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Schönefeld Verein will den Ort beleben
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08:52 11.10.2018
Einige der zukünftigen Vereinsmitglieder neben Initiator Heiko Schmidt (r.): Christian Henschel, Willi Belger, Andrea Hogrebe, Gerd Kretschmer und Marko Czech (v. l.). Quelle: Heidrun Voigt
Großziethen

Sie alle wollen etwas bewegen. Sie wollen Großziethen attraktiver und lebenswerter machen – Veranstaltungen auf die Beine stellen, sich in der Jugendarbeit engagieren, die gastronomischen, touristischen und gewerblichen Angebote erweitern und einiges mehr. Deshalb kommen seit Januar Bürger des Schönefelder Ortsteils monatlich zusammen. „Zuerst haben wir uns einfach nur zum Reden getroffen und gemeinsam Ideen entwickelt. Dann haben wir erkannt, wir brauchen einen Verein, um wahrgenommen zu werden“, erzählt Heiko Schmidt. Der Mahlower ist einer der Gewerbetreibenden in Großziethen und zieht mit den alteingesessenen und neu hinzugezogenen Einwohnern an einem Strang. Die Resonanz auf eine Umfrage bei Facebook, was sich die Bürger für ihren Ort wünschen, sei schließlich die Initialzündung für eine Vereinsgründung gewesen, so Schmidt. Die Vorbereitungen zur Gründung der „Großziethener Kulturschmiede e. V.“ laufen derzeit auf Hochtouren. In dieser Woche trafen sich 15 Interessierte, um diese vorzubereiten.

Kleinkunstbühne ist eine Idee

„Ich habe vier Kinder von neun bis 18 Jahren und möchte, dass es einfach mehr Angebote für Kinder und Jugendliche gibt, deshalb engagiere ich mich hier“, sagte Andrea Hogrebe. Gerd Kretschmer wohnt seit 1981 in Großziethen. Er wünscht sich Räumlichkeiten, wo Veranstaltungen – wie beispielsweise Lesungen – angeboten werden können, am liebsten eine Kleinkunstbühne, langfristig gesehen ein Bürgerhaus. „Das Problem ist, dass Großziethen zersiedelt ist, kein richtiges Zentrum existiert und die Verwaltung in Schönefeld uns abhängt“, meinte Gerd Kretschmer.

Christian Henschel, der für eine Bürgerinitiative (BIS) in der Gemeindevertretung sitzt, versprach, auf der nächsten Sitzung anzusprechen, welche Möglichkeiten es gebe, Räume temporär zu nutzen. „Die Angebote für Bürger kommen zu kurz. In dem Verein kann ich meine kommunalpolitische Erfahrung einbringen, als Bindeglied zur Verwaltung fungieren“, begründete Henschel sein Engagement. Diskutiert wurde auch, wie die Zusammenarbeit mit anderen Vereinen erfolgen soll.

Gründung eines Heimatvereins schon mehrfach gescheitert

„In Großziethen wird nur geschlafen und nicht gelebt. Wir wollen uns vernetzen und das gemeinsam ändern, eine Art Plattform sein“, sagte Heiko Schmidt. Uwe Kretzschmar und Daniel Gensigk vom Kreissportbund waren auf Einladung der Vereinsgründer zu der Veranstaltung gekommen, um sie zu beraten. „Das Wichtigste ist, ihr müsst Leute haben, die auch die Arbeit machen wollen“, stellte Sportjugendkoordinator Daniel Gensigk unter anderem klar.

Hotelier und Ur-Großziethener Willi Belger kann das nur bestätigen: „Wir haben schon dreimal versucht einen Heimatverein zu gründen, sind aber gescheitert, weil nicht genügend Beteiligte mitgearbeitet haben.“ Das wird dieses Mal anders, sind sich alle Anwesenden sicher. Die Satzung liegt vor, die Unterlagen werden laut Schmidt noch in diesem Jahr beim Amtsgericht beziehungsweise dem Finanzamt eingereicht.

Erste Projekte sind bereits angelaufen

Konkrete Projekte haben die Initiatoren bereits angestoßen, um Großziethen attraktiver zu machen. Dazu gehören ein Kinderfest im Marktcenter, Lesungen im Hotel „Haus Belger“, Aktionen mit dem Kunsthof Mattiesson. „Am 20. und 21. Oktober findet von 10 bis 18 Uhr im Hof des ‚Haus Belger‘ ein Handwerkermarkt statt, wo ein Korbflechter, Glaskünstler und eine Filzerin, aber auch ein Restaurator und Maler ihre Arbeit vorstellen“, sagte Silvana Czech. Neben Heiko Schmidt, Andrea Hogrebe, Gudrun Kauschke und André Tzchachel gehört sie zu denen, die für den Vereinsvorstand kandidieren möchten.

Der nächste offene Bürgerstammtisch der Kulturschmiede findet am 12. November, um 18.30 Uhr, im „Haus Belger“ statt.

Von Heidrun Voigt

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