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Schönefeld Die „City“ Schönefeld wächst
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07:02 05.09.2018
Wo bald hunderte Familien wohnen, werden Kita-Plätze dringend benötigt: Blick auf die Großbaustelle für die dreigeschossige Kita mit Innenhof und die Fontane-Höfe (im Bild hinten). Quelle: Josefine Sack
Schönefeld

Klotzen, nicht kleckern: Die Gemeinde Schönefeld hat dem Fachkräftemangel mit einer riesigen Werbetafel den Kampf angesagt. „Willkommen in der Flughafengemeinde Schönefeld, die Gemeinde mit dem stärksten Wachstum in Brandenburg. Kommen Sie zu uns. Wir suchen: Erzieher/in, Bauingenieur/in, Stadtplaner/in, Ärzte/Ärztinnen ...“, ist auf der meterhohen Wand vor dem Terminal A am Flughafen geschrieben. Und dass Bewerbungen im Rathaus abzugeben sind.

Schönefeld wirbt um Fachkräfte

„Der Kampf um kluge Köpfe wird in den nächsten Jahren noch härter“, ist sich Bürgermeister Udo Haase (parteilos) sicher. Knapp 15.400 Menschen leben aktuell in der Gemeinde (Stand: 7. August 2018). Tendenz steigend. Bis zu 40.000 Einwohner könnten es einmal werden, allein in Schönefeld-Nord. Angesichts des rasanten Wachstums müsse die Gemeinde zu außergewöhnlichen Mitteln greifen, erläutert Haase. „Bei zwölf Millionen Passagieren sind vielleicht ein paar Interessenten dabei“, so die Hoffnung des Bürgermeisters. Sein Plan scheint aufzugehen. Gut die Hälfte der für die neue Kita benötigten Erzieher hat er auf diese Weise schon zusammen.

In der Luft kreisen die Flugzeuge, am Boden die Bagger und Kräne: Blick auf die Baustelle für das neue Gymnasium in Alt-Schönefeld. Quelle: Josefine Sack

Die Zeit drängt. Vor ein paar Wochen war Spatenstich für das Großprojekt. Zum Beginn des Schuljahres 2019/2020 soll die Einrichtung für 524 Kinder (92 Krippenplätze, 216 Kindergartenplätze und 216 Hortplätze) fertig werden. Eine Kita in dieser Größenordnung ist bislang einmalig in Brandenburg. Das Projekt war umstritten. Es ging um die Frage, ob das Projekt, vor allem für die Kinder, nicht doch eine Nummer zu groß sei.

Schönefeld wächst rasant

Udo Haase hat andere Sorgen –und als Visionär das große Ganze im Blick. Beim Besuch auf der Baustelle hinter der Astrid-Lindgren-Grundschule deutet er auf die Theodor-Fontane-Höfe, die gegenüber in Windeseile emporwachsen. Bis Herbst 2019 entstehen dort mehr als 300 Mietwohnungen. „Aufgrund der Bevölkerungsentwicklung mussten wir handeln“, erläutert er.

Die erste Etage des Gymnasiums steht schon. Quelle: Josefine Sack

Wohin man blickt, drehen sich in Schönefeld die Baukräne. Anfang Oktober eröffnet das neue „City-Center“ mit Restaurant, Fitnessstudio, Supermarkt und Hotel im Zentrum von Neu-Schönefeld. Auch wenige hundert Meter Luftlinie entfernt, in Alt-Schönefeld, geht es in großen Schritten voran. Dass die erste Etage des neuen Gymnasiums an der Umgehungsstraße schon steht, darauf ist Bürgermeister Haase besonders stolz, wie er sagt. Spatenstich war erst im März. „Wir haben sehr lange für eine solche erweiterte Oberschule gekämpft und sind jetzt natürlich besonders erfreut, dass dieses seit vielen Jahren gewünschte und ersehnte Gebäude Gestalt annimmt“, begründet er.

Das Gymnasium ist seit Mitte August in Betrieb. Bis zur Fertigstellung des neuen Gebäudes werden die zwei siebten Klassen in den Räumen der Oberschule am Airport Schönfeld unterricht.

Von Josefine Sack

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