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Schönefeld „City Center“ wird zur Dauerbaustelle
Lokales Dahme-Spreewald Schönefeld „City Center“ wird zur Dauerbaustelle
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01:15 20.01.2019
Die Dauerbaustelle „City Center": Eigentlich sollte das Center, in dem sich auch das neue Sportstudio "iFitnessClub" befindet, im Frühjahr 2018 eröffnen.
Schönefeld

An Baupannen ist man in Schönefeld gewöhnt, zumindest was an den Chaos-Flughafen BER betrifft. In der Flughafengemeinde selbst, das heißt, vor allem nördlich der B96a, läuft es dagegen wie am Schnürchen. Im Akkord ziehen dort die Kräne die neue „City Schönefeld“ hoch. Nur das lang ersehnte „City Center“ im Zentrum lässt auf sich warten.

Spatenstich für den Gebäudekomplex an der Hans-Grade-Allee war im Herbst 2016. Ursprünglich sollte das fünfstöckige Gebäude des Berliner Investors Recona bereits im Mai 2018 eröffnen. Der Termin für die Einweihung wurde auf den Herbst verschoben. Seither jagt eine Panne die nächste.

Mehrere Termine sind verstrichen

Wegen eines Kabeldiebstahls – Unbekannte hatten das Hauptstromkabel freigelegt und mitgenommen – wurde der Eröffnungstermin erneut verschoben. Auf November, wie es damals hieß. Auch dieser Termin ist längst verstrichen. An der Front des City Centers sind zwar schon die Namen der Firmen, die hier künftig zu finden sind, zu lesen: Dazu zählen unter anderen ein Hotel samt Parkhaus, ein Restaurant, Arztpraxen, ein Fitnessstudio und ein Lebensmittel-Discounter.

An der Front des „City Centers“ sind schon die Namen der Firmen, die hier künftig zu finden sind, zu lesen. Quelle: Josefine Sack

Vorerst müssen sich die Schönefelder aber wohl noch weiter gedulden. Am City Center wird noch immer gewerkelt. Wann die Geschäfte und Büros endgültig einziehen, steht noch nicht fest. Der Grund: Vor allem beim Brandschutz und bei der Statik muss der Eigentümer noch erheblich nachbessern, teilte Bernhard Schulz, Sprecher des Landkreises Dahme-Spreewald, auf MAZ-Anfrage mit.

Sportstudio eröffnete auf eigene Faust

Den Betreibern des neuen Sportstudios im Erdgeschoss des City Centers dauerten die Formalitäten zu lange. Weil sie nicht bis zur offiziellen Einweihung warten wollten, eröffneten sie zum 1. Dezember 2018 kurzerhand auf eigene Faust.

Monatelang hatte der „iFitnessclub“ mit einem Stand auf dem Parkplatz des Hallenbads „Schönefelder Welle“ gegenüber der Baustelle um Neukunden geworben. Wie viele bereits einen Vertrag abgeschlossen haben, wollte Studioleiter Henry Höhne nicht sagen.

Blick in das leere Sportstudio "iFitnessClub". Quelle: Josefine Sack

Bauaufsicht stellt Nutzung ein

Der Fitnessspaß im neuen Studio währte nicht lang: Nach gerade einmal zwölf Tagen schritt das zuständige Bauordnungsamt des Kreises und untersagte die Nutzung. „Zum Schutze der Öffentlichkeit darf die Behörde die Nutzung nicht dulden, auch wenn der Betreiber dazu bereit ist, das Risiko selbst zu übernehmen“, erläuterte Schulz. Konkret fehlen noch die Bescheinigungen für die Standsicherheit und die ordnungsgemäße Betriebssicherheit sämtlicher technischen Anlagen, darunter die Brandmelde-, Entrauchungs -, Sprinkler-, und Lüftungsanlagen.

Das Trainer-Team in Schönefeld hofft, dass das Fitnessstudio spätestens Anfang März wieder eröffnen kann. Quelle: Josefine Sack

Henry Höhne vom „iFitnessclub“ bedauert die Schließung. Er und sein Trainer-Team hoffen nun, dass sie spätestens Anfang März wieder eröffnen dürfen. Bis dahin müssen die Schönefelder Mitglieder auf die drei anderen Studios in Ludwigsfelde, Teltow oder Potsdam ausweichen.

Von Josefine Sack

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