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Schnelles Netz für alle – wenn alles gut läuft

Dahme-Spreewald | Teltow-Fläming Schnelles Netz für alle – wenn alles gut läuft

In der Region Dahmeland-Fläming wird weiterhin massiv in den Ausbau der Netz-Infrastruktur investiert. In Dahme-Spreewald wird gerade ein etwa 20 Millionen Euro schweres Ausbauprogramm mit Fördermitteln des Bundes vorbereitet. Und in Teltow-Fläming können viele Nutzer bald surfen wie in der Großstadt.

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Mit Fördermitteln des Bundes wird in den Landkreisen Teltow-Fläming und Dahme-Spreewald die Netz-Infrastruktur ausgebaut.

Quelle: dpa

Dahmeland-Fläming. Wenn alles gut läuft, sollen 95 Prozent aller Haushalte im Landkreis Dahme-Spreewald bis Ende 2018 mit schnellem Internet versorgt sein. Das kündigt Gerhard Janßen an, der Breitbandbeauftragte des Kreises. Dessen Wirtschaftsförderungsgesellschaft (WFG) hat gerade einen Antrag auf Fördermittel beim Bund gestellt, der Investitionen von 20 Millionen Euro auslösen soll. In Teltow-Fläming ist ein ähnlicher Antrag gerade in Vorbereitung.

„Teltow-Fläming ist aber jetzt schon flächendeckend gut versorgt“, sagt Marcel Penquitt der Breitbandbeauftragte des Kreises. Ende 2015 seien die letzten Maßnahmen im Zuge des Förderprogramms „Glasfaser 2020“ fertig geworden. Damit sollten nun fast sämtliche Haushalte im Kreis über mindestens sechs Megabit pro Sekunde (Mbit/s) verfügen.„Bei dem neuen Förderantrag geht es darum, die letzten Lücken zu schließen.“ Über die Höhe der möglichen Förderung könne er beim jetzigen Planungsstand aber noch keine Aussagen machen.

Hintergrund

Seit 2006 veranstaltet der Landkreis Dahme-Spreewald viermal im Jahr das „Forum Mittelstand“. In Vorträgen und Diskussionen werden dabei stets wirtschaftsrelevante Themen behandelt.

Diesmal ist das Thema „Zukunft Breitband – Neue Chancen für den ländlichen Raum“. Die Veranstaltung findet statt am Donnerstag, 19. Mai, um 18 Uhr im Hotel Van der Valk, Van der Valk Allee 2, 15910 Bersteland-Niewitz.

Moderiert wird die Veranstaltung von Gerhard Janßen, dem Breitbandbeauftragten des Landkreises. An der Diskussion beteiligen sich Sebastian Schedel, Geschäftsführer des Reha-Zentrums Lübben, Carsten Saß (CDU), Kreisdezernent für Bildung, Lars Kolan (SPD), Bürgermeister von Lübben, Peter Deider, Cheflobbyist der Telekom in Berlin sowie Jakob Hafner, Breitbandberater beim TÜV Rheinland. Hafner wird die Diskussion mit einem Impulsvortrag eröffnen.

Die Veranstaltung ist öffentlich, der Eintritt frei. Um eine Anmeldung per E-Mail wird gebeten: info@wfg-lds.de

Doch abgesehen von den staatlich geförderten Ausbaumaßnahmen sei die Telekom derzeit dabei, mehrere Städte im Kreis auf eigene Rechnung mit 100 Megabit pro Sekunde zu versorgen. Das ist selbst in Großstädten nicht selbstverständlich. „Bislang ist das Netz in vielen ländlichen Gegenden im Kreis noch besser ausgebaut als in den Städten, weil der Ausbau dort schon früher stattgefunden hat“, so Marcel Penquitt. Noch im Laufe des Jahres könnten viele Bewohner in Jüterbog, Luckenwalde, Trebbin und Blankenfelde-Mahlow mit 100 Mbit/s versorgt sein.

Standard von 50 Mbit/s

Im Landkreis Dahme-Spreewald strebt man nun zunächst einen Standard von 50 Mbit/s an. Der Landtag hat gerade 3,5 Millionen Euro bewilligt, die nötig sind, um ein noch größeres Rad zu drehen: Insgesamt 20 Millionen Euro sollen bis Ende 2018 investiert werden, um 95 Prozent aller Haushalte mit 50 Mbit/s zu versorgen. Die restlichen knapp 17 Millionen Euro sollen aus einem Milliarden schweren Fördertopf des Bundes kommen. „Insgesamt geht es um 7600 Haushalte, die mindestens 50 Mbit/s bekommen sollen“, sagt der Breitbandbeauftragte für Dahme-Spreewald, Gerhard Janßen. Bislang haben etwa 60 Prozent der Haushalte im Kreis diese Netzgeschwindigkeit, in den meisten ländlichen Gegenden liegt sie bei etwa sechs Mbit/s.

Welche Orte von den Fördermitteln profitieren werden, kann und will Janßen aber noch nicht verraten: „Wir möchten keine Versprechen machen, die wir hinterher vielleicht nicht halten können.“ Der Schwerpunkt des Ausbaus werde im Süden des Landkreises liegen, aber auch im Norden soll einiges geschehen. „Es werden aber nicht alle etwas von der Förderung haben. Einzelne Gehöfte kilometerweit entfernt vom nächsten Kabelverteilzentrum können wir nicht berücksichtigen. Das ist für die öffentliche Hand schlicht nicht finanzierbar“, so Janßen.

Schnelles Surfen für 760 Firmen

In Gewerbegebieten soll die Geschwindigkeit nach dem Ausbau sogar bei 100 Mbit/s liegen, 760 Firmen sollen in den Genuss kommen: „Wir haben immer wieder Fälle von Unternehmen, die sich massiv über langsames Internet beschweren“, berichtet Gerhard Janßen. „Vor allem Ingenieurbüros brauchen ein großes Datenvolumen, um ihre technischen Zeichnungen hochladen zu können.“ Aber auch die Pensionen im Spreewald bräuchten einen guten Anschluss, für die Gäste gehöre es inzwischen zum Standard, auch im Urlaub ihre E-Mails checken zu können. „Für die Wettbewerbsfähigkeit der Region ist schnelles Internet ein zentraler Aspekt“, sagt Gerhard Janßen.

Zum Thema Breitbandausbau und dem laufenden Förderantrag richtet der Landkreis in der kommenden Woche eine Podiumsdiskussion aus (siehe Infokasten). Beim „Forum Mittelstand“ wird es auch darum gehen, wo im Landkreis noch Versorgungslücken bestehen und wie die Kreisverwaltung diese künftig zu schließen gedenkt.

Von Martin Küper

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