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Schönefeld Firma Aspuraclip aus Schönefeld macht einen „Höhle der Löwen“-Millionen-Deal
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00:20 08.11.2018
Die „Aspuraclip“-Gründer Wolfgang Kleiner und Vinh-Nghi Tiet in der „Höhle der Löwen“. Quelle: privat
Schönefeld

Das Vox-Format “Die Höhle der Löwen“ hat es sich zum Ziel gemacht, jungen Unternehmen unter die Arme zu greifen. In der Folge, die am Dienstag ausgestrahlt wurde, profitiert ein Unternehmen aus der Region davon.

Die Schönefelder Firma Aspuraclip hat in der Sendung ihr Geschäftskonzept vorgestellt – mit Erfolg: Sie bekommt eine ordentliche Finanzspritze von den zur Sendung gehörenden Investoren. Ralf Dümmel und Carsten Maschmeyer geben insgesamt eine Million Euro, dafür erhalten sie ein Viertel der Firmenanteile.

Die Firma Aspuraclip wurde vor fünf Jahren gegründet, damals noch unter dem Namen Aspiraclip. Die Idee war damals schon dieselbe. Aspuraclip stellt kleine, U-Förmige Nasenclips her, die mit ätherischen Ölen gefüllt sind. Mithilfe dieser Clips kann man überall und ohne großen Aufwand inhalieren.

Es gibt eine Ölmischung, die verschnupfte Nasen frei machen soll, Öle, die Kopfschmerzen lindern und Öle, die einfach entspannen. Mit den Nasenclips geht das Zuhause, auf der Arbeit, sogar in der S-Bahn. Die kleinen Teile sind zwar sichtbar, aber hinreichend unauffällig.

Innerhalb der ersten vier Jahre haben die Gründer ihr Produkt entwickelt, was komplexer war als gedacht, wie Ex-Daimler-Manager Kleiner gerne erzählt. Sie haben außerdem die Herstellung mit eigens entworfenen Maschinen aufgebaut und erste Vertriebswege gefunden.

Seit diesem Jahr werden die Inhalatoren schon bei der Drogeriekette DM gehandelt. „Der Umsatz ist dadurch deutlich angestiegen“, sagt Kleiner. Aber er ist noch lange nicht dort, wo das Unternehmen gerne hin möchte. Das Problem: Im Grunde ist der Inhalator zwar simpel konstruiert. Aber weil es Vergleichbares bisher nicht gibt, muss das Unternehmen trotzdem das Funktionsprinzip immer wieder neu erklären. „Dafür ist ein großes Marketing erforderlich, und das können wir mit unseren Mitteln nicht leisten“, so Kleiner.

Zumal der Vertrieb auch nicht auf Deutschland beschränkt bleiben soll. Dieser Tage ist gerade die erste Testlieferung nach Südkorea verschickt worden, wo man sich ein noch offeneres Publikum erhofft. Die Menschen in Asien haben weit weniger Probleme damit, Dinge im Gesicht zu tragen. Aber Asien ist eben auch ein gigantisch großer Werbemarkt.

Für das Marketing benötige die Firma Geld und Know-How, sagt Wolfgang Kleine. Das sei der wesentliche Grund gewesen, sich bei der „Höhle der Löwen“ zu bewerben.

Das Konzept der Sendung sieht vor, dass Unternehmensgründer ihre Firma präsentieren. Je nachdem, wie überzeugend das Produkt und wie hoch der Finanzbedarf der Gründer ist, geben finanzstarke Investoren wie der Finanzunternehmer Carsten Maschmeyer Risikokapital – und kaufen sich damit auch in die Firma ein. Die Vorstellungen von Wolfgang Kleiner und seinem Geschäftspartner Vinh-Nghi Tiet waren 600 000 Euro für zehn Prozent Unternehmensanteile.

Von Oliver Fischer

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