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Schönefeld Flughafen: Kein Stress zum Start in die Ferien
Lokales Dahme-Spreewald Schönefeld Flughafen: Kein Stress zum Start in die Ferien
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00:19 15.07.2018
Täglich 44.000 Passagiere zählte die Flughafengesellschaft Berlin-Brandenburg am ersten Ferienwochenende am Airport Schönefeld. Quelle: Victoria Barnack
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Schönefeld

Die befürchteten, langen Wartezeiten vor dem Abflug gen Süden blieben für viele Familien aus. Am Flughafen Schönefeld herrscht seit vergangenem Donnerstag zwar Hochbetrieb, überlastet sind der Airport und seine Mitarbeiter allerdings nicht.

Wir hatten trotz des hohen Passagieraufkommens einen reibungsarmen Flugbetrieb“, sagt Flughafensprecher Daniel Tolksdorf nach der ersten Ferienwoche.

5 Tipps für einen entspannten Start in den Urlaub

Online einchecken: Viele Airlines bieten den kostenlosen Online-Check-In an. Das spart Zeit am Flughafen.

Rechtzeitig am Flughafen sein: Check-In, Sicherheitskontrollen und Boarding dauern ihre Zeit. Deshalb rät die Flughafengesellschaft Passagieren, grundsätzlich zwei Stunden vor Abflug am Flughafen zu sein.

Powerbank mitnehmen: Mit einem mobilen Akku-Ladegerät fürs Handy haben Passagiere unabhängig vom Start- und Zielflughafen immer genügend Energie für das Smartphone, um online aktuelle Infos zu finden.

Mitdenken bei der Sicherheitskontrolle:

Wer gut vorbereitet ist, spart Zeit bei der Sicherheitskontrolle. Jacke ausziehen, Gürtel ablegen, Taschen leeren – all das beschleunigt den Vorgang.

Im Notfall das Personal fragen: Wer spät dran ist, sollte am Flughafen unbedingt das Personal um Rat bitten. Auch wenn es keine Garantie für eine bevorzugte Behandlung gibt, kennen die Mitarbeiter stets die kürzesten Wege.

Täglich 44.000 Passagiere wurden für Freitag bis Sonntag erwartet – und sie kamen. 10.000 Reisende mehr als an einem normalen Tag. „Das erste und das letzte Wochenende der Sommerferien sind für uns besonders aufregend“, sagt Tolksdorf. Statistisch gesehen wird an diesen Tagen alle zwei Sekunden ein Passagier eingecheckt, kontrolliert und in einem der mehr als 1000 Flugzeuge begrüßt.

Flughafenbetreiber und zahlreiche Dienstleister setzen im Sommer mehr Personal ein, um dem erhöhten Passagieraufkommen entgegenzuwirken. Quelle: Günter Wicker / Flughafen Berlin Brandenburg GmbH

Wer zu Beginn der ersten Ferienwoche von Schönefeld aus in den Sommerurlaub starten wollte, merkte vom Hochbetrieb am Wochenende kaum noch etwas. Zwei Stunden vor Abflug am Terminal sein, lautet der Rat der Flughafengesellschaft. Viele Reisende nahmen sich ihn zu Herzen, so auch Familie Schwarze aus Kleinmachnow.

„In 90 Minuten geht unser Flieger nach Lissabon“, berichtete Vater Matthias Schwarze am Mittwoch, „der Check-In ist bereits geöffnet, aber noch sieht alles ganz entspannt aus.“ Die Schwarzes schafften es tatsächlich, ohne Hektik pünktlich am richtigen Gate zu sein.

Neues Passagierleitsystem zahlt sich aus

Einen Beitrag zur schnellen Abfertigung der Passagiere trägt in Schönefeld das „adaptive Passagierleitsystem“ bei. „Es zeigt an, wie lang die Wartezeit an den jeweiligen Sicherheitskontrollen ist“, erklärt Tolksdorf.

Die Besonderheit von Schönefeld: Für Fluggäste ist es egal, welche Kontrolle sie benutzen. Wer an Terminal A eincheckt und 25 Minuten auf den Sicherheits-Check warten müsste, kann einfach zu den Kontrollen an Terminal B gehen, wo dieselbe Prozedur nur drei Minuten dauert.

Das „adaptive Passagierleitsystem“, kurz APLS, wird seit mehreren Monaten am Flughafen Schönefeld getestet. Quelle: Victoria Barnack

Ob es zum Ferienbeginn größere Probleme am Airport gibt, ist aber immer wieder auch Glückssache. „Denn das hat weniger damit zu tun, dass es voll wird“, erläutert Tolksdorf, „sondern viel mehr damit, ob etwas Unerwartetes dazwischen kommt.“

Mehr Urlauber heißt mehr Aufgabegepäck

Streiks, Wetterlagen, Sperrungen im europäischen Luftraum – von all dem blieben der Flughafenbetreiber und die Dienstleister an den Check-Ins, Sicherheitskontrollen und auf dem Rollfeld in der ersten Ferienwoche verschont. Und mit ihnen auch die Fluggäste vor Verspätungen und langen Wartezeiten.

Mehr als 1400 Mitarbeiter vom Flughafenbetreiber und zahlreichen Dienstleistern arbeiten täglichen am Airport in Schönefeld. Quelle: Günter Wicker

Vorbereitet hat sich die Flughafengesellschaft dennoch. Planbar ist immerhin Folgendes: Mit dem Mehraufkommen an Urlaubern ist stets auch mit deutlich mehr Aufgabegepäck zu rechnen. „Das ist natürlich eine Belastung für die Infrastruktur am Flughafen Schönefeld“, sagt Tolksdorf, „insgesamt kümmern sich am Tag etwa 1400 Mitarbeiter im operativen Bereich um den Flughafenbetrieb.“

Dazu zählen neben dem Flughafenpersonal auch Mitarbeiter der Bodenverkehrsdienstleister, Sicherheitskräfte, Polizisten und Feuerwehrleute. Für die Ferien wurde in diesen Bereichen aufgestockt. „Wir setzen in den Sommermonaten mehr Personal ein“, so Flughafensprecher.

Fazit: „Start in die Sommerferien ist gut gelungen“

Die zahlreichen Dienstleister tun es ihm gleich. Außerdem wurden vorhersehbare Wartungs- und Reparaturarbeiten in die Nacht- und betriebsarmen Stunden verlegt und die Arbeit unter den Partnern enger abgestimmt. Das Fazit am Flughafen Schönefeld: „Der Start in die Sommerferien ist uns aus unserer Sicht recht gut gelungen“, sagt Tolksdorf.

Von Victoria Barnack

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