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Schotten gegen Gaukler

8. königlich-närrisches Männertanzturnier Schotten gegen Gaukler

Zum 8. Mal bereits trafen sich zehn Männertanzgruppen von Karnevalsvereinen in Wildau, um mit ausgefeilten Shows in einem Wettstreit beim königlich-närrischen Männertanzturnier gegeneinander anzutreten. Mit einer Gaukler-Choreographie siegten am Ende die tanzenden Herren aus Königs Wusterhausen.

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Die Gaukler von der Karnevalsgesellschaft Königs Wusterhausen begeisterten mit ihrem Tanz das Publikum.

Quelle: Gerlinde Irmscher

Wildau. Jens Köhler, seines Zeichens Hofmarschall bei Friedrich Wilhelm I., klärte das gemeine Volk auf, wie es sich zu verhalten habe, wenn der König auftaucht. So wird etwa so lange getrunken, wie er es tut; ist er fröhlich, hat man auch fröhlich zu sein. Als dann am Samstagabend im Volkshaus Wildau „Preußens Glanz und Gloria“ erklang, erhob sich das Volk von den Plätzen, um dem König die Ehre zu erweisen. Er war in Person von Karl-Heinz Kelch nebst Gemahlin Sophie Dorothea erschienen, um zu sehen, wie sich seine Kerls im närrischen Tanz messen.

Nun zum 8. Mal hatte die Karnevalsgesellschaft Königs Wusterhausen (KKW) zum königlich-närrischen Männertanzturnier eingeladen. Aus Teltow, Beelitz, Berlin, Klausdorf, Dabendorf, Rangsdorf, Kablow, Königs Wusterhausen, Babelsberg und Mittenwalde kamen die Herren. Galt Männerballett ursprünglich als Belustigung während der Karnevalszeit, geht der Trend immer mehr in Richtung Showtanz mit ausgefeilten Choreographien und artistischen Einlagen. Davon konnten sich die zahlreichen Gäste überzeugen.

„Ich kann gar nicht sagen, wer nun eigentlich am besten war, alle haben sich Mühe gegeben“, überlegte Brigitte Naumann. Sie gehörte zum Fanblock der Alb-Traumtänzer aus Kablow, die sich gekonnt als Schotten versuchten.

Zum ersten Mal war das „Kronkorkenballett“ vom Teltower Carneval Club dabei. Sie erzählten in ihrem Tanz Seemannsgeschichten. „Wir sind hier, weil es einfach Spaß macht und man auch einmal sehen kann, was die anderen so machen“, sagt Hans Mondorf, Außenminister des Vereins. Die Königs Wusterhausener Jungs kamen als Gaukler daher. Sie hatten extra jonglieren gelernt und legten eine super Show hin. Am Ende konnten sie vor dem nach ihrer Meinung stärksten Konkurrenten, „Heddas Jungs“ aus Mittenwalde, wie schon im vergangenen Jahr den Pokal aus den Händen von Friedrich Wilhelm I. in Empfang nehmen. „Trotzdem beneide ich die Gruppen, die mit zehn oder mehr Tänzern auf der Bühne stehen. Wir sind gerade einmal sechs und brauchen unbedingt Nachwuchs“, so Heide Wilsdorf-Köhler, die Trainerin. Wobei sich „Heddas Jungs“ mit ihrem Knasttanz durchaus nicht verstecken müssen. Dass Feuerwehrmänner tanzen können, zeigten die Herren vom Clausdorfer Karneval Verein mit ihrem „Feuertanz“. Sie wurden Dritte. Auch bei ihnen ist es in erster Linie der Spaß, bei so einem Turnier dabei zu sein.

Wer Rita Jünemann, die Präsidentin der KKW, vermisste, musste hinter die Kulissen schauen. Spülmaschine ein- und ausräumen war eine ihrer Hauptbeschäftigungen. „Da wir das Catering in Eigenregie machen, muss eben jeder mit anfassen“, erklärte sie.

Von Gerlinde Irmscher

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