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Freude und Kritik am neuen Spielplatz

Bauprojekt in Schönefelder Fasanenstraße Freude und Kritik am neuen Spielplatz

Der neue Spielplatz in der Schönefelder Fasanenstraße ist am Dienstag offiziell von Bürgermeister Udo Haase eröffnet worden. Bei den Kindern war die Freude über die neue Tobemöglichkeit in der ruhigen Wohnstraße groß. Einige Anwohner hingegen befürchten, dass es langfristig Lärm und Ärger mit Jugendgruppen geben könnte.

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Drei Kletterhügel laden zum wilden Toben ein.

Quelle: Anja Meyer

Schönefeld. Die Kinder aus der Schönefelder Fasanenstraße könnten bald einen neuen Lieblingsort haben. Am Dienstag eröffneten Bürgermeister Udo Haase (parteilos) und Ortsvorsteher Robert Rust offiziell den neuen Spielplatz auf dem Mittelstreifen der ruhigen Wohnstraße. Dutzende Kleinkinder kamen mit ihren Eltern, Großeltern und Erzieherinnen, um den neuen Spielplatz auszuprobieren.

Der erste Eindruck: Das Toben auf den drei orangenen Kletterhügeln bringt den Kleinen besonders viel Spaß. Zudem können sie sich auf einer Nestschaukel, Wippe, drehenden Giraffe sowie im Sandkasten und in einem Kletterhaus austoben.

So sehr sich die Kinder freuten – bei einigen Erwachsenen blieb Skepsis ob des Bauprojektes. Michaela Pedersen ist eine von ihnen. Die Mutter zweier kleiner Kinder wohnt in der Fasanenstraße – direkt gegenüber dem Spielplatz. „Ich war von Anfang an dagegen“, sagt sie. „Wir haben hier alle große Gärten, in denen die Kinder spielen können – da brauchen wir keinen Spielplatz.“ Vor allem keinen mit so wenig Spielgeräten. Sie vermisst eine Rutsche und richtige Schaukeln.

Der Hauptgrund für ihre Vorbehalte: Pedersen und die anderen Spielplatzgegner befürchten, dass sich dort abends Jugendcliquen treffen, die Lärm machen und Spritzen und Glasscherben auf dem Platz liegenlassen – so wie auf dem benachbarten Spielplatz im Schwalbenweg. „So viel Geld hätte man lieber an anderen Stellen investieren können“, findet Pedersen. Etwa in den Kindergärten.

Der Bau des Spielplatzes hat die Gemeinde 80 000 Euro gekostet. Vor etwa zwei Jahren ist er für die Grünfläche in der Fasanenstraße geplant worden, zu Beginn dieses Jahres war Baustart. Erst als Bürgermeister Haase den ankündigte, regte sich der Protest der Anwohner. Haase berief daraufhin eine Bürgerversammlung im Rathaus ein. „Wir haben die Wünsche der Anwohner mit einbezogen und hoffen, dass sich nun alle am Spielplatz erfreuen werden“, sagt er. So steht nun ein Schild mit Öffnungszeiten vor dem Spielplatz, der von 8 bis 20 Uhr betreten werden darf.

Edith Schmidt, die in einer Nachbarstraße wohnt, kann den Missmut gegen den Spielplatz nicht verstehen. „Der Platz ist sehr schön geworden, ich werde oft mit meinem Enkelsohn herkommen“, sagt die Rentnerin. Sie schätzt es als positiv ein, dass die Kinder im Wohngebiet schneller Kontakt zueinander finden können.

Das sieht auch Leila Assi so, die mit ihrem zweijährigen Sohn gekommen ist. „Ich hoffe, dass ich hier mit Leuten aus der Siedlung in Kontakt kommen werde.“

Von Anja Meyer

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