgermeister Klaus-Dieter Quasdorf (parteilos) von den Ergebnissen eines neuen Gutachtens abhängig haben, das in den nächsten Tagen vorliegen soll.

Auf einer Baustelle haben Kinder nichts zu suchen

Die Fraktion Linke/SPD hat unterdessen für den Gemeinderat am Dienstag, dem 19. Dezember, einen Antrag eingereicht, Schulcontainer aufzustellen. Auch Besucher des Ausschusses forderten, nicht mehr in dem Gebäude zu unterrichten. „Das ist eine Baustelle, da haben Kinder nichts zu suchen. Sie müssen schnellstens Ersatzräume schaffen“, sagte ein Mann. Zuvor hatte Katja Hahn von zahlreichen Elternbeschwerden über berichtet. Sie hatte die Missstände von der Sitzung öffentlich gemacht, ihre Töchter sind in der Grundschule. Nach den Wasserschäden in der Schule seien die Bedingungen unzumutbar. Kinder würden über Schwindel, Kopfschmerzen und Atemnot klagen. „Ich will nur, dass die Kinder weiterhin gesund lernen können“, sagte sie im Ausschuss. So äußerten sich weitere Eltern.

Gemeindepolitiker unterstützen Anliegen der Eltern

Von den Gemeindepolitikern gab es Zuspruch, aber auch Nachfragen. Andreas Scholz (Unabhängige Bürger Bestensee-Pätz) sagte: „Mich wundert, dass offensichtlich in der Schule das Problem nicht besprochen wurde.“ Ein Vater erwiderte, dass es vereinzelte Klagen längst gab, Eltern aber erst jetzt feststellten, dass es sie in anderen Familien ebenso gibt. CDU-Gemeindevertreter Michael Kuttner dankte den Eltern für ihren Mut, an die Öffentlichkeit zu gehen. „Ich kann das alles nachvollziehen.“ Er schlug vor, Räume in der Landkostarena und den Saal im Gemeindeamt provisorisch für den Unterricht zu nutzen. „Da ist es zumindest sauber, trocken und nicht zu heiß“, sagte er. Aus dem Publikum wurde das mit dem Zwischenruf „Richtig!“ quittiert. Wolfgang Krüger (Plan Bestensee) forderte, die Missstände um den Erweiterungsbau aufzuklären. Die Fraktion legte dazu einen Antrag für den nächsten Gemeinderat vor.

Schulcontainer sind schon reserviert worden

Im Hauptausschuss wurde bekannt, dass die Baufirma bereits Schulcontainer reserviert hat und die Probleme schon in einer Elternkonferenz am 4. Oktober zur Sprache kamen. Gemeindevertreter Thomas Irmer zitierte aus dem Protokoll. Klaus-Dieter Quasdorf bestätigte das. Er erklärte, dass eine daraufhin veranlasste Kontrolle des Gesundheitsamtes keine Gefährdung für die Kinder feststellte und die Container deshalb nicht angefordert wurden. Ein damals beauftragter Raumluft-Gutachter habe die Untersuchungen nicht durchführen können, deshalb wurde jetzt ein neuer Gutachter eingesetzt. Dessen Bericht steht noch aus, ebenso das Protokoll der jüngsten Überprüfung durch das Gesundheitsamt. „Wir müssen auf beides warten. Wenn wir die Auflage erhalten, eine andere Beschulung umzusetzen, tun wir das“, so Quasdorf.

Von Frank Pawlowski

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