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Dahme-Spreewald Kavaliere im Schloss Königs Wusterhausen
Lokales Dahme-Spreewald Kavaliere im Schloss Königs Wusterhausen
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12:51 11.08.2014
Beim Entkleiden einer Dame ist Geschicklichkeit gefragt. Dieter Lemmin findet die richtige Nadel am Modell. Quelle: Gerlinde Irmscher
Königs Wusterhausen

Dieter Lemmin aus Bernau konnte am Sonntag mit der Gewissheit nach Hause gehen, dass er nun ein „Vollendeter Kavalier“ ist. Bevor er jedoch diesen Titel verliehen bekam, musste er sich einigen Prüfungen unterziehen. Er war einer der Besucher, die gestern die „Kavalier-Tour“ in Königs Wusterhausen mitgemacht haben. Vor der Tour gab es eine Schlossführung. Dabei erfuhr man eine ganze Menge über die Sitten und Bräuche zu Zeiten des „Soldatenkönigs“ Friedrich Wilhelm I. Mit diesem Wissen gewappnet galt es, die Kenntnisse in gutem Benehmen und beim Flirten sowie in Geschicklichkeit und Kraft unter Beweis zu stellen. Auf dem Schlosshof ging es durch die „Schule des Lebens“.

„Augen“ mit Stäbchen essen: schwierig für heutige Europäer. Quelle: Gerlinde Irmscher

Renate Müller-Schäfer war fasziniert davon, dass in der Barockzeit die jungen Fürstensöhne zur Vervollkommnung ihrer Bildung auf Reisen geschickt wurden. Mitunter waren sie zwei Jahre unterwegs. „Ich kann mir gut vorstellen, dass sie in dieser Zeit reifer wurden, denn der Mensch lernt durch die Erfahrung“, bemerkte sie. So entstand die Idee für ein Theaterstück über die „Schule des Lebens“, das nun vom „Hoftheater Schau & Spiel“ gespielt wird. Das Theater unter Leitung von Müller-Schäfer ist in Königs Wusterhausen beheimatet.

Haltung und Geschicklichkeit zeigen

Roswitha Juhran und Jörg Schäfer vom Hoftheater erwarteten die Prüflinge an der ersten Station. Nachdem sie über Leitergolf und Becherspiel – Gesellschaftsspiele, mit denen man sich damals die Zeit vertrieb – informiert hatten, ging es darum, Haltung zu zeigen. Dabei trägt die Dame ein Buch auf dem Kopf, hat die Augen verbunden und der Herr musste sie rückwärts gehend über eine wackelige Brücke geleiten. An Station zwei ging es um Tischsitten, nach dem Motto: andere Länder, andere Sitten. „Ich lade Sie zum Essen ins Land der aufgehenden Sonne ein“, begrüßte Christine Kaune die Gäste. Nicht nur, dass dabei Stäbchen benutzt werden mussten, das Essen sah auch nicht gerade europäisch aus. Aber ein Kavalier lässt sich die Unannehmlichkeit nicht anmerken und macht gute Miene zu bösem Spiel. Da war es dann doch schon einfacher an der Station fünf, dort musste Geschicklichkeit bewiesen werden, nämlich beim Entkleiden einer Dame. Dieter Lemmin überlegte nicht lange und fand schnell heraus, welche Nadel zuerst zu lösen ist. „Waren die Kleider wirklich mit Nadeln zusammengesteckt?“, wollte seine Frau Karin wissen. Kirstin Najork vom Hoftheater konnte die Frage mit „Ja“ beantworten.

Am Ende gab es für die Teilnehmer den Titel „Vollendeter Kavalier“ und Kaffee und Kuchen in der Zuckerbäckerei.

Von Gerlinde Irmscher

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